Das schlechte Gewissen

Nicht ich habe ein schlechtes Gewissen, auch nicht, wenn ich nicht laufen gehe oder wenn ich dem Impuls nachgebe mich bequem im Sessel nieder zu lassen und zu einem guten Buch greife. Nur so nebenbei, ich lese gerade „Auf der Suche nach dem Gedächtnis“ von Eric Kandel und kann es nur empfehlen, auch für Nicht-Naturwissenschaftler und -Mediziner. Ich wüsste auch nicht warum ich ein schlechtes Gewissen haben sollte, wenn ich nicht laufe. Ich denke, ich kann getrost für mich behaupten, ein Leben zu führen, was meine Gesundheit unterstützt und da ich bis auf meine möglichen genetischen Faktoren keine kardiovaskulären Risikofaktoren (mehr) habe, ist auch der ungesunde Teil meines Lebens – meine Arbeit – kein Stressor im Sinne von Dysstress, also schlechtem Stress. Meine Bewältigungsstrategien funktionieren gut und ich laufe oder laufe auch nicht ohne Druck und ohne einen Leistungsanspruch an meinen Körper oder Geist ausser Spaß und Freude zu haben, was in der Vergangenheit allerdings auch schon schwer war 😉

Nein, mit dem schlechten Gewissen meine ich die Reaktionen, die ich oft aus meinem Umfeld als Reaktion auf meine Lauferei ernte. Ob unmittelbar beim Lauf, also irgendwelche Fremden, die kopfschüttelnd das Tun quittieren bzw. nachdem ich vorbei gelaufen bin über das vermeintlich gesundheitsschädliche Tun herziehen. Oft habe ich den Eindruck, dass sie beschämt wegschauen, kaum einer schaut mir in die Augen oder quittiert das meist freundliche Kopfnicken, welches ich zum Gruß benutze. Ist das Ausdruck der eigenen Betroffenheit? Ich habe immer den Eindruck, ich halte den Menschen dann einen Spiegel hin, klingt das jetzt überheblich? Ich hoffe nicht, ich bin nicht der Meinung, dass mein Weg der richtige ist, er ist nur für mich der Richtige. Haben diese Menschen ein schlechtes Gewissen, weil sie selbst ihre überschüssigen Pfunde und ihre Risikofaktoren nicht aktiv bekämpfen? So scheint es auf jeden Fall im familiären und freundschaftlichen Umkreis zu sein. es sind immer dieselben Personen, die mit mir über die angeblichen orthopädischen Schäden, die durch das Laufen verursacht werden diskutieren wollen. Dabei haben sie selbst ein sehr viel größeres Risiko für mögliche Arthrosen der großen Gelenke aufgrund von Übergewicht und Immobilität. Es gibt da diese eine Person, nennen wir sie mal Tante X, sie teilt mir immer wieder mit, wie wenig sie essen würde und dass sie trotzdem zunehme, meist erzählt sie das zwischen dem vierten und fünften Stück Kuchen. Das ist ein Paradoxon, oder? Komisch ist auch, dass sie seit vielen Jahren nach eigenen Aussagen konstant 98 Kilo wiege, allerdings ständig zunähme – laut eigener Aussage – und auch sichtbar weit über hundert Kilogramm wiegt. Sie versucht mir immer zu erzählen, wie schwer sie es habe und dass sie sich kaum noch bewegen könne und das alles sei nur wegen der Arthrose in den Knien und den Hüften, wenn ich dann entgegne, dass dies auch etwas mit dem Übergewicht zu tun hat, wird dies verneint, da ja das Gewicht konstant sei (sic!). Es ist ein Hamsterrad, ganz nebenbei muss ich mir dann auch noch anhören, dass mein Sport unnütz sei, da ich ja keine Gewichtsproblem habe und deshalb auch keinen Sport treiben müsse (sic!). Ich könnt mich wegschmeissen, ob der Sinnhaftigkeit dieser Gespräche 😎

Kommen wir zum Wichtigen, zum Laufen. Diese Woche war geprägt durch nächtliche Läufe durch Schneefall und auf vereisten Pisten, teilweise war der Wind eisig und ich hatte einmal sogar den Wunsch schnell nach Hause zu laufen, weil ich dachte ich müsse erfrieren. Dieser Gedanke war aber nach dem nächsten Anstieg wieder verschwunden. Ich hoffe, dass der Winter und insbesondere der Schnee noch ein paar Wochen anhält, denn für mich ist es einfach etwas Wunderbares und ob der Seltenheit aufs Jahr gesehen auch etwas sehr Genussvolles. Ein kurzer Clip zeigt die eher harmlosen Strecken, die ich aufgrund der spärlichen Lichtverhältnisse unter die Hufe nehme.

Gestern, heute und auch morgen durfte bzw. darf ich im Tageslicht laufen, was mir insbesondere gestern einen herrlichen Traillauf im Wald bescherte. Fast schon orientierungslos stand ich auf einmal in einem Bachbett und die Eiskäfer mussten beweisen wie viel Wasser sie abkönnen. Heute standen nur 90 Minuten Regeneration bei bewölktem Himmel und Tauwetter auf dem Laufprogramm, aber es war trotzdem nett, insbesondere da ich die ersten Kilometer mit meiner Liebsten laufen konnte. So, ohne ein schlechtes Gewissen werde ich noch etwas Schokolade verschlingen und die Beine hoch legen…

Salut

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Über DocRunner

Bin besessen von allem was ich anpacke: Beruf, Familie und natürlich vom Laufen. Besessenheit ist für mich Erholung und Genuss, Gleichgültigkeit bedeutet Stress und Langeweile. Mein Lebensmotto hört sich martialisch an, gründet aber auf täglicher Erfahrung und drückt meinen Wunsch aus: Stirb wenn es Zeit ist. Zeige alle Beiträge von DocRunner

18 responses to “Das schlechte Gewissen

  • ultraistgut

    Lieber, lieber Christian,

    zuerst zu deinen Gedanken zum vermeintlich schlechten Gewissen.

    Und schon wieder einmal empfinde ich hier genauso wie du, mache täglich ähnliche Beobachtungen, dass Menschen, denen ich begegne, den Augenkontakt mit mir vermeiden, andere jedoch stellen sich – wie auch gestern – in meinen Weg,um mir ihr Wohlwollen über mein Laufen bei Wind und Wetter mitzuteilen, bewundern mich (nach ihren Worten !).

    Vielleicht bleibt der eine oder andere doch hängen, macht sich Gedanken darüber, wie auch er gesünder und besser leben könnte und fängt an, sich zu bewegen, auch das habe ich schon erlebt, dass mir Menschen gesagt haben, das hätten sie mir zu verdanken, dass ich mit gutem Beispiel voran gegangen bin.

    Und wenn nur einer hängen bleibt………

    Dein Lauf in der Dunkelheit gefällt mir gut, und ich kann mir lebhaft vorstellen, wie dir zumute war, Schnee ohne Ende – keine Menschenseele – herrlich !

    Lieber Christian, wir wissen, was gut tut , gell ? 😉

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    • docrunner

      Ja, liebe Margitta, ich dachte mir, dass Du es genau so empfindest. Leider hat hier keiner den Mut mich anzusprechen, allerdings bin ich auch nicht so eine Institution wie Du in Deinem Umfeld und meist geht die Diskussion im Bekanntenkreis dann in die Richtung, was ist ungesünder? Das Nichtstun oder der orthopädisch so kritische Laufsport? Ich äussere mich meist schon gar nicht mehr, weil ich denke, jeder ist für sich und seine Gesundheit selbst verantwortlich und beim Sport ist es wie beim Rauchen, nur umgekehrt proportional, sprich für das ungesunde finden sich immer 20 Ausreden 😉
      Ich mag diese Läufe in der Dunkelheit und insbesondere in der damit verbundenen Einsamkeit, das ist Erholung für mich und ich weiss, wie sehr Du das auch schätzt

      Salut und ja, wir wissen, was gut für uns ist

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  • Pierle

    Diskussionen mit „Nicht-Läufern“ können durchaus recht anstrengend werden – das kenn ich auch.

    Witzig, dass die Leute mit dir über die medizinischen Auswirkungen des Laufens diskutieren wollen. Glauben die, dass die sich in der Materie besser auskennen als du?

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    • docrunner

      Du sagst es Carsten, aber ich werde unter meinen Bekannten als ziemlicher Fachidiot angesehen, so dass immer der Eindruck entsteht ich hätte von dem sonstigen medizinischen Zeugs keine Ahnung und irgendwie stört es mich auch gar nicht so arg. Denn was die Apothekerzeitschrift schreibt, dagegen kann ich eh nicht anstinken 😎

      Salut

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  • Täglichläufer

    Lieber Christian,

    das von Dir angesprochene Thema hat mich auch schon unzählige Male beschäftigt und Deine Beispiele könnten durchaus aus meinem Erfahrungsschatz übernommen worden sein. Es gab mal eine Zeit, in der ich mich mit jenen Personen wirklich auseinander gesetzt habe und entsprechend versucht habe, manche Dinge zu erklären. Mein Täglichlaufen beziehe ich mit ein. Aber ich habe gelernt, daß jedwede Diskussion diesbezüglich sinnlos ist und habe für mich die Konsequenzen gezogen. Laßt sie machen, laßt sie gehen – die Welt geht von allein! Ich gehe meinen Weg und andere Menschen müssen andere Pfade beschreiten. Ich fühle mich wunderbar dabei und was andere denken, interessiert mich nicht. Das mag überheblich sein – doch ist es besser als fruchtlose Diskussionen zu führen.

    Ich unterstütze Deine Hoffnung und schließe mich an und hoffe ebenfalls auf dauerhaft weiße Schneewälder, die uns zum Genußlaufen par excellence einladen! Und zu Deinem Lauf in der Dunkelheit, da sage ich natürlich nichts zu. Fühlen, Empfindungen bei exzellenten Witterungsbedingungen – wozu Worte? 🙂

    Ich wünsche Dir weiterhin wunderschöne Läufe in der winterlichen Genußwelt!

    Liebe Grüße und alles Gute,

    Marcus

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    • docrunner

      Mein lieber Marcus,
      auf die zähen Diskussionen, die nur eins zum Ziel haben, nämlich das Gegenüber von der eigenen Meinung zu überzeugen, da man ja sowieso immer Recht hat, habe ich noch nie große Lust gehabt und ich stelle immer nur kurz und knapp meine bescheidene Meinung dar, mehr nicht. Ich gebe Dir Recht, jeder ist seines Glückes Schmied, nur muss jeder Gesprächspartner von mir es ertragen, dass ich ihn gnadenlos auslache, wenn er Müll erzählt, bevor ich mich dem hoffentlich dann bereit stehenden Rotwein und dem Buffet zu wende 😉
      Was das Wetter angeht, bin ich gesegnet, gerade komme ich von wunderbaren zwei Stunden laufen durch Wald und Weinberge zurück bei herrlichem großflockigen Schneefall und teilweise knietiefen Schneeverwehungen auf den noch unberührten Wegen, da bedarf es keiner weiteren Worte oder Bilder…

      Ich wünsche Dir auch sturzfreie Läufe bei diesen Traumbedingungen

      Salut

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  • Daniel Kopp

    Das Grußverhalten liegt vor allem an der deutschen Mentalität. Wir sind griesgrämige Besserwisser die alle Ausschläge außerhalb der Norm nicht tolerieren können. Auch gut erkennbar im Straßenverkehr. In Österreich und Italien wird nahezu jeder Gruß erwiedert, dort hat man auch das Gefühl Sport zu tun sei etwas Gutes, hier in D sollte man sich wohl schämen durch den Wald zu laufen…

    Mein Fazit: Es ist gut 99,999999999999999999999999% unserer Mitbürger erst gar nicht zu kennen. 🙂

    LG
    Daniel

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    • docrunner

      Ich gebe Dir ausnahmslos Recht, Daniel, obwohl ich in anderen Ländern auch schon Ignoranz und sogar Aggressivität gegenüber einem Läufer kennen lernen durfte, war in Italien vor ein paar Jahren. Aber ansonsten sind die Deutschen wohl einsame Spitze, was dieses Fehlverhalten angeht.
      Aber Vorsicht, sonst bezeichnet man uns bald als Soziophobiker 😉

      Salut

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  • Steffen

    Lieber Christian,

    auch ich kenne solche Diskussionen, gerade was meine Laufumfänge angeht darf ich mir da unglaublich viel anhören!

    Und auch ich kenne das, die 100 Kg+-Leute, die ständig behaupten, genetische Defekte wären an deren Übergewicht schuld, und sich im selben Moment in der Werkskantine mindestens das doppelte an Kalorien auf ihr Tablett laden wie ich (Große Salatschüssel – Riesenschnitzel mit Pommes, natürlich doppelte Portion, Sahnecreme und noch ein Eis). Das ich diese Personen vorher am Frühstücksständchen, an dem ich mir einen Jogurt pur für mein Müsli gekauft habe, mit 2 Croissants, 1 Amerikaner und einer Flasche Cola getroffen habe muss ich sicherlich nicht noch erwähnen.

    Aber ich sage dir was hier das Problem ist. Für diese Leute ist es mit all ihren Problemen immer leichter zu andern zu sagen „Helf mir“, ständig zu den Ärzten zu rennen, sich mit Chemie voll zustopfen anstatt endlich zu erkennen: ICH MUSS AN MIR SELBST ETWAS ÄNDERN! Und genau das ist das Problem, sie müssten an sich selbst etwas ändern, und dazu sind sie schlicht und einfach zu bequem! Wozu auch, niemand zwingt sie ihren Gesundheitszustand aktiv zu verbessern, dann dazu wird in Deutschland an der Gesundheit, nein, an den Krankheiten, viel zu viel Geld verdient. Wir haben hier kein Gesundheits- sondern in meinen Augen ein Krankheitssystem.

    Meine Frau wurde einmal von der Krankenkasse angeschrieben, warum sie denn nicht am Bonusprogramm teilnehme und so etwas Beitrag zurückbekommen könnte. Sie fragte dann, was denn so angeboten würde und bekam folgendes zur Antwort:
    100 Punkte – Nichtraucherseminar
    100 Punkte – Ernährungsseminar
    100 Punkte – Regelmäßige Nutzung eines Fitnesstudios
    100 Punkte – Abnehmen mit Genuss
    100 Punkte – Laufend in Form
    100 Punkte – Teilnahme an einem Fitnesstest

    Sie erwiderte dann, dass sie 2 mal in der Woche Krafttraining im Keller macht, etwa 4000 Km im Jahr läuft und an etwa 10 Ultramarathons teilnehme, nicht rauchen würde, jedem Ernährungsberater Tipps geben könnte und auch sicherlich nicht abnehmen müsse. Auf die Frage hin, ob das ebenfalls anerkannt werden würde wurde dies, und jetzt halte dich fest, wegen „Nichtnachweisbarkeit“ abgelehnt! Soll ich mal lachen? Sie ist Pfalzmeisterin über 100 Km im Straßenlauf, alles über Ergebnislisten belegbar, aber nein, das wird abgelehnt. LÄCHERLICH!
    Sie sagte dann gut, man muss also krank sein, um in den Genuss des Bonusprogrammes zu kommen, denn für gesunde und insbesondere Ultraläufer sei es ja völlig überflüssig. Das könnte sie sehen wie sie es wollte, war dann die Antwort, woraufhin das Gespräch beendet war.

    Christian, ich denke das beschreibt doch alles, oder?

    Herzliche Grüße,
    Steffen

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    • docrunner

      Mein lieber Steffen,
      was soll ich da noch schreiben oder ergänzen. Du beschreibst es sehr gut, es gibt keinen höheren Kassenbeitrag für Raucher oder Übergewichtige, unser System ist schon lange so krank, dass mich nichts mehr wundert. Ich hatte mal einen Patienten, der keine Krankengymnastik mehr bezahlt bekommen sollte, oder besser gesagt den Ärzten wurde gedroht, wenn sie weiter verordnen würden folge der Regress, so dass der Patient sich bei der Kasse beschwerte, dort wurde ihm dann gesagt, dass allein die Ärzte entscheiden würden, ob er noch Physiotherapie bekomme oder nicht. Ein paar Wochen später zeigte er mir dann ein Schreiben seiner Krankenversicherung, die ihm kostenlose Yoga-Kurse und Entspannungstraining, sowie – halt Dich fest – Origami-Kurse anbot, Du musst wissen, der Patient war halbseitig gelähmt und hat sich mit Händen und Füßen und v.a. mit Erfolg gegen den Rollstuhl gewehrt. Das Gesundheitssystem ist nur noch paradox, leider bin ich ein Teil davon….

      Salut

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      • Steffen

        Unfassbar!
        Aber auch ich bin, zumindest vom Arbeitgeber her, ein Teil von diesem System und glaube mir, bei jedem Einstechen am Werkstor habe ich ein moralisches Problem. Aber was willst du machen, von irgend etwas muss man ja sein Brot verdienen.
        Auch bei uns geht es (die offizielle Variante klingt natürlich anders) nur um den Umsatz und den Gewinn, und wenn man von einem Produkt nicht genug verkauft, dann wird an den Indikatorwerten einer Krankheit geschraubt und schon hat man 100000 Patienten mehr. Ich kann dir sagen….

        Krank, alles nur noch krank, kener hat den Mut in den Knochen einmal auf den Tisch zu schlagen und diesem „Kranken System“ den Kampf anzusagen. Das ist ein Sumpf aus Korruption und Geldgier, und zwar auf allen Ebenen und in allen Bereichen. Der Patient ist da nur das Mittel zum Zweck!
        Christian, ich hatte einmal zwei Bandscheibenvorfälle, da wollten die mich, da war ich 27, operieren. Ich habe das damals glücklicherweise abgelehnt und stattdessen, nachdem ich mich ordentlich belesen hatte, mit Krafttraining nahezu beschwerdefrei trainiert. Die OP mit Reha und einem halben Jahr Krankschreibung hätten sie bezahlt (etwa 30000 DM), aber eine Trainingsmaschine für 400 DM wurde abgelehnt, man könne ja nicht nachweisen, ob ich auch regelmäßig damit trainiere! Boah, wie krank ist das denn? Heute laufe ich Ultras, mal davon abgesehen, dass ich mit der damaligen OP niemals mehr so hätte laufen können, und eine Roitineuntersuchung (Ü40-Check) letztes Jahr hat ergeben, dass sich die Bandscheibe zu 100 % regeneriert hat und im Zustand eines 16-Jährigen ist! Hallo?
        Meine Frau hat es an der Schilddrüse, Überfunktion, konnte mit Medikamenten über zwei Jahre nicht eingestellt werden, hatte absolutes Sportverbot: Frau Kohler, das wäre absolut lebensgefährlich für sie! Sie läuft nun seit mehr als 6 Jahren, hat einen Ruhepuls von 43 (vorher 87!!!) und die Ärzte glauben ihr nicht, dass sie KEINE Medikamente nimmt, ja sie stehen vor einem Rätsel und wollen es einfach nicht glauben, HALLO?
        Ich kann dir sagen was da passiert ist, die Schilddrüse ist maßgeblich an der Energiebereitstellung des Körpers beteiligt. Durch das Laufen, also den erhöhten Energiebedarf, hat sie ganz einfach wieder gelernt zu funktioneieren, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
        Der Körper ist eine Wundermaschine, wenn die blöde „Schulmedizin“ endlich mal begreifen würde, was Bewegung alles bewirken kann…..

        Ich höre jetzt auf sonst werde ich noch verrückt…..

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        • docrunner

          Lieber Steffen,

          ich mag gar nicht mehr dazu schreiben, ich denke es ist alles gesagt, auf jeden Fall von unserem Standpunkt aus. Nochmals, wir haben für uns den richtigen Weg gefunden und so sollten es alle Menschen machen, die die Freiheit dazu haben. Alles andere muss uns mehr oder weniger egal sein, leider….

          Salut

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  • LocalZero

    Christian, letztendlich zählt nur das, was für Dich gut ist. Und das bestimmst Du ganz allein.

    Die Diskussionen und Reaktionen, die Du beschreibst, kennen wir alle – und irgendwann verstummen die Freunde der Sahnetorte doch auch. Neu ist mir allerdings, dass nicht einmal mehr Medizinern geglaubt wird… „Doktor D., der Arzt, dem die Frauen vertrauen“ und so :-))))

    Will heissen: Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung erscheint mir irgendwie unbelehrbar. Lassen wir sie einfach weiter übergewichtig durch die Gegend rollen. Und sollten sie wider Erwarten dennoch länger leben, hatten wir zumindest die deutlich bessere Lebensqualität.

    Viele Grüße!
    Lars

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    • docrunner

      Mein lieber Lars,
      seit wann wird denn Medizinern geglaubt? Ich habe es noch nie erlebt, dass jemand das tut, zu dem ich ihm rate, ich denke es liegt an mir 😉
      Ich denke „unbelehrbar“ trifft es nicht so ganz, ich halte Bequemlichkeit und Faulheit für das Hauptproblem. Warum sollte ich etwas an meinem Leben ändern, wenn der Schaden der durch mein Verhalten entsteht, nachher von der Krankenkasse übernommen wird. Probier mal mit dieser Einstellung täglich Auto zu fahren und erklär das dann der „Rennleitung“ und Deiner Kfz-Versicherung 😉

      In diesem Sinne, Salut

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  • Brigitte

    Lieber Christian!

    Bei deinem Blogbeitrag kann ich nicht viel antworten, da ich nicht in solche Situationen gerate, zumindest nicht was das Laufen angeht. Bei anderen Dingen die ich gerne mache, die vielleicht ein wenig ungewöhnlich sind, höre ich auch oft kritische Worte.

    Lachen musste ich jedoch über Tante X.

    Ich werde es einfach nicht verstehen… was ist so schön an einem Lauf in der Kälte und bei dichtem Schneefall? Da hab ich lieber ein bisschen schlechtes Gewissen und schmeiss mich auf die Couch *lach*.

    Das Video muss ich später nochmal auf meinem Laptop angucken. Auf meinem PC ist die Soundkarte kaputt, oder sonst irgendwas.

    Pfiat di

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    • docrunner

      Liebe Brigitte,
      es ist so einfach andere Menschen für ihr Tun zu kritisieren, jedoch finde ich es gut, wenn jemand etwas tut und nicht nur untätig rum sitzt, von daher hast Du meine volle Unterstützung für Dein (kreatives?) Tun 😎
      Ich kann inzwischen nicht mehr lachen über Tante X, mir hängt es einfach nur zum Hals heraus, wenn ich wieder mal von der Seite angequatscht werde, auf der letzten Einladung habe ich auf die Frage einer fremden Person nach meinem Beruf geantwortet, ich sei Finanzbeamter. Und siehe da, es kamen keine weiteren Fragen zu meiner Arbeit, erst später hat mich dann jemand verraten 😉
      Ich denke es muss irgend etwas passieren, dass man einen Lauf bei Regen, Schnee oder Kälte beginnt zu lieben oder auch nur zu mögen, wer weiss, es ist nie zu spät 😉

      Salut

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  • Lizzy

    Ich habe immer den Eindruck, ich halte den Menschen dann einen Spiegel hin, klingt das jetzt überheblich?

    Ja, tut es 😀

    Dich bzw. Deinen Blog gibt’s ja auch noch. Oder wieder?

    Schöne Grüße
    Lizzy

    weitgehend unverspiegelt und unspiegelnd – und sich immer wieder fragend, wo so viele andre derartige Gespräche und Reaktionen hernehmen. Hab‘ ich / seh‘ ich / hör‘ ich nie. Warum eigentlich (nicht)?

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