Überzeugungstäter

Inzwischen ist viel passiert und mein persönlicher Plan hat weitestgehend funktioniert. Ich bin einen Monat täglich gelaufen, jeden Morgen von Dienstag bis Freitag um kurz nach fünf Uhr aus dem Haus und eine anfänglich kurze drei Kilometer Runde auf zuletzt 6,5 Kilometer ausgedehnt. Teilweise war es hart, da der frühe Morgen absolut nicht meine Zeit ist um Laufen zu gehen, aber mit den Zehenschuhen hat es fast immer nach den ersten Metern Spass gemacht. Dabei habe ich gemerkt wie wichtig die richtige Einstellung am KSO Trek Sport ist, etwas zu wenig stramm gezogen und mein Innenspann bewegte sich bei jedem Schritt vor und zurück, etwas zu fest und ich hatte das Gefühl mein Fußrücken wird gequetscht. Ist halt wie beim Schuhe binden. Aber inzwischen hab ich die richtige Einstellung gefunden, auch am zweiten Paar, dem Komodo Sport, den ich hauptsächlich auf Asphalt nutze. Zusätzlich habe ich einige Elemente des Chi Running verinnerlicht und fühle auch hierbei eine richtige Entwicklung, allerdings werde ich diese Methode nicht weiter vertiefen, da es mehr Disziplin erfordert und dafür der Spass am Laufen selbst für mich zu kurz kommt. Ich will ja auch nicht leistungsorientiert trainieren 😉

Mein neuer "Barfuß-Schuh-Fundus"

Von Samstag bis Montag lief ich dann immer lang und habe sogar in den FiveFingers einen Lauf mit 32 Kilometern ohne große Anstrengung oder Blessuren durchgezogen, nur am Ende spürte ich jeden Stein auf den ich getreten war 😀 Ab und an lief ich auch den inov-8 f-lite 195, der Schuh gefällt mir immer besser, weshalb ich auch die Armada gedämpfter Laufschuhe in den Ruhestand geschickt habe. Nur noch die Salomon und der Eiskäfer fristen „gedämpft“ ihr Dasein im Schuhschrank und warten auf den nächsten Winter. Mal sehen, ob sie dann noch nötig sind. Mein tägliches Laufen musste dann jedoch Mitte April unterbrochen werden aufgrund einer lang vor mir hergeschobenen medizinischen Untersuchung, die eine eintägige Pause notwendig machte und seither laufe ich nur noch 4-5 x die Woche, was auch reicht, denn meine Füße sind andere geworden in den letzten Wochen. Ich empfinde die Alltagsschuhe inzwischen fast als Last und freu mich darauf sie nach zwölf bis vierzehn Stunden täglich ablegen zu dürfen. Neu ist der Merrell Trail Glove in meinem Schuhschrank, er hat im Laufe der Woche den letzten gedämpften Asics abgelöst, er hat zwar auch eine minimale Vorfußdämpfung, allerdings überhaupt keine Sprengung und fügt sich somit wunderbar in mein Konzept ein. Ich bin inzwischen überzeugt von meinem Tun und habe jeden Zweifel begraben. Auch habe ich mich ans „nackte“ Barfußlaufen gewagt, nur leider ist der restliche Split vom vergangenen Winter noch massenweise auf den Wegen verteilt, so dass die „Fußmassage“ teilweise sehr heftig ist. Aber im Wald auf schönen weichen Trails empfinde ich es als Wohltat. Das Bild, dass ich dabei abgebe ist aber sicherlich für den Einen oder Anderen gewöhnungsbedürftig: barfüßiger Läufer mit je einem Zehenschuh in jeder Hand 😀 Aber nur so komm ich den Genuss von angenehmer Lauflust, sprich erst in den FiveFingers durch die Weinberge gen Wald und dann ein paar Kilometer auf Trails unten herum nackisch, ich kann es nur empfehlen. Die Fußpflege hat sich dadurch minimiert und die Hornhaut an den Füßen schwindet und die Schwielenbildung verändert sich.

Seit Ostern hat auch der letzte Bewohner unserer gemäßigten Klimazone bemerkt, dass der Frühling da ist und ich konnte die ersten Hitzeschlachten bei über 30°C in den Weinbergen schlagen. Insbesondere die Läufe am Karfreitag und Ostersamstag waren Lehrmeister für den kommenden Sommer. Ich war froh etwas Trinkbares auf den Rücken geschnallt zu haben, da ich sonst wahrscheinlich kapitulieren hätte müssen. Selbst der jeweils leicht wehende, etwas kühlende Wind hat nicht zu mehr Erträglichkeit beigetragen, aber wahrscheinlich war ich es noch nicht gewohnt bei solch hohen Temperaturen zu laufen. Am Samstag hat dann ein leichter Gewitterregen zum Ende des Laufs für die notwendige Abkühlung gesorgt, jedoch war das nur ein verhaltener Schauer und im Wald fast gar nicht zu spüren. Am Freitag Abend hat mich dann auf dem Nachhauseweg von der Praxis ein richtig heftiger Schauer überrascht und frohlocken lassen, ich hatte gerade die große Stadt hinter mir gelassen und zog am Rand der Weinberge vorbei an Obstwiesen und Gartengrundstücken als es dicke Tropfen zu regnen begann. Ich hielt sofort an, streifte die Zehenschuhe ab und plitsch-platsch ging es mit nackischen Füßen weiter. Es war einfach nur erhaben, kühler Regen von oben und die pure Feuchtigkeit auf den Wegen, Pfützen wurden zum Erlebnis und bergauf, wenn mir kleine Rinnsale auf der Strasse entgegen kamen, hatte ich ein ganz neues Gefühl an den Füßen. Ich kann es gar nicht beschreiben. Nach wenigen Minuten war ich vollkommen durchnässt und Füße und Unterschenkel waren dreckverspritzt. So macht ein Lauf im Regen richtig oder besser doppelt so viel Spass. Als ich ins nächste Dorf kam, hatte ich komplett vergessen, dass ich barfuß unterwegs war und erst das herzhafte Lachen eines Mannes, der sein Auto entladen hat mit einem Blick auf meine Füße, hat mir wieder die Nacktheit meiner Laufwerkzeuge in Erinnerung gerufen. Zum Schutz vor Verletzung habe ich dann die FiveFingers wieder übergestreift und zog auf den letzten Kilometern durch immer wieder einsetzenden Regen relativ einsam gen Heimat. Ein Arbeitswochenausklang ganz nach meinem Geschmack.

Fazit

Es war bis hierher nicht leicht, aber es hat sich für mich gelohnt, das Laufen hat sich weiter verändert und ich meine sogar verbessert. Probleme habe ich noch v.a. was das Tempo betrifft, das optimale Gefühl für die richtige Geschwindigkeit hat sich in den FiveFingers und noch weniger barfuß eingestellt und ich bin meist für meine Verhältnisse zu schnell. Allerdings scheint es mir nicht zu schaden und nur die Herzfrequenz ist im Mittel zu hoch. Sowohl das Barfußlaufen als auch das Laufen in den FiveFingers wird von den Menschen in meinem Umfeld belächelt und macht mich zu einem Aussenseiter, aber das stört mich nicht, da ich das Gefühl habe, dass mein Wohlbefinden erheblich gestiegen ist und wenn es auch keiner mehr hören respektive lesen mag: die Entwicklung war und ist für mich einfach das Beste, was mir in meiner Läuferkarriere passiert ist. Ich meine das auch nicht dogmatisch, aber mein Körper verändert sich mit jedem Kilometer und das hatte ich vorher so nicht erleben dürfen. Das nächste Experiment steht noch an und betrifft einen weiteren minimalistischen Schuh: Vivobarefoot Evo, vielleicht kennt den schon jemand und kann mir seine Erfahrungen mitteilen.

Salut

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Über DocRunner

Bin besessen von allem was ich anpacke: Beruf, Familie und natürlich vom Laufen. Besessenheit ist für mich Erholung und Genuss, Gleichgültigkeit bedeutet Stress und Langeweile. Mein Lebensmotto hört sich martialisch an, gründet aber auf täglicher Erfahrung und drückt meinen Wunsch aus: Stirb wenn es Zeit ist. Zeige alle Beiträge von DocRunner

22 responses to “Überzeugungstäter

  • Täglichläufer

    Lieber Christian,

    wenn man von sich sagen kann, daß man von seinem Tun überzeugt ist, die Zweifel begraben hat und das eigene Agieren wahre Zufriedenheit generiert – so ist das ein wunderbarer Weg der Erfahrung. Für mich bereitet das Freude von diesem, Deinem Weg zu lesen.

    Deine Baßfußentwicklung verfolge ich nach wie vor mit großem Interesse; vielleicht gelingt mir das eines Tages auch. Aber wie ich eben an anderer Stelle schrieb, die Gewöhnungsphase, die durchaus Probleme generieren kann, hindert mich am Selbstversuch – da bei mir derzeit alles perfekt läuft.

    Deine 30 °C – so früh – überraschen mich ein wenig. Ich hielt meine 24 °C zu Ostern schon für den puren Sommer. 😉

    Möge Dein Wohlbefinden weiterhin auf dem Pfad der Zufriedenheit wandeln.

    Ein angenehmes Wochenende und liebe Grüße,

    Marcus

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    • DocRunner

      Lieber Marcus,
      oh ja, so sehe ich es auch. Zweifel machen oft genug das Vergnügen zunichte und deshalb genieße ich es immer, wenn Zufriedenheit herrscht und der Moment als solches erhaben erscheint. Die Entwicklung sehe ich immer noch nicht als abgeschlossen, aber es macht Freude dies erleben zu dürfen. Fast jeder Lauf lässt mich Neues entdecken und das meine ich wirklich ernst. Noch nie zuvor hatte ich einen solchen Spass beim Laufen und fühlte mich anschließend so wohl auch in dem Glauben alles richtig zu machen. Du würdest ebenso erleben, wenn Du den Versuch wagen würdest, da bin ich mir sicher.
      Die 30°C an Ostern waren wirklich überraschend, allerdings nur in der prallen Sonne, dennoch durchweg schweißtreibend 😉

      Salut und auch Dir ein angenehmes Wochenende

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  • Täglichläufer

    Nachtrag. Es muß natürlich BaRfußentwicklung heißen. 😉

    Alles Gute,

    Marcus

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  • Brookes

    Hallo DocRunner,

    normalerweise bin ich ja fleissiger Mitleser, der gerne und viel über deine Erfahrungen im Minimal-/Barfussschuh-Bereich liest. Jetzt habe ich doch mal die Gelegenheit „Laut zu geben“. Die VivoBarefoot Evo kannst du dir eigentlich sparen. War bei mir der erste Minimalschuh und hat mich damals auch total angefixt und begeistert. Aber das hat mir nicht gereicht. Dann kamen die Vibrams und der Evo war vergessen. Lauftechnisch kommt dieser nur noch im Fitnesstudio bei mir zum Einsatz. Der Schuh ist absolut top verarbeitet und hat eine genial schlanke Sohle. Das Problem ist nur, dass diese gefühlt auch 5cm sein könnte. Ziemlich hart und man hat kein so tolles Feedback wie bei den Fivefingers oder bei den Sauconys (trotz dickerer Sohle). Ich glaube dass du sehr enttäuscht wirst. Kauf dir lieber eine Platte 4mm dicke Vibram Cherry-Sohle als Platte und bastel dir und deinen Lieben Huaraches. Eine Platte sind sechs Paar. http://www.invisibleshoe.com/how-to-make-huaraches/
    Huaraches sind näher am Barfussgefühl als irgendwelche anderen Schuhe die du je finden wirst ;)Auch wenn man auch hier langsam anfangen sollte und die übliche Geduld braucht. Probier es einfach aus und lass uns deine Erfahrungen geniessen. Bei Fragen fragen 🙂

    Beste Grüsse, Brookes

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    • DocRunner

      Hallo Brookes,
      es freut mich sehr, dass Du nicht „nur“ mitliest, sondern auch einen Kommentar hinterlässt, insbesondere, da das minimalistische Laufen wohl auch Dein Ding zu sein scheint. Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht was die Vivibarefoot anbetrifft, es scheint eine unnötige Investition zu sein, was meine Belange anbetrifft. Leider habe ich bisher nur unpräzise Angaben über das Laufen mit dem Evo oder Neo gefunden, so dass Deine Erfahrung, die mir recht fundiert erscheint, sehr gelegen kommt und meine Ambitionen hinsichtlich des Schuhs erstmal begraben lassen.
      Das mit den Huaraches find ich schon länger interessant, ich werde mir das Selbstbau-Kit mal bestellen und sehen wie es funktioniert, konnte schon bei den Runningfreaks über Steffens Erfahrungen lesen und das hat mich neugierig gemacht.

      Nochmals vielen Dank für Deine Meinung und Salut
      Christian

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  • ultraistgut

    Ach, lieber Christian, ich habe auf deinen Bericht gewartet und war ziemlich gespannt, nicht alleine wegen der scheinbar sehr gelungenen Experimente mit den neuen Lauf-Werkzeugen, sondern auch wegen deiner täglichen Läufe zur Arbeit und nach Hause.

    Liest sich alles sehr, sehr gut, und man bekommt richtig Lust, Gleiches zu tun, ABER , wie ich schon sagte, ich warte noch ein Weilchen, oder werde vielleicht auch nicht zum Überwechsler, da kann und will ich mich jetzt nicht festlegen.

    Die Hauptsache jedoch, du läufst – egal womit – und eine Freude daran ist ungetrübt.

    Und was die anderen Menschen von dir denken oder nicht denken, dass kann uns allen egal sein, im Gegenteil zeigen wir es ihnen, dass es uns gut tut, und vielleicht können wir den einen oder anderen noch überzeugen.

    Bin gespannt über weitere Neuigkeiten aus dem Land der (fast) ungeschützten Füße.

    Merci, mon cher et bon week-end – repose toi !! 8)

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    • DocRunner

      Liebe Margitta,
      um es richtig zu stellen, ich laufe meist morgens vor der Arbeit und wenn, dann nur abends von der Praxis nach Hause, da ich dort keine Möglichkeit zum Duschen habe, wäre das eine Zumutung für die Mitarbeiter und die Patienten 😉 Ich fahre häufig mit dem Rad, das geht dann so vom Schwitzfaktor 😎
      An Deiner Stelle, und das hatte ich ja schon geschrieben, würde ich auch nicht umstellen, allerdings kann ich Dir das Barfußlaufen nur ans Herz legen. Eine kurze Einheit pro Woche oder auch nur eine kleine Runde ohne Schuhe nach einem Lauf kann schon etwas bewirken. Die FiveFingers eignen sich hervorragend dafür um ein Gefühl für diese Art des Laufens zu bekommen.
      Was andere denken war mir schon immer wurscht und das werde ich nicht mehr ändern, die Bekehrung zum Laufen versuch ich auch schon nicht mehr, denn vorgefasste Meinungen (Laufen schadet den Gelenken, dem Rücken und überhaupt braucht es soviel Zeit) lassen sich nur selten ändern. Ich weiß, dass Du darin eine Meisterin bist und es weiter versuchen wirst, was ich sehr löblich finde.

      Salut ma chère

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  • Steffen

    Hallo Christian,
    endlich mal wieder ein Bericht von dir, und was für einer! Mal von der Tatsache des nahezu Täglichlaufens abgesehen, ein grandioser Bericht, zeigt er doch ganz eindeutig, wie gut das Barfußlaufen doch ist. Es beruhigt ich immer, wenn auch andere solche Erfahrungen machen, wie auch ich sie mache, wobei ich deutlich weniger in FFs unterwegs bin als du und auch sonst keine anderen „Barfußschuhe“ habe. Ich denke das würde bei mir auch nicht gehen, oder meinst du, man könnte einen 24h-Lauf oder einen 100 Meilenlauf in solchen Tretern schaffen? Ich glaube das nicht, die Tarahumara, ja, die sind das auch von Kindes an gewohnt, aber wie verwöhnten Europäer….Nein, ich werde es so halten, mich auf 1 – 2 Läufe in ihnen und etwa 20 – 30 Wochenkilometer ein zu pendeln, ich denke das ist ganz in Ordnung und ein sehr guter Kompromiss.
    Und das die Huaraches angeht, die sind echt genial und eines kannst du mir glauben, wenn die Leute schon glotzen wegen deinen FFs oder deinem Barfußlaufen, in den Huaraches glotzen sie noch viel mehr!!!!
    Geh einfach mal zum nächsten Schuster und frage ihn nach einer Sohle, mit etwas Glück hat er auch Vibrams da. Mache dir vorher eine Schablone (wie beim Link von Brookes beschrieben), lass sie dir gleich passend schneiden und kaufe dir noch ein paar Lederriemen dazu. Also gekostet hat mich das Ganze exakt 11 € und inklusive dem Schablonenanfertigen etwa 40 Minuten Bastelzeit! Und, mittlerweile haben die auch schon rund 100 Km auf der Sohle und sehen aus wie neu!

    Probier´s einfach mal aus, ich bin gespannt,
    Steffen

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    • DocRunner

      Lieber Steffen,
      Deine Erfahrungen in den letzten Wochen waren mir auch ganz wichtig und ich denke Du hast (unfreiwillig) den richtigen Weg eingeschlagen, so scheint es auf jeden Fall, wenn ich die rasche Genesung von Deinen S-Sehnen Beschwerden lese. Mit den T. können wir uns nun wirklich nicht vergleichen und dieses Niveau wird keiner von uns wahrscheinlich erreichen können, aber etwas gesundes für unsere Füße zu tun hat ja auch schon etwas sehr Positives. Perspektivisch war und ist für mich über kurz oder lang wichtig auf gedämpfte Schuhe ganz verzichten zu können, ob ein 24h Lauf in FiveFingers oder gar barfuß möglich ist, kann ich nicht beurteilen.
      Das Experiment mit den Huaraches werde ich auf jeden Fall angehen und mal sehen, wie es sich anlässt, ich habe ja keine Eile

      Salut

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  • Brookes

    Hallo Christian,

    bevor du dir das Do-It-yourself-Paket bestellst, hol dir lieber eine ganze Platte Vibram Cherry (http://server4.gs-shop.de/200/cgi-bin/shop.dll?SESSIONID=0265123048098758&AnbieterID=13952) bei Klassen Schuhbedarf. Da hast Material für locker Material für den Rest deiner Laufkarriere bzw. genügend zum Experimentieren. 🙂
    Oder wie Christian geschrieben hat mal schauen ob der Schuster alternativ was hat. Aber ich finde die Cherry auch von der Sohlenstruktur, von der Haltbarkeit und vom Grip einfach am überzeugendsten.

    Als Riemen eignen sich am besten auch 4mm starke Lederriemen oder Nylonschnüre. Gibts oft im Bergsteigerbedarf. Ich benutze alltäglich zwei Paar Huaraches. Die mit Lederriemen für den Alltag und die mit Nylonschnur zum Laufen und zum Trekking. Hintergrund ist, dass sich das Leder dochmal verzieht, gerade bei Nässe. Die Nylons schnürt man und sie sitzen, auch wenn man mal durch den nächsten Fluss rennt. 🙂

    Wenn du keine grosse Platte bestellen magst, kann ich dir auch gerne Sohle und Nylonschnur zukommen lassen. Ich habe noch was rumliegen. Aber meine Empfehlung ist, Vibramsohle kann man NIE genug im Haus haben. 🙂

    Liebe Grüsse, Brookes

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    • DocRunner

      Hallo Brookes,
      Dein Angebot ist sehr freundlich, aber da ich in den nächsten Wochen sowieso nicht so sehr Zeit und Muse habe etwas zu probieren, werde ich mir eine Vibramsohle bestellen und dann, wenn ich wieder etwas freier bin, was meine Freizeit angeht, einfach mal basteln 😉 Danke für den Link, dort werde ich bestellen.
      Deine Erfahrungen sind wirklich sehr fundiert was die Huaraches angeht, das gefällt mir und es imponiert mir, dass Du sie auch im Alltag trägst. Das ist bei mir definitiv nue in der Freizeit möglich, aber mal sehen, wie ich klar komme, wer weiß, als Überzeugungstäter kommt dann doch alles anders, als man denkt 😀

      Salut und noch eine angenehme Woche

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  • midlifecrisis

    Hallo Christian,

    sehr beeindruckend, dein Bericht. Da werde ich direkt ein wenig neidisch auf die Hochgefühle, die du inzwischen mit der neuen alten Form des Laufens erlebst. Vielleicht werde ich das irgendwann auch probieren, aber derzeit sind mir die mittellangen und langen Läufe einfach zu lieb udn wichtig, um eine langsame Umstellung zu wagen. Und das würde dann zweifellos eher eine Sache, die mir nicht gut täte.

    Ich bin gespannt auf deine weiteren Erlebnisse.

    Viele Grüße
    Rainer

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    • DocRunner

      Guten Morgen Rainer,
      ich kann Dich gut verstehen, was die langen Läufe anbetrifft. Das war auch meine Sorge, aber da ich erst einmal 4-5 x die Woche kurze Einheiten unter der Woche gelaufen bin, hatte ich die längeren und langen Läufe am Wochenende uneingeschränkt durchziehen können. Das Beste war aber, dass ich immer unangestrengter auf den langen Läufen unterwegs war als zuvor. Der Spass wurde größer und nicht kleiner 😉

      Salut

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  • Pienznaeschen

    Voller Begeisterung habe ich von Deinen neuen Abenteuern gelesen und bin auf eine gewisse Art fasziniert und begeistert und das was mich wohl am meisten begeistert ist Deine Überzeugung an sich – freut mich einfach. (auch wenn ich Pienznaeschen für mich fest glaube das meine orthopädisch unglücklichen Knochen gerne gestützte Schuhe tragen)

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    • DocRunner

      Meine liebe Julia,
      ich denke, dass wenn Du pro Woche nur eine kurze Barfuß-Einheit in Dein Lauf-Repertoire einbauen würdest, wären Deine orthopädischen Probleme bald verschwunden 😮
      Aber ich sag das auch nur als überzeugter Schuh-Minimalist, ich danke Dir jedoch sehr für die Anerkennung.

      Salut und ganz liebe Grüße

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  • Chris

    Toll, wie du das durchgezogen hast! Ich finde die Idee wirklich gut und machst da nicht nur ein paar Tage „Versuche“, sondern hängst dich richtig rein und willst auch auf die Dauer Veränderungen sehen.
    Dass dir die Alltagsschuhe langsam „zur Last“ fallen, spricht Bände!

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    • DocRunner

      Danke Chris,
      aber genau die Veränderung war mein Ziel und aufgeben ist nicht mein Ding. V.a. gab es nie einen Grund bisher wieder zurück zu den „alten“ Schuhen und zu der vorherigen Art des Laufens. Alltagsschuhe haben mit Bequemlichkeit und Natürlichkeit nun aber auch gar nichts am Hut, deshalb ist es wahrscheinlich inzwischen so, dass ich es kaum erwarten kann, diese rasch abzustreifen.

      Salut

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  • Brigitte

    Lieber Chrisitan!

    Ich lasse mal einfach liebe Grüße hier! Momentan gehts bei mir bisschen stressig zu.

    Pfiat di!

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  • Daniel Kopp

    Mit welchen willst Du die deine alpinen Pläne absolvieren? Traust du dir das zu mit den leichten Modellen. Falls ja würde ich dieses im Vorauf nochmal testen, nicht das deine geplanten Unternehmungen dann am falschen Schuhmodell scheitern.

    Grüße
    Daniel

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    • DocRunner

      Hm, das ist ne gute Frage, allerdings spielt es keine große Rolle, da ich sowohl mit den FiveFingers KSO Trek, als auch mit den Merrel Trail Gloves aufgrund des Sohlenprofils und der Passform keine Bedenken habe, wahrscheinlich werde ich sowieso beide mitnehmen, die Zehenschuhe brauchen nicht viel Platz und wiegen so gut wie nix. Ausgetestet sind alle auf steinigen, harten sowie matschig weichen Trails, sowohl bergauf als auch bergab. Der Welzheimer Wald hat mir am letzten WE und auch heute genügend Lauf-Abwechslung geboten. Der „Ernstfall“ wird die Wahl dann entscheiden 😉

      Salut

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