Ausrüstungs-Test: Minimalist Footwear

Minimalistisches Schuhwerk oder sogenannte Barfuß-Schuhe gibt es inzwischen Viele von den unterschiedlichsten Herstellern, sowohl Firmen, die vorwiegend Outdoor-Schuhe herstellen, so wie Merrell, als auch Laufschuhhersteller, wie z.B. inov-8, sind auf den Hype aufgesprungen, den Born to Run und die FiveFingers bzw. die Huaraches ausgelöst haben. All diese Fuß-Schützer sollen Barfuß-Gefühl vermitteln und dennoch die Fußsohle schützen vor den Gefahren der Straße.

Wer mich und meine Entwicklung kennt, weiß, wie ich mich dem neuen alten Laufgefühl genähert habe. Kurz zusammen  gefasst habe ich als erstes die Schuhe mit starker Dämpfung und großer Sprengung in die Tonne gehauen, dann habe ich über tägliche kurze Läufe bis maximal sechs Kilometer meine Muskulatur an das Barfuß-Laufgefühl gewöhnt. Die Strecken wurden langsam ausgedehnt bis auf Marathondistanz und inzwischen lauf ich auch öfters ganz ohne Schuhe. Dennoch möchte ich hier kurz meinen minimalistischen Schuhpark vorstellen und im Einzelnen die Vor- und Nachteile aus meiner ganz persönlichen Sicht darstellen.

Fazit
Einen Sieger gibt es für mich nicht, jeder Schuh hat seine Berechtigung und je nach Gelände und Laufuntergrund kann der Eine oder Andere punkten. Jedoch eines haben sie alle gemeinsam, sie sind leicht im Vergleich zu den gedämpften und Fersen erhöhten Asics und Co. Leider haben die Schuhe auch den Nachteil, dass sie im Preis den massenhaft verkauften in nichts nachstehen und insbesondere der Manufaktur-Schuh „Nimbletoes“ hinterlässt ein Loch in der Brieftasche. Ich hoffe, dass ich nicht schon bald wieder in Versuchung gerate 😉
Salut
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Über DocRunner

Bin besessen von allem was ich anpacke: Beruf, Familie und natürlich vom Laufen. Besessenheit ist für mich Erholung und Genuss, Gleichgültigkeit bedeutet Stress und Langeweile. Mein Lebensmotto hört sich martialisch an, gründet aber auf täglicher Erfahrung und drückt meinen Wunsch aus: Stirb wenn es Zeit ist. Zeige alle Beiträge von DocRunner

12 responses to “Ausrüstungs-Test: Minimalist Footwear

  • Gerd

    Schön mal deine ganzen „Ballerinas“ auf einen Haufen zu sehen. 😉
    Ich werde demnächst den Minimus testen und schaun wie ich die ungedämpften Schuhe vertrage. Im Augenblick laufe ich ja schon länger ziemlich schwach gedämpfte Schuhe und komme hervorragen damit zurecht. Mals sehen wie´s aussieht wenn´s noch weniger wird.
    Ich habe ja nun einen kompetenten Ansprechpartner wenn ich Fragen habe! 😉

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    • DocRunner

      Da bin ich mal gespannt wie sich der Minimus schlägt, ich hatte ihn kurz an den Füßen und fand ihn nicht so gelungen, aber Dein Bericht wird sehnsüchtig erwartet 😉
      Ob ich kompetent bin, kann ich nicht sagen, aber was Ballerinas angeht habe ich inzwischen einiges an Erfahrung 😉

      Salut aus Österreich

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  • Jope

    Hallo,

    schön, daß es auch mal ein deutschsprachiges Blog gibt, das sich mit dem minimalistischen Laufen beschäftigt.

    Ich selber laufe zur Zeit in Kanuschuhen von Hiko (Modell ‚Softy‘), zusammen mit Einlegesohlen meiner alten Brooks Beast (ja, das sind eine der massivsten „Bewegungskontroll“-Schuhe auf dem Markt; ich bin heilfroh, daß ich diese Zeit hinter mir habe). Leider gibt es die Hiko Softys in der Form nicht mehr, in der ich sie habe. Meine sind vorne breit, die aktuellen haben leider die typische spitze Form wie die anderen Kanu-/Wassersportschuhe. Preis: 20-30 Euro. Und die sind allen anderen Schuhen die ich bisher getestet habe in allen Punkten überlegen, außer in einer Sache: man schwitzt mehr, aber doch deutlich weniger als ich anfangs befürchtet habe (ich laufe darin auch bei über 30 Grad).

    Schuhe die ich bisher probiert habe:
    – Five Fingers (teuer, häßlich, nicht bequemer oder flexibler als meine Kanuschuhe),
    – Merrell Trail Glove (viel zu hart, unbequeme Form für mich),
    – New Balance Minimus (weicher als die Merrells, aber die Form passt wieder nicht; an einer Stelle drückt er auf meinen Fuß),
    – Vivo Barefoot Achilles (das Plastikstück zwischen großer und zweiter Zehe ist katastrophal unbequem; wie man damit laufen kann ist mir ein Rätsel),
    – Vivo Barefoot Evo (den gibts erstens nur in 47, wo er mir nur gerade so passt, und zweitens drückt er bei jedem Schritt auf den Fuß, da sich beim Abwinkeln der Zehen das relativ harte Obermaterial verbiegt und dann nach unten auf den Fuß drückt).

    Auf den Vivo Barefoot Neo in Größe 48 warte ich schon seit Monaten sehnsüchtig, da mir auch hier Größe 47 wieder nur gerade so passt (ohne Innensohle; mit Innensohle passt er gar nicht). Ansonsten wäre er ein toller Schuh, da er im Gegensatz zum Evo weichen Stoff als Obermaterial hat, das nicht auf den Fuß drückt. Der Neo ist der einzige Schuh, der mit Größe 48 auf der Vivo-Barefoot-Seite gelistet ist. Allerdings war er noch nie in der Größe lieferbar, und wird es vielleicht auch nie sein. Den neuen Neo Trail gibt es wieder nur bis Größe 47.

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    • DocRunner

      Hallo Jochen,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht, mir selber geht es ähnlich, sprich, es gibt einfach zu wenig Menschen im deutsprachigen Raum, die sich intensiv mit den minimalistischen Laufschuhe beschäftigen und ihre Erfahrungen auch veröffentlichen, allerdings gibt es immer wieder Lichtblicke, so wie Raramuri z.B.
      Ich komme leider weder mit den Huaraches – da lauf ich lieber gleich barfuss – noch mit Segel- bzw. Kanuschuhen zurecht. Immer drückt etwas, bzw. scheuert das Material an den Fußrändern, ich bevorzuge, wenn auch teuer, die FiveFingers oder minimalistische Schuhe aus einem entsprechend angenehm zu tragenden Material, was auf der Haut keine Irritationen auslöst. Von den VivoBarefot habe ich schon ähnliches gelesen und gehört, was sich mit Deinen Erfahrungen deckt, zu starres und steifes Obermaterial.
      Ich komme mit dem Trail Glove im Gelände – was mein bevorzugtes Laufgebiet ist – sehr gut klar und finde sie direkt genug, etwas besser ist da noch der Speedster von Nimbletoes, allerdings hat er auf schwierigen Untergründen und bei Nässe weniger Bodenhaftung, so dass ich dann auch wieder den Merrell bevorzuge. Mir kommt die Form die Form des Trail Glove sehr entgegen, da ich den vielen Platz im Vorfussbereich gerade bei den minimalistischen Laufschuhen sehr schätze. Der Minimus hat mir schon fast wieder eine zu große Sprengung (4mm), ich hatte das Gefühl, dass mir das zuviel ist, obwohl ich auch Schuhe mit 3 mm trage und sehr zufrieden damit bin, aber irgendwie scheint es bei 4 mm eine Grenze für mich zu geben 😉
      Nochmals vielen Dank für Deine Ausführungen und ich hoffe auf weitere Kommentare aus Deiner Feder, z.B. den Neo Trail betreffend

      Salut
      Christian

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      • Jope

        Hallo nochmal,

        mit Kommentaren zum Neo Trail werde ich leider nicht dienen können, da er ja wie gesagt nur bis Größe 47 erhältlich ist und ich Größe 48 brauche (ich warte auf den normalen Neo, den es angeblich in 48 gibt; langsam zweifle ich allerdings daran).

        Bei Thema „viel Platz im Vorfußbereich“ kann ich nur zustimmen; genau deswegen bin ich ja so enttäuscht, daß es meine Hiko-Kanuschuhe in der Form nicht mehr gibt, wie ich sie habe (vorn schön breit; die neuen sind vorne eher spitz, und das drückt auf meinen kleinen Zeh). Leider konnte ich von den breiten nur zwei Paar ergattern. 😦

        Mit selbstgebastelten Huaraches habe ich auch schon meine – leider schlechten – Erfahrungen gemacht. Wie manche damit laufen können ist mir ein Rätsel; bei mir schlabbern die rum wie wild und bleiben nicht wirklich am Fuß. In den amerikanischen) Foren und Blogs heißt es dann immer, da müsse man eben seinen Laufstil verbessern, aber ich halte das für riesigen Quatsch. Die Dinger bleiben nicht richtig am Fuß aufgrund ihres Designs, Punkt. Vielleicht gibt es ja auch welche, die besser halten, ich hab jedenfalls keine zustande gebracht, und abgesehen davon: Im Winter oder im Gelände kannst Du die bei uns sowieso nicht brauchen. Nein danke, Kapitel abgeschlossen.

        Nachdem ich vor drei Monaten von den Nimbletoes gehört habe, habe ich mir gestern die Speedster bestellt, da es sie jetzt endlich in Größe 13 gibt. Hoffentlich passt mir 13…

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        • DocRunner

          Hallo Jochen,
          bin gespannt auf Deine Meinung zum Speedster, ich find ihn wirklich gut und v.a. das Gefühl beim Laufen ist sehr nah am echten und wirklich nackigen Barfußlaufen, so dass ich inzwischen auch ein anderes Modell im Alltag trage (Townster). Lass von Dir hören, würde mich sehr freuen.

          Salut

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        • Jope

          Kleiner Nachtrag:

          Ich habe gestern Vivo Barefoot nochmals angeschrieben, ob sie die NEOs in Größe 48 herstellen. Antwort: Nein (vor ein paar Monaten war es noch ein Ja). Vivo Barefoot kann ich mir also bis auf weiteres abschminken, bis sie es sich mal anders überlegen.

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        • DocRunner

          Danke für die Info, das Los derer, die auf großem Fuß leben 😉

          Salut

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  • Neue Laufschuhe und Trainingspause | Der Laufblog

    […] davon, dass der Blog echt schön und motivierend ist (tolle Bilder!), findet ihr hier einen super Testbericht über Natural Running Schuhe. Ich habe mich (bis) jetzt für die Nimbletoes Speedster entschieden, die klingen einfach zu gut […]

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  • Neue Laufschuhe und Trainingspause | Der Laufblog

    […] davon, dass der Blog echt schön und motivierend ist (tolle Bilder!), findet ihr hier einen super Testbericht über Natural Running Schuhe. Ich habe mich (bis) jetzt für die Nimbletoes Speedster Barefoot Run Road Glove oder Barefoot […]

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  • Jope

    Nachtrag zu meinen Kommentaren oben:

    Ich habe mir im April 2012 auf gut Glück aus den USA den Altra Samson in Größe 14 bestellt, und siehe da: er passt; ich habe allerdings die Original-Innensohle gegen eine andere ausgetauscht. Für harte Trails (die ich aber ohnehin bisher nicht laufe) wäre der Schuhe aber wohl zu dünn.

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