Mondfinsternis und Nibelungensteig

Die Woche begann mit einer Mondfinsternis, die mich richtig mitgenommen hat. Alleine in der Natur zu stehen, den Kopf im Nacken und das Schauspiel in der Einsamkeit am höchsten Punkt unserer Gemeinde zu genießen, um mich die nächtlichen Geräusche, teilweise fremd, aber nicht beängstigend. In der Ferne Hundegebell und die ersten Werktätigen die ihre Fahrzeuge Richtung Moloch der Stadt bewegen. Es war einfach ein grandioses Schauspiel.

Super-Blutmond, Mondfinsternis 28.09.2015

Super-Blutmond, Mondfinsternis 28.09.2015

Ab Mittwoch stand dann die lang geplante Wanderung auf dem Nibelungensteig mit Gerd und Stephan an. Wanderung, hört sich niedlich an, da muss sich keiner anstrengen, fast wie Kindergeburtstag. Na ja, Spaß hatten wir deutlich mehr als auf einem Kindergeburtstag, aber das mit wenig Anstrengung, hat nicht ganz hingehauen. Denn irgendwas in diesem Wort „Nibelungensteig“ lässt schon auf ein anspruchsvolles Terrain schließen. Immerhin war die Gesamtstrecke von knapp 140 km in 3,5 Tagen zurückzulegen.

Tag 1

Am 30.09. fuhren wir am frühen Morgen mit dem Zug von Darmstadt nach Zwingenberg, dem Startpunkt des Nibelungensteigs und trafen uns mit dem mir bis dahin unbekannten Mitwanderer Stephan, der sich, wie nicht anders zu erwarten für einen Läufer, als furchtbar netter Mensch herausstellte.

Der Pfeil muss eigentlich nach oben zeigen, zum Melibokus

Der Pfeil muss eigentlich nach oben zeigen, zum Melibokus

Start-Gruppenselfie

Start-Gruppenselfie

Also machten wir uns mit frischen und ausgeruhten Beinen auf zum ersten von ungezählten noch kommenden Anstiegen. Bereits nach 75 Minuten waren die ersten 400 Höhenmeter im Sack und wir genossen den Ausblick. Die nächsten Tage sollten noch viele Anstiege folgen…

Blick vom Melibokus nach Westen

Blick vom Melibokus nach Westen

Nach einem kurzen Abstieg folgte der nächste Berg, der Felsberg mit Ohlyturm und einem afrikanischen Restaurant (sic!).

Ohlyturm auf dem Rücken des Felsberg

Ohlyturm auf dem Rücken des Felsberg

Anschließend folgte das Reichenbach Felsenmeer, was beeindruckend ist, da es aussieht, wie wenn es jemand künstlich da hin drapiert hätte.

Reichenbacher Felsenmeer

Reichenbacher Felsenmeer

Witzigerweise erstarben die Gespräche fast nie, Gerd sollte am Ende das Fazit ziehen, dass wir bei einer Gehzeit von 30 Stunden, fast 28 Stunden eine Unterhaltung geführt haben. Ja, man lernt seine Mitwanderer sehr gut kennen auf so einer Tour. Eine lang gezogene profilierte Steigung führte um die Mittagszeit über 8 Kilometer bis knapp unter die Spitze des Krehberg (575m) und auf der anderen Seite wieder steil hinab. Der Untergrund wechselte sich ab zwischen Asphalt, Forstweg und Trail, was insgesamt sehr angenehm ist. Der nächste Anstieg wartete bei Kilometer 27 mit einer extrem steilen Rampe vor dem Örtchen Lindenfels auf. So langsam wurde es anstrengend und die ersten Schweißtropfen rannen über den Rücken. Habe ich schon erwähnt, dass wir durchgehend blauen Himmel und böigen Wind hatten? Also optimales Wanderwetter. Aber noch standen fast 14 km profiliertes Gelände mit zwei Hügeln an, bis wir unser Etappenziel erreichen sollten. Die Aussichten, die sich uns boten lenkten aber immer wieder von der Anstrengung ab und wie bereits geschrieben hatten wir noch Gesprächsstoff für viele Stunden parat. Gerd und Stephan bekamen eine Schnellbleiche in Medizin, insbesondere in muskulären und neurogenen Störungen (Insider: Scapula alata) und Psychiatrie (Insider: Ritzer), und ich weiß durch die Schilderungen der Zwei fast alles, was es über den Bau von Schulen zu wissen gibt 😉 Nach den letzten nennenswerten Höhenmetern zur Walburgis Kapelle wurden die Gespräche weniger und als wir uns auf den Weg hinab ins Tal machten, verabschiedete sich auch die Sonne und die Dämmerung setzte ein.

Abenddämmerung beginnt

Abenddämmerung beginnt

Im Hotel in Grasellenbach schnell den Rucksack ins Zimmer und zum Abendessen ins beste Restaurant am Platze, obwohl sich der Hunger in Grenzen hielt und die Portionen unverschämt groß waren. Ungewöhnlich war allerdings, dass uns der Kellner geduzt hat, aber wir sahen wahrscheinlich aus, wie wenn wir nichts anderes gewöhnt seien :mrgreen: Hier der Link zur ersten Etappe, bereinigt waren es aber nur knapp 42 Kilometer.

Tag 2

Nach einer erholsamen Nacht nahmen wir die 2. Etappe in Angriff, die doch deutlich kürzer ausfallen sollte. Schon nach kurzem Fußmarsch erreichten wir den Siegfriedbrunnen, hier soll Hagen Siegfried gemeuchelt haben, was allerdings noch 6 andere „Siegfriedbrunnen“ für sich in Anspruch nehmen.

Der

Der „Siegfriedbrunnen“

Über den Spessartkopf (548m) ging es stetig hinab bis nach Güttersbach und Hüttenthal, die Beine wurden wieder locker, die Kilometer und Höhenmeter vom Vortag verloren sich aus dem Kopf und v.a. den Muskeln. Am Marbach Stausee folgte um die Mittagszeit nach 3,5 Stunden Gehzeit unsere Brotzeit. Wurst hatte Gerd kiloweise im Rucksack, Brot mussten wir eher rationieren. Auch Energieriegel waren ausreichend vorhanden 😉

Marbach Stausee um die Mittagszeit

Marbach Stausee um die Mittagszeit

Himbächel Viadukt

Himbächel Viadukt

Vorbei am Himbächel Viadukt folgte der langgezogene Anstieg nach Bullau, wo unser heutiges Nachtdomizil uns erwartete, später mehr 🙂 Vorher führte uns der Weg noch durchs Ebersberger Felsenmeer, welches nicht so künstlich und phantastisch wirkt wie in Reichenbach, aber mehr einen mystischen Eindruck erweckt. Kurze Kletterpartie eingeschlossen. Kurz vor dem Ziel wurden wir dann noch von einem etwas wirr aussehenden Hund mitten im Wald überrascht. Mir war das Herz komplett in die Hose gerutscht.

Ebersberger Felsenmeer

Ebersberger Felsenmeer

Nach knapp 30 Kilometer erreichten wir unser Etappenziel, eine absolut skurrile Pension mit einer lautstarken Wirtin, die Zimmer wurden seit den 70ern nicht mehr verändert. Dennoch, es hatte schon was von „Bates Motel“ :mrgreen: Aber auch hier wurden Portionen zum Abendessen gereicht, die mehr als reichlich waren. Das Treppen gehen fiel uns am Abend dann doch schon etwas schwerer nach knapp 30 Kilometern und über 800 Höhenmetern, hier der Link zum Track.

Tag 3

Die Nacht war so unruhig, wie die Wirtin laut war und so konnte ich die Morgendämmerung beobachten mit etwas steifen Beinen, v.a. die Waden und insbesondere der M.soleus fühlten sich verspannt an und sendeten Schmerzsignale an mein Hirn, einfach ignorieren.

Morgendämmerung, nicht aus Peer Gynt ;-)

Morgendämmerung, nicht aus Peer Gynt 😉

Ein reichhaltiges Frühstück sollte uns dann auf die dritte Etappe schicken, die uns schicksalhaft die Pläne durchkreuzt hat. Da wir unsere Unterkunft abseits des Steigs bezogen hatten, mussten wir nun geschickt durch den Wald wieder auf unsere Route kommen, was einen wunderbaren off-trail Downhill zur Folge hatte, eine Abkürzung war es definitiv nicht. Auf den ersten 9 Kilometern kämpfte ich mit den Schmerzen in der Wadenmuskulatur, die restlichen Kilometer lief ich dann mit dem Kopf 🙂 Zum Glück waren Gerd und Stephan immer noch sehr gut drauf und für Ablenkung und viele Lacher war gesorgt, v.a. die Vorstellung, dass Stephan zwei Tage später an einem Tanzkurs teilnehmen sollte, führte immer wieder zu einem Grinsen auf unseren Gesichtern. Der nächste Anstieg nach Hesselbach war zwar steil, aber noch zivil, allerdings ahnten wir nicht, was uns heute noch bevorstand.

Perfekter Anstieg :-)

Perfekter Anstieg 🙂

Am Dreiländerstein mitten im Wald ist es möglich kurz von Hessen nach Bayern und über Baden-Württemberg wieder zurück zu gehen, Zeit für ein Gruppenselfie.

Und sie können noch Lächeln!

Und sie können noch Lächeln!

So langsam wanderte mein Schmerz aus den Waden nach vorne zum Schienbein, v.a. bergab, und in der Folge in die Oberschenkel. Der Rucksack zog an den Schultern und schmerzte am Rücken, wieder mal zuviel eingepackt. Erstmals stießen wir auf eine männliche Wandergruppe, die uns nach dem Weg fragten und kurze Zeit hinter uns her schritten. Allerdings müssen die Herren dann eine Abkürzung genommen haben, denn sie waren vor uns am Fuße des nächsten Hügels und haben Flaschen mit „Äppelwoi“ kreisen lassen. Wir haben uns nichts anmerken lassen, im Tribünenschritt stoben wir die Höhe hinauf und ließen die „Sonntagswanderer“ hinter uns 😉 Danach wurde es hart, 250 Höhenmeter steil bergan nach Preunschen, hier war es für mich nur noch möglich im gleichmäßigen Rhythmus hoch zu gehen und alles andere auszublenden, denn die Steigung nahm kein Ende. So langsam wurde auch mein Wasser knapp, was mich doch auch beunruhigte. Nach einem schönen und schmerzhaften Abstieg an der Burg Wildenberg vorbei, schienen die letzten Körner aufgebraucht.

Burg Wildenberg

Burg Wildenberg

Noch ca. 12 Kilometer bis zum Tagesziel, wir wollten bei Tageslicht dort ankommen, also weiter mit Elan und dem inzwischen nicht mehr zu verdrängendem Motto: Schmerzen sind geil. Nein ganz so heroisch war es nicht, aber der folgende letzte Aufstieg von 200 Höhenmeter stand dem letzten an Steilheit in nichts nach, so dass meine Kraftreserven langsam schwanden. Nur noch gleichmäßig einen Fuß vor den anderen setzen bis ich endlich den Himmel durch die Bäume sah. Hier war dann Kilometer 100 erreicht, meine Wasservorräte waren auf noch zwei Schluck zusammengeschrumpft und an den verebbenden Unterhaltungen konnte ich nicht mehr teilnehmen.

Sö ähnlich habe ich mich gefühlt, einsam und dem Wind ausgesetzt

So ähnlich habe ich mich gefühlt, einsam und dem Wind ausgesetzt

Gerd versuchte mich aufzuheitern, aber ich lief auf absoluter Sparflamme, der Geist dirigierte mein Vorwärtskommen und ich durfte auf keinen Fall mehr stehen bleiben. Zum Trotz haben wir noch eine Abzweigung verpasst und ein paar 100 Meter verlängert. Egal, irgendwann tauchte in der Ferne Amorbach auf und dann sah ich eine Tankstelle, die wir so gleich stürmten, um uns mit Getränken einzudecken. Die physische und mentale Kraft kehrte langsam mit dem Grad der Hydrierung wieder zurück und wir machten uns auf zum Bahnhof, wo unser heutiges Nachtdomizil auf uns wartete. Knapp 40 Kilometer und 1000 Höhenmeter haben mir gezeigt wie schwierig so eine 3. Etappe sein kann. Link zur 3. Etappe.

Schlafwagen-Hotel, geile Idee...

Schlafwagen-Hotel, geile Idee…

Umdrehen unmöglich ;-)

…Umdrehen unmöglich 😉

Nachdem wir zur Pizzeria gehumpelt sind und nach einer heißen Dusche sah die Welt dann endgültig besser aus, aber leider nicht mehr rosig. Am nächsten Morgen entschlossen wir uns, es gut sein zu lassen. Wir haben einen Grund wieder zu kommen, um den gesamten Nibelungensteig zu bezwingen. Und jeder, der sagt, eine Wanderung könne nicht anstrengend sein, darf sich gerne anschließen. Laut meiner Fenix3 waren es 113 Kilometer und über 3700 Höhenmeter in 3 Tagen. 26 Kilometer, die Schlußetappe, heben wir uns auf für den nächsten Versuch, wir kommen wieder.

Ich möchte mich nochmals bei Stephan und Gerd bedanken, fürs Mitnehmen und für die wirklich tollen und lustigen Tage im Odenwald. Auch wenn sich der Bericht teilweise nach Qual anhört, war es zu 90% eine Erholung und die 10% Quälerei gehören einfach dazu. Ein ganz herzlicher Dank gehört Gerd und seiner Familie, die mir ein Nachtlager mit vielen tollen Gesprächen zur Verfügung gestellt haben. Mein Kopf ist frei gewesen und ich habe wieder etwas über meinen Körper gelernt. Das Treppen gehen fällt noch etwas schwer, aber ansonsten sind keine nennenswerten Schäden entstanden. Der werte Leser möge mir verzeihen, dass der Beitrag etwas länger geworden ist, aber es waren 3 Tage und ich habe vieles nicht erwähnt 🙂

Salut

Christian

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Über DocRunner

Bin besessen von allem was ich anpacke: Beruf, Familie und natürlich vom Laufen. Besessenheit ist für mich Erholung und Genuss, Gleichgültigkeit bedeutet Stress und Langeweile. Mein Lebensmotto hört sich martialisch an, gründet aber auf täglicher Erfahrung und drückt meinen Wunsch aus: Stirb wenn es Zeit ist. Zeige alle Beiträge von DocRunner

40 responses to “Mondfinsternis und Nibelungensteig

  • ultraistgut

    Lieber Christian, war schon ganz gespannt auf deinen Bericht, wie es dir/euch ergangen ist, bin auch nicht überrascht über das, was ich dann lese, denn lange Kanten gehen nun mal nicht einfach so ohne Probleme und Schmerzen vonstatten, das habe ich oft genug am eigenen Leib erlebt, trotz allem, man lernt daraus und macht man es dann immer wieder, und wie du sagst, man lernt erneut etwas über seinen Körper, und das finde ich gut, alles hat seinen Sinn !!

    Schöne Herausforderung, zum Glück spielte das Wetter auch noch mit.

    Ganz liebe sonnige Ostseegrüße pour toi, mon cher ! 😎

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    • DocRunner

      Liebe Margitta,
      dass es kein Kinderspiel wird, war uns allen klar, aber das Auf und Ab hatten wir etwas unterschätzt. Obwohl ich es gewohnt bin, haben mich die Etappen schon an die Grenze gebracht, v.a. die Dritte. Aber wie geschrieben, man lernt seinen Körper kennen, wie der Geist den Körper noch zwingen kann und das war in diesem Maße neu für mich. Vielleicht sind gerade solche auf mehrere Etappen angelegte Herausforderungen eher mein Ding, wer weiß?
      Das Wetter war perfekt zum wandern, auch wenn ich den Regen liebe, wäre er in der vergangenen Woche fehl am Platze gewesen 😎

      Salut ma chère
      Christian

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  • Weinbergschnecke

    Auweia, lieber Christian, das tat weh, wenn man deinen Bericht so liest. Auch wenn’s natürlich zugleich (und überwiegend) ein tolles Gemeinschaftserlebnis war und nach Wiederholung bzw. Vervollständigung ruft.

    Vielleicht ist die Bewegung beim Gehen bzw. Wandern einfach eine zu ungewohnte Belastung für dein Muskulatur, dazu noch die insgesamt doch nicht so hohen Trainingsumfänge in diesem Jahr … Wie auch immer, du hast das Abenteuer überstanden, hoffentlich ohne nachhaltige Probleme. Wie war noch dieser martialische Spruch?: Der Schmerz geht – der Stolz bleibt. Und die Freude über das Erlebte natürlich auch.

    Willkommen zurück!

    Anne

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    • DocRunner

      Liebe Anne,
      der Schmerz ist definitiv sekundär und schon fast ins Reich des Vergessens eingekehrt. Die Gespräche, die Natur und das gemeinsame Tun sind geblieben. Ob ein so großer Unterschied für die Muskulatur besteht zwischen Laufen und strammem Wandern weiß ich nicht. Die Belastung ist auf jeden Fall ähnlich und wahrscheinlich waren die überwiegend kürzeren Läufe in 2015 nicht förderlich für die Vorbereitung, mal sehen, wie es im kommenden Jahr aussieht.

      Salut

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  • Gerd (diro1962)

    Hi Christian,
    mein Bericht muss noch ein paar Tage warten. Ich freue mich einfach immer noch über die letzten Tage und die Gewissheit das mein Knie wieder belastbar ist. Das Danke gebe ich gerne zurück.
    Ich habe schon ein paar coole Ideen für den nächsten Herbst! 😉
    Das schreit einfach nach Wiederholung!

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    • DocRunner

      Hallo Gerd,
      ich freu mich auf Deinen Bericht und umso mehr darüber, dass Dein Knie gehalten hat. Hatte schon etwas Angst, dass Du Probleme bekommst.
      Auf die Ideen für den nächsten Herbst freue ich mich schon und bin gespannt.
      Erhol Dich gut!

      Salut

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  • regenfrau

    Lieber Christian,
    wow, was für ein Erlebnis! 😀
    Da habt ihr ja eine wunderschöne Runde absolviert (oder eben noch nicht ganz absolviert), aber für mich hören sich diese 3 Tage mit ihren über 110km und tausenden und abertausenden von Höhenmetern absolut ausreichend an!
    Schön, dass die Gesellschaft so angenehm, die Essens-Portionen so ausreichend und die letzte Tankstelle doch noch rechtzeitig da waren! 🙂

    Ich wünsche dir und deinen Beinen gute Regeneration!

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    • DocRunner

      Liebe Doris,
      es hat fast alles gepasst, wobei beim Wandern Etappen bis 30 oder 35 km eigentlich ausreichend sind, darüber wird es dann unangenehm und wenn dann noch die Dunkelheit droht, verliert sich der Spaß 😉
      Die Regeneration ist schon fast durch, ich fühl mich wohl und nur der eine oder andere Muskel wollen noch nicht ganz so, wie ich 😉

      Salut

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  • Anna

    Lieber Christian,

    Dein wunderschönes Bild vom Blutmond habe ich im Facebook schon bewundert. Das war bestimmt ein besonderes Erlebnis!

    Euer Wanderabenteuer hört sich einfach herrlich an, auch wenn es nicht ganz ohne Schmerzen ging! Strahlendes Wetter, guter Gesellschaft, herrliche Ausblicke, schöner Natur, gutes Essen – was wünscht man sich noch mehr…? Die schmerzenden Beine und der Wassermangel hätten natürlich nicht sein müssen, aber 90 % Erholung, das hört sich sehr gut an!! 🙂

    Vielen Dank fürs mitnehmen!!

    Liebe Grüße Anna

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    • DocRunner

      Liebe Anna,
      die Woche hat mit einer schlaflosen Nacht, dafür aber mit der Mondfinsternis begonnen. Die Wanderung hat das ganze dann noch getoppt. Die Schmerzen gehören bei einer solchen Tour wahrscheinlich dazu und was Schlimmes scheint nicht passiert zu sein. Der Durst am Ende der 3.Etappe war schlimmer und hat mich gelehrt in Zukunft für mehr Reserven zu sorgen.

      Salut

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  • midLAUFcrisis

    Lieber Christian,

    auch ich war sehr gespannt auf Deinen Bericht. Ganz schon monströs, diese Strecke in drei Tagen. Aber die Fotos zeigen natürliche herrliche Eindrücke von der Natur. 🙂

    Als ich vor einigen Wochen sechs Stunden gewandert bin, hatte ich am folgenden Tag tierische Rückenschmerzen. Ich weiß nicht, wie es mir nach drei Tagen ergangen wäre.

    Aber in jedem Fall war genug Zeit und Abwechslung da, um den Kopf freizubekommen.

    Eine tolle Sache. Und ohne Überwindung wäre es dann vielleicht doch einen Tick langweilig geworden 😉

    Erhole Dich gut!

    Lieber Grüße
    Rainer 😎

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    • DocRunner

      Lieber Rainer,
      naja, monströs eher nicht, sagen wir anspruchsvoll, allerdings haben wir uns häufiger gefragt, wie die Strecke von ungeübten Wanderern gemeistert werden soll.
      Die Rückenschmerzen kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Rucksack und der doch etwas anderen Bewegung beim Wandern.
      Ja, die Psyche erholt sich am Schnellsten und wenn man auf einer Etappe auch beissen muss ist kurz danach alles vergessen. Langeweile gab es definitiv nicht, warum auch immer 🙂

      Salut

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  • Bianca

    Lieber Christian,
    danke für’s Mitnehmen. Auch ich habe schon gespannt auf Deinen Bericht gewartet. Wahnsinn, was Ihr da erwandert habt. Mich hättet Ihr wohl nach dem ersten Tag zurücklassen müssen, oder schon viel eher. Irre!
    Schön, dass alles gepasst hat zwischen Euch. Es ist immerwieder erstaunlich, zu lesen, wie die Chemie stimmt, obwohl man sich nur virtuell kennt. Klasse!
    Nun erhol‘ Dich gut.
    Liebe Grüße
    Bianca

    Gefällt 1 Person

    • DocRunner

      Liebe Bianca,
      wir wussten ungefähr was auf uns zukommt, die anderen Beiden besser als ich, da sie schon einmal die Etappen erlaufen hatten. Aber untrainiert hätte ich es nicht gepackt, dazu ist das Profil zu anspruchsvoll.
      Gerd kenne ich virtuell schon seit 7 oder 8 Jahren und wir waren uns auch schon real begegnet und mit Stephan gab es keine Berührungsängste, von daher, alles Top.

      Salut

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  • nido00

    Lieber Christian,

    also wie ihr die Wanderung so angekündigt hattet, dachte ich keinesfalls dass es leicht werden würde. Umso erstaunlicher habt ihr euch geschlagen und dann auch noch 28 Stunden Gespräche. Das mach ich euch nicht nach.
    Und trotzdem habt ihr euch auch erholt und viele Eindrücke mitgebracht. Es macht gar nichts dass der Bericht lang ist, er ist interessant zu lesen und macht auch mal wieder Lust auf eine längere Wanderung.
    Den Blutmond hast du gut erwischt. Bei uns waren leider nur Wolken am Himmel zu sehen.

    Liebe Grüße!

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    • DocRunner

      Liebe Roni,
      die Wanderung war anspruchsvoll, aber noch zu packen, etwas kürzere Etappen hätten geholfen, allerdings war unser Zeitbudget etwas knapp, so dass es auch, wenn nicht vollständig, hingehauen hat 😉
      Es freut mich, dass es Dir nicht zu lang zum Lesen gewesen ist.

      Die Mondfinsternis war wirklich ein beeindruckendes Schauspiel, vielleicht hast Du beim nächsten Mal eine bessere Sicht.

      Salut

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  • Blumenmond

    Lieber Christian,

    autsch, da tun mir glatt die Beine beim Lesen weh. Ich hoffe, es geht zwischenzeitlich wieder etwas besser. Aber Hauptsache, der Kopf war frei. Ich finde ja, dass das mächtig viele Kilometer für 3 Tage sind. Auch wenn Ihr trainierte Läufer seid – Respekt.

    Aber für den Geist gibt es wohl nichts Besseres, als eine solche Wanderung und solche Gespräche.

    Gruß
    Anja

    Gefällt 1 Person

    • DocRunner

      Liebe Anja,
      bis auf den einen oder anderen Muskel, der noch muckt ist alles wieder gut, allerdings werde ich mit dem ersten Lauf noch 2-3 Tage warten.
      Das Mentale war schon erstaunlich und ich habe trotz der vielen Gespräche, den Kopf immer frei gehabt und das war wunderbar.

      Salut

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  • Helge Orlt

    Ha, 3 Männer und eine Redezeit von 28 Stunden bei 30 Stunden Wandern? Und mir wirft man immer vor, ich würde viel zu viel quatschen wenn ich unterwegs bin. Mit euch hätte ich ja nicht mal mithalten können 😆
    Ich finde ja schon ganz schön irre was ihr euch da so zumutet, aber ich kann es voll gut nachvollziehen. Die Freude an Bewegung und Natur und Herausforderung, trotz das einem alles weh tut.
    Landschaftlich war das sicherlich ein richtiger Augenschmaus, alleine das schon, was die Bilder zeigen.
    Schöne Tour! Toller Bericht 🙂
    Ja, und es ist mal wieder bewiesen, das auch Männer ganz viel reden können 😀
    Liebe Grüße
    Helge

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    • DocRunner

      Liebe Helge,
      auch Männer können viel reden und v.a. wenn sie gemeinsam auf Feld und Flur unterwegs sind. Ohne diese Gespräche wäre die Wanderung nur halb so schön gewesen und der Spaß wäre zu kurz gekommen, wir waren ja auf keiner Wallfahrt 😉
      Der NS ist wirklich ein prima Wanderweg, toll ausgeschildert (wir haben uns dennoch viele Male verfranzt) und führt durch eine herrliche Region mitten in Deutschland.
      Die Schmerzen sind sekundär (v.a. im Nachhinein) und es überwiegt ein gutes Gefühl.

      Salut

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  • Markus

    Uii, was für ein schöner Wanderweg. Kannte ich noch garnicht. Aber es gibt bestimmt noch eine Menge unbekannter Schätze in Deutschland 🙂

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  • Jana

    Da sieht man doch, dass Laufen und Wandern nicht vergleichbar, gleichwohl aber ebenso anstrengend sind.

    Die Hauptsache ihr hattet Spaß, habt jede Menge geschafft und der kleine Rest: geschenkt oder eben verschoben. Aber 28 Stunden Redezeit? Kaum vorstellbar für mich, bin ich doch eher schweigsam unterwegs. Bei soviel Quatscherei sind fehlende Getränke ja gleich doppelte Qual 😉

    Apropos Siegfriedbrunnen, bei dem im Hunsrück komme ich im Frühjahr beim SH-Supertrail immer laufender Weise vorbei.

    Liebe Grüße und vor allem schnelle Erholung den Beinen …

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    • DocRunner

      Danke, Jana,
      die Erholung ist schon fast wieder komplett, zum Glück 😉
      Wandern und Laufen sind 2 Paar Stiefel, aber wie bei allem kann das eine oder andere sehr anstrengend sein, es kommt wohl immer auf die Dosis drauf an.
      Ich war sehr froh über die Gespräche, so lernt man seine Mitwanderer in kurzer Zeit besser kennen. Natürlich ist es auch nett schweigsam unterwegs zu sein, allerdings hat man dann definitiv nicht so viel zu lachen.

      Salut

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  • Deichlaeufer

    Lieber Christian,

    wie Ihr habt das Ding nicht durchgezogen? Jetzt bin ich aber enttäuscht :mrgreen:

    Nein, im Ernst: Ein tolle Sache! Und das Ihr in 30 Stunden 28 Stunden quatschen könnt zeugt nur davon, dass da die Richtigen unterwegs waren.Ob mir das schon zuviel Unterhaltung geworden wäre? 🙄

    Super auch, dass Gerds Knie gehalten hat. Davor hatte ich im Vorfeld die meisten Bedenken.

    Gute Regeneration weiterhin!

    Moin Moin
    Volker

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    • DocRunner

      Lieber Volker,
      Du bist der Erste, der für die nächste Tour auf der Liste steht, die wird dann aber härter :mrgreen:
      Die Gespräche waren durchweg gut, wenn auch teilweise eher komisch für Aussenstehende. Aber das Gequatsche hat über das eine oder andere Tief hinweg geholfen, so dass ich kein Wort davon missen wollte.
      Ja, Gerds Knie war so eine Vulnerabilität, die mich auch beschäftigt hat, aber er kennt seinen Körper und hatte zu keinem Zeitpunkt dort Beschwerden, was wahrscheinlich das einzige Körperteil war, was nicht gemuckt hat 🙂

      Merci

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  • joggerin

    Das war aber eine heftige Wanderung dazu noch diese Aufs und Abs. War sicher nicht einfach. Hat aber bestimmt Spaß gemacht. Sowas würde mir auch gefallen. Tolle Sache.
    Vielen Dank auch für die wiedermal sehr schönen Fotos.
    Lieben Gruß
    Kornelia

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  • Steve

    Wow, klingt nach einer Menge Spaß und einer ziemlichen genialen Tour.
    Auch wenn es mit dem letzten Stück nicht geklappt hat; es läuft sicher nicht ergibt so bleiben auch noch ein paar Projekte für die nächsten Ausflüge.

    Und jetzt habe ich Lust auf Äppelwoi! 😉

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    • DocRunner

      Spass hatten wir massenweise 🙂
      Die letzte Etappe wäre wahrscheinlich nur noch Qual gewesen und da wir alle Drei dieser Meinung waren, war es vernünftig, diese nicht anzugehen. Eine zweite Chance bekommt der Steig ganz sicher.
      Lass ihn Dir schmecken, den Äppelwoi 😉

      Salut

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  • mohrblog

    Ich selbst find‘ Wandern ja auch gar nicht so schlecht 😉 und bin bei den tollen Fotos dahingeschmolzen. Da will ich auch mal hin.

    Freut mich, dass ihr so eine tolle Zeit hattet und so toll harmoniert habt. Gerade so eine lange Wanderung macht seine Gefährten auf eine ganz besondere Art vertraut und ist – zumindest meiner Meinung nach – eh das allerbeste für die Seele. Großwaschtag und Neu-Anstrich in einem 😉

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    • DocRunner

      Liebe Daniela,
      wandern ist etwas wunderbares und fast so entspannend, wie laufen. Genau, das Miteinander ist doch nochmal intensiver, als beim Laufen und man lernt sich kennen.
      Großwaschtag und Neu-Anstrich? Das gefällt mir, denn genau das war es. Innen und Aussen durchgewischt 😉

      Salut

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  • koppdaniel

    Das hat schon auch was. Ich bin immer viel zu stark aufs Laufen fokussiert. Früher waren wir viel wandern.

    Lg

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  • Psssst…ich lebe noch, aber leise… | DocRunners Laufblog

    […] das Täglichlaufen bereits nach wenigen Läufen. Unbeabsichtigt hat es Mitte Oktober nach der Wanderung auf dem Nibelungensteig begonnen und bisher bemerke ich keinen Druck täglich laufen zu müssen nur um die Serie nicht […]

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  • Segeln und lieber Besuch | DocRunners Laufblog

    […] allerdings war die Fauna für Gerd und mich nur Zierde, denn wir setzten unsere Gespräche vom Nibelungensteig fort und wahrscheinlich hätten wir noch ewig weiter […]

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