Ärgernis

Am Wochenende konnte ich endlich wieder stundenlang meine gewohnten Trails belaufen, sie waren fast alle noch da, allerdings wurde einer meiner Lieblingstrails durch Forstarbeiter fast komplett zerstört. Seither war es ein gut versteckter und sehr schmaler Trail, der sich über einen Kilometer sanft den Hang hinauf zog, es gab sogar ein paar steinige und mit kleinen Findlingen gespickte Abschnitte. Der Pfad war oder ist noch ein Teil eines regionalen Wanderweges, der aber nicht sonderlich gut ausgeschildert ist, weshalb er auch nur wenig belaufen wird und auch nur selten – wie die Spuren bisher zeugten – von Mountainbikern befahren wurde. Seit dem letzten Wochenende hat er aber definitiv jedes dieser Attribute verloren. Bereits am Einstieg an einer Forstautobahn zeugten heftige Fahrspuren von schwerem Gerät, die sich aufgrund des feuchten Bodens tief eingegraben haben und den schmalen Single-Trail auf das vier- bis fünffache verbreitert haben.

Das war einmal ein versteckter schmaler Trail

Die umgebende Abholzung macht das Bild noch wüster

Am Hang selbst wurden viele gestandene Bäume abgeholzt und viele Baumstümpfe erzählen von einer vergangenen Pracht. Ich kann es leider nicht nachvollziehen, da die Bäume hier eher weit auseinander standen, ich kann hier nur wirtschaftliche Interessen vermuten. Leider musste hier ein Stück unberührten Waldes weichen und ganz nebenbei wurde auch ein einsamer Pfad und Wanderweg zerstört. Ich bin einfach nur fassungslos ob den Eindrücken 😦

Dennoch konnte ich viele Kilometer auf einsamen Waldwegen laufen und mich grenzenlos entspannen, am Samstag war das Wetter zwar unentschlossen und überwiegend konnte ich unter dicht bewölktem Himmel meine Bahnen ziehen, jedoch begann der Lauf im leichten Nieselregen was mich schon mal heiter gestimmt hatte. Am Sonntag dann am späten Vormittag zeigte sich die Sonne und ich durfte den einen oder anderen Strahl auf meinem Lauf erhaschen. Die Temperaturen schwankten zwischen 5 und 9°C und der kalte Nordostwind drehte während meines Laufs auf Nordwest, was mir nahezu durchgehend Gegenwind bescherte, was im Wald zwar nicht ins Gewicht fiel, aber auf der Höhe dann schon unangenehm war. Aber wenigstens konnte ich auf die bislang unentbehrlichen Handschuhe während des gesamten Laufs verzichten.

Wirkt fast herbstlich…

Der Waldboden ist immer noch übersät vom Herbstlaub, was den nassen und teilweise tückisch matschigen Untergrund zu einem überraschend anspruchsvollen Terrain hat werden lassen. Das erste zaghafte Grün an den Büschen und Bäumen lässt sich langsam blicken, aber man muss schon ganz genau hinschauen, überwiegen tut noch das Graubraun des Winters. Am Sonntag durfte ich dann auch den Abstieg durch die Weinberge mit vielen Spaziergängern teilen und auch die ersten Familienausflügler mit Fahrrädern waren unterwegs. Es scheint, als ob ich mich auf publikumsreiche Läufe in den nächsten Wochen einstellen muss. Jedoch spätestens bei Temperaturen über 25°C und schwül warmer Wetterlage bin ich dann wieder (fast) alleine unterwegs. Ein letztes Ärgernis war dann noch ein Rudel – ca. sechs – Königspudel auf einem eingezäunten Gartengrundstück, die neben mir hersetzten mit lautem Gebell und Geknurre, was per se nicht gefährlich war, aber mir dennoch etwas Unbehagen bereitete und alte Erlebnisse und Ängste wieder hochkommen hat lassen. Schon seltsam, wie einem so etwas zusetzen kann 😎

Endlich etwas wärmer

Genug geärgert, ich geh jetzt laufen….

Salut

Christian

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Über DocRunner

Bin besessen von allem was ich anpacke: Beruf, Familie und natürlich vom Laufen. Besessenheit ist für mich Erholung und Genuss, Gleichgültigkeit bedeutet Stress und Langeweile. Mein Lebensmotto hört sich martialisch an, gründet aber auf täglicher Erfahrung und drückt meinen Wunsch aus: Stirb wenn es Zeit ist. Zeige alle Beiträge von DocRunner

39 responses to “Ärgernis

  • ultraistgut

    Lieber Christian,

    überall das gleiche, dort, wo man früher gut beschützt und bewaldet auf herrlichen Wegen laufen konnte, trifft man jetzt auf das, was dir begegnet ist – auch hier bei uns erlebe ich Ähnliches. Man sagt, dass es notwendig war, die Bäume zu fällen und verspricht – zumindest hier – wieder aufzuforsten.

    Du siehst gut aus, dynamisch, flott, chic – wie immer – und man sieht dir zum Glück den Ärger nicht an – es ist wärmer – ein Hauch von Frühling, macht Spaß, dich zu begleiten, besonders wenn man selbst außer Gefecht ist.

    Sonnige Ostseegrüße von drinnen !! 😎

    Salut, mon cher copain, la vie est belle !!

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    • DocRunner

      Liebe Margitta,

      es gibt Zeiten und Orte wo ich volles Verständnis für Holzfällarbeiten habe, aber wenn dadurch Wege und die Natur an sich so zerstört werden hört mein Verständnis auf. Aufgeforstet wird sicherlich aber das macht den Flurschaden nicht wieder wett. Die tiefen Furchen im Wald werden lange brauchen bis sie verheilt sind 😦
      Vielen Dank für das Kompliment, glücklicherweise heilt das Laufen schnell solche seelischen Wunden und ich kann mich an vielen unverschandelten Kilometern im Wald erholen. Der Frühling hält Hof, hier zumindest und auch Du wirst schon bald wieder an der See unterwegs sein, dann muss Du nicht mehr sehnsüchtig auf meine Laufbilder schielen 😉

      Salut ma chère et bon rétablissement !

      Christian

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  • soulrunner74

    Lieber Christian,
    dieses Leid kenne ich nur zu gut. Immer wieder laufe ich über einst sagenhafte Singletrails die nun nicht mehr existieren. Mir ist das über Jahre schon aufgefallen. Immer zwischen März und Mai geht im Wald der Punk ab und es werden ohne Sinn und Verstand Bäume abgeholzt. Das hat nur reine Wirtschaftliche Interessen.
    Schade einfach nur Schade.

    Liebe Grüße
    Marco

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    • DocRunner

      Lieber Marco,

      wie schon bei Margitta geschrieben, habe ich teilweise Verständnis für die Baumfällarbeiten, nur der damit verbundene Flurschaden und die Zerstörung der Natur will mir nicht in den Kopf, dafür fehlt mir jegliches Verständnis.
      Leider ist es kein Bannwald, sondern ein Wirtschaftswald, teilweise in Privatbesitz, so ist das wirtschaftliche Interesse im Vordergrund 😦

      Salut
      Christian

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  • Jana

    … und die bereits vorhandenen Waldautobahnen werden entweder der Forstwirtschaft oder der Jägerschaft mit Schotter und schwerem Gerät derartig ausgebaut, daß man jeden Moment die Teerkolonne erwartet.

    Du siehst allerorten passiert das Gleiche um später dann in irgendwelchen Natur- oder Klimareports über fehlende Natur, aussterbende Arten, Klimaschutz und Klimabewusstsein zu schwadronieren.

    Und wenn die Folgen der Energiewende ihr volles Ausmaß erreichen, wird’s noch schlimmer … denn irgendwie müssen die vielen Windräder ja in den Wald und der Strom nachher wieder raus. Ist bei uns gerade wie eine Seuche … jede Gemeinde will jetzt ihren eigenen Windpark … aber nicht wegen des Klimas sondern wegen der Dollarzeichen. Da werden dann schonmal ganze Areale mit vorläufigen Genehmigungen abgeholzt, während die eigentliche Baugenehmigung überhaupt noch nicht erteilt ist.

    Kopfschüttelnde und auch liebe Grüße
    Jana

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    • Jana

      … muss natürlich so heißen:
      „der Forstwirtschaft oder der Jägerschaft wegen“

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    • DocRunner

      Liebe Jana,

      leider hast Du Recht, da es sich um einen privat bewirtschafteten Wald handelt, geht es hier mehr um den Rohertrag durch das geschlagene Holz. Auf den Rest des Waldes wird keine Rücksicht genommen. Mir tut es einfach sehr weh, weil ich diese Ecke schon seit Jahrzehnten kenne und seit fast 10 Jahren dort laufend unterwegs bin.
      Die Arbeiten werden auch von Firmen aus Österreich oder Tschechien erledigt, laut den Autokennzeichen, so wird wahrscheinlich Geld gespart und eine Rücksichtnahme auf die Natur ausgeschlossen, schade so etwas…

      Salut
      Christian

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      • Jana Melath

        Lieber Christian,

        bei uns sieht’s im Hessischen Staatsforst genauso aus … die Waldautobahnen, die ausländischen Rückerkolonnen und und und …
        Das grundsätzlich was getan werden muss steht ausser Frage, aber das wo, wieviel und vor allem wie ist oft sehr unschön.

        LG Jana

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        • DocRunner

          Liebe Jana,

          treffender hätte ich es nicht formulieren können, genau das ist auch meine Sichtweise. Aber da es um Profit geht wird immer der einfachste Weg beschritten und der baut nicht auf Rücksichtnahme 😦

          Salut
          Christian

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  • Deichlaeufer

    Lieber Chrisitan,

    mich hätte dieses Ramboverhalten im Wald bestimmt noch mehr betroffen gemacht. Schließlich ist ein schöner Wald für mich etwas seltenes und besonderes.

    Zum Glück ist bei Dir noch so viel mehr an Wald, dass Du Dir Deinen Ärger ablaufen konntest.

    Die vielen Menschen im Wald werden sicher schon weniger, wenn die ersten Frühjahrsluftgenussgelüste abgeklungen sind.

    Lass Dich den Spaß nicht verderben, weder von Waldarbeitern und Menschenmassen noch von Hunden.

    Ich gehe jetzt mal auf Strecke, waldlos, wie fast immer.

    Moin Moin
    Volker

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    • DocRunner

      Lieber Volker,

      der Wald wird hier auch immer dünner oder besser gesagt ausgedünnt, ich habe noch die Wahl, aber wer weiß wie es in ein paar Jahren aussieht 😦 Wald ist hier ein Wirtschaftsgut und deshalb wird geholzt was geht, es macht mich einfach wütend…
      Im Wald ist meistens wenig los, eher die „Anlaufwege“ in den Wald sind voll mit Sonnenhungrigen und Frühlingslufttankenden, aber wie Du schon geschrieben hast, das legt sich in den nächsten Wochen. Was die Hundeproblematik angeht bin ich wahrscheinlich übersensibel geworden, aber ich weiß inzwischen welche Ecken ich meiden muss. Das Rudel Pudel am Sonntag hat mich aber komplett überrascht und aus der Lauf-Trance geweckt 😉

      Der Spass bleibt weiterhin, da kannst Du sicher sein

      Viel Spass auf Strecke

      Salut
      Christian

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  • trailfuechsin

    Ach Christian,
    zur Abholzung sage ich mal nichts. Manches ist uns Laien zwar unverständlich, aber doch berechtigt; manches geschieht tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen, weil es ein Wirtschaftswald ist und manches beruht auf berufliche Unfähigkeit eines Forst bzw. Gemeinde- Sesselpupsers.
    Na, immerhin hast Du schon erstes zaghaftes Grün. Ich bin gestern, ca. 5km von der Haustüre weg noch durch 30cm verharschten Altschnee getapst.
    Es wird aber!
    LG Monika

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    • DocRunner

      Liebe Moni,
      schön von Dir zu lesen. Was die Abholzungen angeht, habe ich noch ein gewisses Verständnis, aber der Flurschaden, der durch das schwere Gerät verursacht wird, ist schon sehr traurig. Das braucht einfach so viel Zeit, bis das wieder verwachsen ist.
      Es wird täglich mehr mit dem Grün hier und das macht Mut und Lust auf mehr, Schnee finde ich hier keinen mehr, sollte ich jetzt sagen leider 😛 Du weißt doch, ich mag ihn, den Winter.

      Salut
      Christian

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  • Anna

    Lieber Christian,

    sehr schade um Dein Lieblingstrail 😦 Die Gründe, warum abgeholzt wird, sind oft nicht nachvollziehbar und allzu oft stecken wohl wirtschaftliche Interessen dahinter. Aber sehe es positiv – jetzt darfst Du einen neuen Trail suchen, die Du auch zu Deinen Lieblingstrails zählen kannst 😉

    Das Laufen ist einfach entspannend, da bin ich voll und ganz Deiner Meinung! 😀

    Hier in den Bergen muss ich mich über publikumsreiche Läufe noch gar keine Sorge machen. Auf der Höhe liegt noch Schnee und bis die Lifte im Sommer wieder aufmachen, sind kaum Menschen auf weg – außer den Jägern, aber die fahren mit dem Auto hoch (finde ich noch schlimmer…)

    Schön hattest du einen entspannenden Lauf, auch wenn Dir zum Schluss das Bellen und Knurren der Hunde noch geärgert hat. Mir geht es ähnlich. Ich hatte zwar (noch) keine unangenehmen Erlebnisse mit Hunde, finde aber trotzdem die Begegnung mit frei laufenden Hunden sehr unangenehm und habe vor allen Hunden sehr viel Respekt, vor allem wenn ich als Läufer unterwegs bin!

    Die roten Schuhe passen super zur Jacke mit dem roten Reißverschluss! Sehr schönes Laufoutfit! und ohne Handschuhe ist doch was Schönes!! 😀

    Liebe Grüße Anna

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    • DocRunner

      Liebe Anna,

      inzwischen ist der Ärger schon etwas verraucht und wie Du geschrieben hast, es werden neue Lieblingstrails gefunden und erlaufen, da bin ich mir ganz sicher, allerdings schmerzt es mich schon etwas um den schönen Abschnitt 😦
      Das Publikum verzieht sich hier auch schon bald wieder, am schlimmsten ist es im Frühling und im Herbst v.a. in den Weinbergen, im Wald gibt es nicht so viele Menschen und das ist auch gut so, bleibt mehr Einsamkeit für mich :mrgreen: In den Bergen wird es dann im Sommer wieder hoch hergehen nehme ich an…
      Mein Verhältnis zu Hunden ist seit dem Angriff im letzten Herbst mehr als gestört und ich reagiere immer noch sehr ängstlich, aber ich merke wie es zunehmend besser wird und ich gehe davon aus, dass es sich mit der Zeit normalisieren wird.
      Danke für das Kompliment, war mir selbst gar nicht aufgefallen 😳

      Salut
      Christian

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  • tridreamteam

    Hallo Christian,
    Na und bei uns fangen sie an, die Waldwege mit Split und Asphalt zu verschönern.
    Ich gehe am Wochenende gleich morgens laufen, da hält sich der Publikumsverkehr in Grenzen. Sonntagmorgen ( Ok es war schon fast 10 Uhr ) habe ich in 90min nur 2 Rehe gesehen. Und du hast Recht, bei über 25 Grad wird es auch wieder einsam. Ist auch gut so.
    Viele Grüße
    Karina

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    • DocRunner

      Hallo Karina,
      willkommen auf meiner Seite!
      Auch hier gibt es Abschnitte im Wald, die sogar asphaltiert sind, was ich immer sehr befremdlich finde. Ansonsten laufe ich fast ausschließlich auf Pfaden im Wald und nur die Anlaufstrecken sind dann gesäumt von Spaziergängern und Gassi-Gehern, ist zu verkraften 😉
      Rehe, Füchse und auch Wildschweine sehe ich hier ständig, das ist der Vorteil im tiefen Wald unterwegs zu sein.

      salut
      Christian

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  • Frank Biermann

    Ist es also nicht nur bei euch so das überall wo man in den Wald hinein läuft von Waldarbeitern „überrascht“ wird die so ziemlich alles kurz und klein schlagen. Bei uns z.B. gibt es auf einer meiner Lieblingsstrecken auf den ersten 2km rechts des Weges kaum noch einen Baum. Jetzt hat man einen ungestörten Blick auf die Straße! 😦
    Und das unangenehme Laufen auf den Spuren des schweren Geräts ziehen einem dann noch zusätzlich die Lust. Von der Verletzungsgefahr mal ganz abgesehen….
    Nachvollziehen kann ich das auch nicht wo der Sinn darin steckt!

    Wenigstens hast du das beste daraus gemacht! 🙂
    Lieben Gruß
    Frank

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    • DocRunner

      Lieber Frank,

      manchmal ist es mehr als verwunderlich welche Blüten die Holzwirtschaft treibt, aber mehr als ärgern kann man sich meist nicht, v.a. wenn es sich wie hier um Privatwald handelt. Im Stadtwald wird etwas sorgsamer vorgegangen, denn sonst muss mit schlechter Publicity gerechnet werden 😉
      Der Flurschaden ist wahrlich das Schlimmste, da muss man sich auf jeden Schritt konzentrieren, nicht gerade erholsam…

      Salut
      Christian

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  • midlifecrisis65

    Solche Harvester-Autobahnen gibt es auch in den Wäldern von Eifle und Hunsrück. Jüngst wurde da ein sehr idyllischer Abschnitt des Eifelsteigs komplett platt gemacht. Klar, innerhalb einiger Jahre sieht es da wieder so aus wie vorher. Ärgerlich und erschreckend ist es dennoch.

    Du hattest trotzdem schöne Läufe, wenn auch die Hunde alte Angst aufleben ließen. Hoffentlich war das nicht zu schlimm.

    Aber was hast Du denn mit den Fotos gemacht. Die wirken ja sehr unwirklich. Ein neues Bildbearbeitungsprogramm?

    Laufe mal in den kommenden Tagen ein par Kilometer für mich mit … 😦

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • DocRunner

      Lieber Rainer,

      auch von dieser Seite nochmals die besten Genesungswünsche (Mail folgt noch)!
      Leider dauert es sehr lange bis die Furchen wieder überwachsen sind und der schmale Pfad ist auf Jahre hinaus zerstört, was mich sehr schmerzt, da er eine tolle Alternative zu den Forstautobahnen dargestellt hat. Die Wut und der Ärger verfliegt, wenn man lange genug unterwegs ist, somit konnte ich noch etwas Erholung und Entspannung finden, trotz des Hunderudels 😉
      Sehr gerne laufe ich für Dich mit, aber in der laufenden Woche gibt es nur zwei Nach-Hause-Läufe von der Praxis in der Dunkelheit, also nichts Aufregendes 😛

      Salut
      Christian

      PS: Im Moment hat es mir die HDR Bearbeitung in Photoshop angetan, ist es arg schlimm?

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      • midlifecrisis65

        Arg schlimm ist relativ. Geschmacksache würde ich eher sagen. Mir persönlich sind die Kontraste etwas zu hart und die Farben aufgerissen. Aber wenn es Dir gefällt, spricht nichts dagegen. 😉

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  • Steve

    Bei uns haben die Waldarbeiter vor kurzem auch zugeschlagen, zwar nicht so extrem wie bei dir, aber deutlich auffälliger als die letzten Jahre (würde ich jetzt mal behaupten).
    Ist ärgerlich, macht aber vielleicht auch etwas sensibel für Trail-Varianten, abseits der Spuren.

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  • Weinbergschnecke

    Lieber Christian,

    mir tut es in der Seele weh, die derart zerstörte Natur zu sehen. „Geld regiert die Welt“ – so ist es leider auch in der Forstwirtschaft. Schonende Einschlag- und Transportmethoden haben einen Preis, der Holz so drastisch verteuern würde, dass es auf dem Markt nicht mehr absetzbar wäre. Von irgendwas müssen die Waldbauern aber leben … 😦

    Lass dir die Lauffreude nicht nachhaltig vermiesen, auch durch wildgewordene Pudelhorden nicht! Es gibt so viele schöne Wege, die du belaufen kannst – gänzlich ohne Spurrillen und Hunde!

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • DocRunner

      Liebe Anne,

      ja, mich schmerzt es auch, aber man ist ziemlich machtlos solchen Machenschaften gegenüber. Ich hatte mich wegen einem ähnlichen Vorfall bereits in der Vergangenheit an das Forstamt gewendet, von dort hieß es dann nur, das es sich um privat bewirtschafteten Wald handelt und deshalb keinerlei Einfluss genommen werden könnte 😮

      Lauffreude wird durch so vieles beeinflusst, aber zum Glück nicht dauerhaft vermiest, ich bleibe dabei und die übrigen 99% sind ja auch herrlich, aber ich kann nicht nur über die guten Dinge schreiben 😉

      Salut
      Christian

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  • Daniel Kopp

    bei uns haben sie teilweise ähnlich umgefetzt. es ist richtig schade wenn schöne alte pfade verschwinden, zumal sie bei usn eh recht selten sind. ich hab sowieso das gefühl, dass diesen winter besonders viel holz geschlagen wurde.

    naja, manchmal sind diese rückegassen auch wieder der beginn neuer trails, so passiert es zumindest bei usn häufiger.

    vgd

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    • DocRunner

      Lieber Daniel,

      das hoffe ich auch, aber es wird sicher Jahre dauern bis hier wieder ein ansprechender Trail „wachsen“ wird. Ich werde mal versuchen parallel eine direkte Trasse zu finden, denn im weiteren Verlauf ist der Pfad noch in Ordnung.
      Es scheint überall die gleiche Malaise zu sein, schade 😦

      Salut
      Christian

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  • Täglichläufer

    Lieber Christian,

    ähnliche Photos habe ich einst auch in „meinem“ Wald aufgenommen, nur mit dem Unterschied, daß ich den Übeltäter noch in Aktion stellte, einen sogenannten „Harvester“. Entsprechend verstehe ich Deinen Unmut sehr gut, ich war damals auch extrem wütend. Und ich kann und will nicht nachvollziehen, aus welchem Grund in diesem Maße „gewütet“ werden muß. Das ist ein trauriges Thema, hier erlebe ich nahezu täglich Baumzerstörungen.

    Wenn ich Deine beiden Ärgernisse so vergleiche, fällt das Resultat klar aus – lieber ein Rudel Pudel als zerstörte Bäume. Ich habe gestern erst wieder Waldsperren errichtet, mein persönlicher (wenn auch vergeblicher) Protest.

    Möge ein Restwald überleben und in Zukunft die Freude beim Laufen obsiegen.

    Alles Gute,

    Marcus

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    • DocRunner

      Lieber Marcus,

      ich bin überzeugt, dass die Mengen die das verursacht haben, mit viel Spaß bei der Sache waren, denn so ein Chaos zu verursachen ist nicht nur als Kollateralschaden zu werten, da gehört etwas Mutwilligkeit dazu. Ja, Wut ist es, was man verspürt, wenn man das Ergebnis sieht.
      Nun ja, das Pudelrudel hat mir schon eine ordentliche Angst eingejagt, wenn auch ein wackliger Zaun dazwischen war, deshalb weiß ich nicht, was ich vorziehen würde. Stell mich nicht auf die Probe 😎

      Ich bin überzeugt, dass der Wald mich und wahrscheinlich auch meine Enkel überleben wird, irgendwann werden die Menschen zur Erkenntnis gelangen, dass Profit nicht das Wichtigste im Leben sein kann, so hoffe ich zumindest.

      Salut

      Christian

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  • SilberLäufer

    Schon wieder die Ösis! Dass meine Landsleute in fremden Gebieten Schaden anrichten ist mehr als bedauerlich! Amüsant finde ich allerdings, dass wir da ähnlich günstig arbeiten dürften, wie die Holzarbeiter aus Tschechien! Dachte immer, dass wir ein höheres Lohnniveau hätten 😉

    Die Problematik, die du hier beschrieben hast kenne ich nur zu gut und es ist dann immer jammerschade jäh von einem vertrauten Waldweg auf eine Waldschneise wechseln zu müssen, der jegliche Romantik fehlt!

    Es ist an dieser Stelle schon geschrieben worden, dein Outfit ist beeindruckend. Hinzu fügen möchte ich noch – auch deine Fotos. So fällt die Zerstörung ein wenig milder aus!

    Liebe Grüße aus Kärnten – Reinhard

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    • DocRunner

      Lieber Reinhard,

      es soll kein Generalverdacht entstehen, nur die Maschinen hatten Kennzeichen aus Österreich (Zell am See) und die Mannschaftswagen aus Tschechien. Wahrscheinlich stammen nur die Arbeiter aus Tschechien und die Maschinen aus Österreich, so vermute ich. Das würde auch das Lohngefüge erklären 😉

      Leider ist es fast überall ein Problem und die Sinnhaftigkeit der Naturzerstörung entzieht sich meinem schmalen Blickwinkel 😛

      Danke, das Outfit ist einfach zweckmäßig und die Laufhose hat schon vier Jahre auf dem Buckel, aber ich liebe sie. Was die Verfremdung der Bilder angeht gibt es verschiedene Meinungen, mir gefällt es 🙂

      Salut
      Christian

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  • Bianca

    Hallo Christian,
    es ist doch überall das gleiche Bild! Es wird gerodet, was das Zeug hergibt. Ich ärgere mich in diesen Tagen auch oft darüber und frage mich, ob das wirklich von Nöten ist, so einen Kahlschlag zu betreiben. 😦
    Viele Grüße aus dem Weserbergland
    Bianca

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    • DocRunner

      Hallo Bianca und willkommen,
      ich denke, dass wir es wahrscheinlich gar nicht verstehen können, da es beim Holzeinschlag ja nicht um Rodung zur Landgewinnung geht, sondern fast immer um einen wirtschaftlichen Profit, Holz ist ein teures Handelsgut und Energieressource. Mich wurmt mehr die Zerstörung der Natur durch die Art wie der Holzeinschlag von Statten geht 😦

      Salut
      Christian

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  • Brigitte

    Guten Abend mein lieber Christian!

    Dass du bei so einem Anblick verärgert bist, kann ich sehr sehr gut verstehen. Es passt aber in das Bild der jetzigen Zeit. Es wird überall nur zerstört und runiert, egel in welchen Bereichen. Irgendwann fällt dann der letzte Baum – bildlich gesprochen und dann gucken wir oder unsere Nachfahren dumm aus der Wäsche.

    Verzeih mir bitte jetzt schon, aber ein bisschen musste ich schmunzeln wegen der Königspudel. Dass dich das damalige Erlebnis noch lange begleiten wird kann ich sehr gut verstehen. Sowas steckt man einfach nicht weg. Geht mir immer noch so, wegen der Einbrüche in mein Haus. Das hinterlässt Spuren. Noch immer muß ich zu Hause sein, bevor es dunkel wird… geht leider nicht immer. Doch die Angst sitzt immer noch im Nacken.

    Hab eine schöne Woche
    Pfiat di
    Brigitte

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    • DocRunner

      Liebe Brigitte,

      es macht mich einfach traurig und auch wütend, wenn ich mit ansehen muss, dass wegen ein paar Metern Holz ein schönes Stück Wald zerstört wird durch den Einsatz von schwerem Gerät. Das das Holz ein Wirtschaftsgut ist kann ich nachvollziehen, aber warum muss ohne Rücksicht auf die Vegetation und die Umgebung zerstörerisch vorgegangen werden?

      Naja, die Sache mit dem Hundeangriff/-biss wird noch lange an mir nagen, ich bemerke das nicht nur beim Laufen, sondern auch im Alltag. Ist sicher vergleichbar mit Deinen Ängsten nach dem Einbruch. Ich hoffe wir schaffen es irgendwann mal die Angst abzuschütteln 😉

      Salut

      Christian

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