Nacht-Ultra solo

Achtung, langer Blogeintrag 😉 Nachdem Ende 2014 der geplante Nacht-Ultra ja wegen Krankheit der Mitläufer verschoben werden musste und am Ausweichtermin, durch Sturm und nur mangelnde Beteiligung, die Stimmung eher miserabel war, wollte ich es einfach mal alleine durchziehen. Einfach so und ohne Druck, im Zweifel sollte es eine Nachtwanderung werden :mrgreen: Neue Strecke? Nee, war mir zu viel Aufwand, denn die Strecke vom Januar 2015 taugt eigentlich ganz gut, bis auf eine Ausnahme. Auch das Ende musste ich etwas modifizieren, denn ich wollte ja nach Hause laufen 😉

Im Sommer hatte ich ein paar Streckenabschnitte abgelaufen, um mir v.a. den steilsten Anstieg etwas bequemer zu machen, denn im letzten Jahr mussten wir bei dem damals herrschenden Sturm teilweise auf allen Vieren krabbeln. Ich hatte bei der Erkundung einen schönen Pfad ausgespäht, ein herrlicher Trampelpfad, der nur einen geringen Umweg darstellte, allerdings urplötzlich mitten im Dickicht endete. So dass es etwas mehr off-trail Abschnitte geben wird, aber ein nach Westen orientierter Waldweg führte genau südlich davon weiter, so dass es kein Problem sein müßte, diesen auch im Dunklen zu finden.

Also, ohne großes Training, einfach so aus dem normalen Alltag heraus am Wochenende loszulaufen, reizt mich immer am meisten. Da ich sozusagen one-way unterwegs sein wollte, brauchte ich einen Chauffeur, der mich des nächtens an den Startort bringt. Mein alter Herr wollte den Job übernehmen, sozusagen Papa-Taxi 🙂 Leider ist eine Anreise mit Öffentlichen um diese Uhrzeit am Ende des Neujahrstag nicht möglich.

Das Wetter sollte auch mitspielen, es waren konstante Temperaturen zwischen 0° und 5 °C vorhergesagt, letztendlich waren es dann 1°C am Startpunkt und 4°C am Zielpunkt. Meine Bekleidung bestand nach dem Zwiebelprinzip aus einer Longtight aus Merino, einem Unterhemd und einem langärmeligem Laufshirt, beides ebenfalls aus Merinowolle. Darüber noch eine leichte Gore-Tex Jacke, wegen dem Wind, Mütze und Handschuhe, gleich zwei Paar übereinander, da meine Finger immer am schnellsten frieren. Das Schuhwerk bestand aus meinen mittlerweile fast 3 Jahre alten, total ausgelatschten  Salomon Sense Ultra und kurzen Wrightsocks, beides trocknet extrem schnell wieder.  Leichtes Gepäck war Pflicht, so dass ich nur 2,5 Liter Wasser, ein paar vegane Chia-Riegel und meine Lieblingnussmischung sowie Salztabletten und Ersatzsocken für den Fall der Fälle, in den Rucksack gepackt habe. Natürlich musste das Navi mit und eine Karte, alles andere war entbehrlich. Auch auf eine Kamera habe ich verzichtet, da eventuelle nächtliche Panoramen nur mit großem Aufwand auf „Film“ gebannt werden könnten und auch Hochnebel vorausgesagt war. Ein nachher Bild existiert, bleibt aber unter Verschluss, da ich zu fertig darauf aussehe 😉 So bepackt mit obligatorische Stirnlampe stand ich dann um kurz vor halb Zwölf vor der Haustür.

Der Hol- und Bringedienst klappte wunderbar und kurz nach Mitternacht stieg ich am Startpunkt aus dem Auto. Ich fröstelte und war froh, doppelte Handschuhe zu tragen. Auf eine ausführliche Streckenbeschreibung verzichte ich hier, ist im Beitrag vom Januar 2015 nachzulesen. Witzigerweise waren die ersten 20 Kilometer wie ein Film in meinem Gedächtnis eingebrannt vom letzten Nachtlauf, was auch gut war, ob der vielen off-trail Abschnitte, und so konnte ich sorglos ohne kontrollierende Blicke auf mein Navi unterwegs sein. Ich brauchte allerdings fast 10 Kilometer um richtig auf Temperatur zu kommen, so dass ich am Ebnisee immer noch etwas unrund daher kam. Doch bereits am folgenden ersten Anstieg wurde es mir warm und mein Motor kam auf Touren. Schon bald war ich in meine Gedanken versunken und genoß die Stille und Einsamkeit, bis die Lichter der nächsten Ortschaft mich aus meinen Träumen rissen. Ich wandte mich nach Süden und freute mich schon auf den bei Tageslicht landschaftlich sehr schönen Weg zur Kesselgrotte und weiter zur Sternwarte. Immer wieder horchte ich in mich hinein und es kamen keine negativen Signale, alle Systeme funktionierten wunderbar. Die Kälte war erträglich und teilweise kam ich ohne das Licht der Stirnlampe aus, obwohl kein Mondlicht mich unterstützte. Der nächtliche Wald gab mir das Gefühl von Sicherheit und in Gedanken malte ich mir aus, wie er mich beschützte. Ich kann und mag gar nicht alle Gedanken hier niederschreiben, es war teilweise absolut infantil bis surreal, was mir so durch den Kopf ging 😀

Nach der nächsten größeren Ansiedlung ging es nun auf dem im letzten Sommer erkundeten Trampelpfad bergan. Leider war der Trail durch den Regen von Silvester sehr ausgewaschen und es schien so, als ob im Herbst die Mountainbiker eben diesen auch zum Downhill genutzt hatten. Mein Tempo verlangsamte sich und zum ersten Mal verfiel ich ins Gehen. Oben angekommen musste ich erstmal Energie nachtanken. Die folgenden 10 Kilometer umrundete und umkurvte ich einige Weiler und ich konnte die Strassenbeleuchtung immer wieder durch die Bäume oder von den Wiesenwegen wahrnehmen. Allerdings verhinderte der Hochnebel und die dadurch extrem feuchte Luft jegliche Wahrnehmung der Siedlungen selbst. Es galt mehrere Landstraßen zu queren und einmal schreckte ich unmittelbar neben mir drei Rehe aus dem Dickicht auf, die wie von der Tarantel gestochen davonstoben. Ich hatte mich dadurch massiv erschrocken und mein Herzschlag donnerte in meinem Kopf. Ich brauchte fast eine Minute bis ich wieder weiter laufen konnte. Meine Beine fühlten sich  nach nunmehr fast 30 Kilometern noch sehr frisch an und nur die Rückenmuskulatur schwächere etwas, was wohl den Temperaturen geschuldet war. Der Weg führte mich nun fast parallel zum Remstal-Höhenweg hindurch durch mehrere Klingen, die Steine und der Untergrund insgesamt  waren sehr rutschig und der Morast dazwischen war sehr klebrig, so dass ich die Farbe meiner Schuhe (rot) im Stirnlampenlicht nur noch erahnen konnte und das wenige Profil kaum noch Halt fand. Auch bemerkte ich eine gewisse nachlassende Konzentration, was nicht gerade geschickt war, denn an Laufen war nicht mehr zu denken, ich fühlte mich eher wie an einem ungesicherten Klettersteig. Ich musste all meine Kraft für die notwendige Koordination aufwenden und war froh endlich die letzte von vier Klingen hinter mir gelassen zu haben. Fragt nicht, wie ich aussah, von oben bis unten mit Dreck und Matsch bedeckt, aber glücklicherweise waren nur die Füße etwas durchnässt, der Rest war noch trocken.

Nach etwas mehr als 40 Kilometern landete ich auf dem Remstal-Höhenweg und ich durfte/musste zum ersten Mal seit mehr als 30 Kilometer wieder auf Asphalt laufen, was meine Beinmuskeln mit einem leichten Murren quittierten. Aber das kannte ich schon von früheren Läufen. Irgendwie gewöhnen sich meine Beine sehr schnell an den weichen Untergrund auf Trails und wollen dann nicht mehr so gut auf Asphalt funktionieren. Inzwischen hat ein sehr feiner Nieselregen eingesetzt, anfänglich war es mir gar nicht aufgefallen, da die Luft die ganze Nacht über sehr feucht war, aber jetzt wurde die Kapuze der Jacke obligatorisch. Ich war nun bereits 5,5 Stunden unterwegs, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Himmel sich noch mehr verdunkelte. Egal, die Strecke war mir bestens bekannt und ich machte mich auf einem Downhill-Pfad der ansässigen Mountainbiker auf den Weg nach unten, nicht ohne die ausgefahrenen Steilkurven mit einem lauten „Brrrrmmmm“ von meinen Lippen zu durchlaufen. Kaum unten ging es auf einem wunderbaren Singletrail wieder nach oben. Leider war dieser fast komplett zugewachsen und die Dornen und Ranken zerrten an meinen Unterschenkeln, aber die Tight hat gehalten 😉

Ich wollte nicht ganz bis zum letztjährigen Endpunkt laufen, sondern mich am Hörnleskopf nach Südosten wenden, denn von hier aus waren es noch starke sechs Kilometer durch die Weinberge und auf Radwegen nach Hause. Da ich einen Zehn Euro-Schein eingesteckt hatte, stürmte ich um 6.15 Uhr die Backstube im Nachbarort und orderte Brezeln und Hörnchen, die im Rucksack verstaut wurden und das Frühstück für meine Familie und mich darstellen sollten. Die weiß gekleideten Bäcker schauten mich argwöhnisch an und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, als die Verkäuferin mir noch viel Spass wünschte. Um kurz nach 7.00 Uhr war ich dann glücklich und erschöpft wieder zu Hause, inzwischen hatte der Regen an Intensität zugenommen. Heiße Dusche, eine anschließende Umarmung von meiner Frau und eine Tasse Kaffee mit zwei Brezeln waren dann meine Siegprämie für die knapp 850 Höhenmeter.

Fazit

Es war eine wirklich tolle physische und mentale Erfahrung und was sich für den werten Leser wahrscheinlich sehr langweilig anhört, waren 53 Kilometer reiner Spass und Genuss, ja fast schon Lust. Keine Schmerzen, kein Zaudern. Zwischen 3.00 und 4.00 Uhr musste ich mit dem Kopf laufen bzw. dann auch klettern, aber ich hatte kein Motivationstief, wie beim letzten Mal erleben müssen, ganz im Gegenteil meine Gedanken und die hoffentlich von niemandem wahrgenommenen Selbstgespräche haben die Kilometer und die Zeit verfliegen lassen. Die dicke Dreckkruste auf meinen Schuhen, Beinen und auch auf der Vorderseite der Jacke waren meine Trophäe, sozusagen die Finishermedaille 😀

So, das war mein Start in das Jahr 2016 und ich bin mir sicher, dass wenn ich gesund bleibe, dies nicht der letzte Solo-Nachtlauf über mehr als 50 Kilometer bleiben wird. Die Oberschenkel und der Rücken schmerzen etwas, werden aber am Sonntag bei einem kurzen Lauf mit meinen Töchtern ausgeschüttelt.

An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern und Blogfreunden ein gesundes und gutes neues Jahr und ich hoffe sehr, dass ich den einen oder anderen im laufenden Jahr wiedersehe oder kennen lerne.

Salut

Christian

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Über DocRunner

Bin besessen von allem was ich anpacke: Beruf, Familie und natürlich vom Laufen. Besessenheit ist für mich Erholung und Genuss, Gleichgültigkeit bedeutet Stress und Langeweile. Mein Lebensmotto hört sich martialisch an, gründet aber auf täglicher Erfahrung und drückt meinen Wunsch aus: Stirb wenn es Zeit ist. Zeige alle Beiträge von DocRunner

48 responses to “Nacht-Ultra solo

  • ultraistgut

    Lieber Christian,

    langweilig, nee, wirklich nicht, ich finde es toll, dass du dieses Abenteuer in Angriff genommen hast, worauf du dich schon so lange freust. Alleine nachts durch Wald und Wiese, das wäre zwar nichts für mich, weil ich mich zu sehr fürchten würde vor allem, dass der Lauf von Vorneherein stressig würde, aber DU kannst das, hast es mit Freude durchgezogen, anders habe ich es auch nicht von dir erwartet.

    Du wirst noch lange davon zehren, da bin ich ganz sicher – freue mich für dich. Bin ganz sicher, dass das nicht der Letzte dieser Art sein wird, und wie ich dich kenne, schwirren schon entsprechende Gedanken in deinem Stuttgarter Köpfchen.

    Wünsche dir eine erholsame Nacht .

    Salut, mon cher copain ! 😎

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    • DocRunner

      Meine liebe Margitta,
      ich bin froh, dass es Dich nicht gelangweilt hat. Ich habe versucht mich an die Fakten zu halten, denn alles was mir durch den Kopf ging und was ich alles für mich hingekrabbelt habe, hätte den Rahmen gesprengt, ganz sicher 🙂
      Zu fürchten gab es fast nichts, die Rehe haben mich erschrocken und einmal habe ich so gegen 5.00 Uhr Autolichter im Wald erblickt, hinter mir, die dann schnell wieder ausgingen, das war gruselig…aber sonst war alles nur still und ich empfand es als sehr angenehm.
      Pläne? Ja so einige, aber viele werde ich nicht verwirklichen können, da fehlt einfach die Zeit. Aber einen Nachtlauf werde ich sicher wieder mal unternehmen, dann aber auf einer anderen Strecke.

      Salut ma chère
      Christian

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  • Gerd (diro1962)

    Genauso soll es sein.
    Ich beneide dich und hoffe das ich irgendwann auch wieder in diesen Regionen unterwegs sein darf. Es ist schon schlimm wenn Dinge nicht mehr funktionieren die eigentlich schon selbstverständlich waren.
    Aber solche Rückschläge erden einen immer wieder. Wobei ich eigentlich zur Zeit ausreichend geerdet bin. 😏
    Wir sehn uns Anfang Februar!
    Da können wir ja mal die Eckdaten unserer diesjährigen Wanderung abstecken. Du bist doch dabei, oder?

    Gruß Gerd

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    • DocRunner

      Lieber Gerd,
      Du wirst, da bin ich ganz sicher, wenn Deine Gesundheit wieder mitspielt, wirst Du ganz schnell wieder unterwegs sein. Nur nicht aufgeben. Die Ansprüche müssen erst etwas zurückgeschraubt werden, aber der Körper erinnert sich…
      Ich freu mich auf Fasching und wenn es zeitlich passt, bin ich ganz sicher wieder bei der Wanderung dabei, ich habe da noch ne Rechnung offen 😉
      Ich wünsche Dir weniger Erdung in 2016

      Salut

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  • Deichlaeufer

    Lieber Christian,

    ich habe bis 2:30 Uhr immer mal wieder an Dich gedacht. Bin dann aber todmüde ins Bettchen gesunken und war froh nicht durch Nacht und Nebel laufen zu müssen.

    Du allerdings hattest es geplant und warst voller Tatendrang, was zu diesem stolzen Lauf geführt hatte. Ich gratuliere Dir zu dieser nur etwas verrückten „Tat“ und wünsche Dir weitere, viele Highlights in diesem Jahr.

    Schön, dass Du wohlbehalten wieder angekommen bist.

    Moin Moin
    volker

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    • DocRunner

      Lieber Volker,
      Du hättest Deinen Spass gehabt, wenn Du dabei gewesen wärst, v.a. das Profil hätte Dir gefallen 😉
      Verrückt? Ja, vielleicht ein bisschen, aber es hat so viel Spass gemacht und es war mir wichtig, da der letzte Nachtlauf so ein Desaster gewesen war. Mal sehen was noch kommt in diesem Jahr…

      Salut und Danke fürs an mich denken

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  • nido00

    Lieber Christian,

    nein es klingt gar nicht langweilig sondern sehr grossartigt: verschiedene Untergründe, Kletterpartien, Matsch, Rehe (da habe ich mich auch schon sehr erschreckt wenn die Augen plöthlich so erschrocken in die Stirnlampe schauen), Navigation, Freude am Downhill – Brrrrmmmm (animiert durch einen guten Traillauffreund neige ich da zu „Yihaaaw“) und der wohlverdiente Bäcker. Auf meinem bisher einzigen Nachtlauf nach 1 Uhr habe ich auch festgestellt dass ich so gegen 3-4 Uhr nicht sehr helle bin und mich dann auch gleich verlaufen. In dem Sinne Hut ab, dass du das so gut gemeistert hast.
    Es freut mich sehr, dass du so einen schönen Start ins Jahr hattest! Ich hoffe der ein oder andere Nachtlauf wird für dich folgen über die Jahre.

    Herzlichen Gruß!

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    • DocRunner

      Yihaaaw Roni,
      das werde ich mir merken fürs nächste Mal. Aber in den von MTBlern ausgefahrenen Kurven der Downhills werde ich immer in meine Kindheit zurückversetzt und habe das Gefühl mit einem Spielzeugauto auf der Rennbahn unterwegs zu sein.
      Der nächtliche Biorhythmus kann einem schon ab und an einen Streich spielen, da hilft auch das Vorschlafen nicht wirklich, aber die Anstrengung dies zu überwinden hat dann auch immer was Gutes und anschließend ist man umso wacher.
      Ich werde abwarten, was noch kommt…

      Salut nach Texas

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  • joggerin

    Wow, was für ein Bericht und alles andere als langweilig. Du hast viel Mut, dass Du Dich sowas traust. Von wegen, Du hast keine Träume und Wünsche ! 😉 Mein Ding wäre das nicht. Aber aus Deinen Zeilen entnehme ich viel Freude und auch Stolz über das Geschaffte. Zurecht!
    War wirklich ein toller Start in das Jahr 2016. Freut mich wirklich sehr für Dich. Bin gespannt, was noch folgen wird.
    Aber pass gut auf Dich auf!
    Lieben Gruß
    Kornelia

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    • DocRunner

      Liebe Cornelia,
      Mut? Eher nicht, ich habe nur keine Angst in der Dunkelheit und liebe die Stille und Einsamkeit im Wald. Stolz, ja so ein Ding macht mich stolz, v.a. wenn es wie geplant klappt. Aber ohne Pathos.
      Ich werde abwarten, was noch kommt im laufenden Jahr und keine Angst, ich weiß fast immer was ich tu.

      Salut

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  • jamieobier

    Ich denke das werden vor allem nur Läufer so gut nachvollziehen können – ich kann es gut. Danke für deine Mitnahme auf die Trails! Ich habe auch manchmal ganz wirre, surreale Gedanken beim Laufen, aber vielleicht ist es einfach eine andere (bessere?) Art gewisse Dinge oder den Alltag zu verarbeiten. Man befindet sich im Hier und Jetzt, die Vergangenheit besteht aus dem letzten Schritt den man machte und die Zukunft auf der Suche wo man seinen Fuß als nächstes hinsetzt. Und das ist das tolle daran!

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    • DocRunner

      Liebe Jamie,
      genau das ist es, bei mir auf jeden Fall, eine Art Regression und v.a. eine kurzfristige Flucht aus der Realität. Dazu muss man einfach etwas Verrücktes tun, dann klappt es auch mit dem Kopf frei kriegen. Nur die vielen Selbstgespräche haben mich etwas beunruhigt 😉
      Ich wünsche Dir ein tolles 2016

      Salut

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  • Weinbergschnecke

    Großartig, lieber Christian! Ich find’s toll, dass du dich unabhängig von anderen auf den Weg gemacht hast, weil dir das Erlebnis so viel bedeutet hat. So ein Lauf landet bestimmt in der Kategorie „unvergesslich“ – solltest du ihn doch mal vergessen, erinnert dich dein so lebendig erzählter Blogeintrag daran. 😉

    Wie Margitta vermute auch ich, das wird nicht dein letztes Nacht-Abenteuer gewesen sein. Ich weiß nicht, ob ich mich das trauen würde. Nachts im Dunkeln laufen auf jeden Fall, das liebe ich! Aber unwegsame Trails, die ein gewisses Sturz- und Verletzungsrisiko bergen? Puh, zumindest nicht ohne Notfallhandy – hattest du ein Telefon dabei für solche Fälle? Wie auch immer, gebraucht hast du es ja nicht! 🙂

    Liebe Grüße und gute Erholung – und schwelge ruhig noch ein bisschen in den Erinnerungen an die tolle Nacht, auch das gibt Kraft für den Alltag, der nur zu bald wieder beginnt!

    Anne

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    • DocRunner

      Liebe Anne,
      ganz unabhängig war ich ja nicht, mein alter Herr hat mich zum Startpunkt chauffiert und die GPS-Satelliten haben mich geleitet 😉
      Ich hatte viel Spass, was viele wahrscheinlich nicht verstehen können. Aber nachts, alleine und einsam im Wald ist für mich Freude pur, das weiß ich schon aus den unzähligen Nachhauseläufen von der Praxis.
      Eine Verletzung oder ein Sturz ist in der Nacht ebenso wahrscheinlich, wie am Tag. Auf den Trails braucht es immer Licht, nur die Forstautobahnen laufen sich m.E. besser ohne. Wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, geht das sogar besser, als mit der Stirnlampe, v.a. bei Hochnebel und vielen Wassertröpfchen in der Luft 🙂
      Ja, natürlich war ich mit Handy unterwegs, denn im Notfall sollte ich schon irgendwie nach Hause kommen, aber da muss schon viel passieren.
      Die Erinnerung ist noch sehr präsent und das Ziehen beim Gehen in den Oberschenkeln wird auch noch dafür sorgen, dass ich es nicht so schnell vergesse.
      Dir wünsch ich nochmals gute Besserung und bleib dran.

      Salut

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  • regenfrau

    Lieber Christian,
    du bist mein Orientierungsheld des Jahres 2016! 😉
    Ein nach Westen führender Waldweg etwas weiter südlich, der ohne Probleme im Dunkeln gefunden werden kann?!??? Klingt für mich wie eine absolut unlösbare Rechenaufgabe!
    Aber im Ernst: Auch wenn ich noch nie längere Strecken im Dunkeln gelaufen bin, kann ich mir die Stimmung nach deinem Bericht wunderbar vorstellen. Ich freue mich für dich, dass dieser Nachtlauf so schön für dich verlaufen ist! Danke für’s Teilhaben lassen. 🙂

    Gefällt 1 Person

    • DocRunner

      Liebe Doris,

      das ist nicht Heldenhaftes, ich habe mit meinem Vater bereits im zarten Kindesalter an Orientierungswanderungen teilgenommen, häufig im Dunkeln und damals noch nur mit Karte und Kompass. Da liegen wahrscheinlich meine Wurzeln 😉
      Du kannst Dir vorstellen, dass es mich ebenso gefreut hat, dass ich das Ding so laufen konnte. Es ist nichts Großartiges, aber für mich war es eine Genugtuung, eine Bestätigung und auch etwas Befreiendes, nach dem Leid im vergangenen Jahr.
      Du bist herzlich eingeladen mich auch das nächste Mal zu begleiten…

      Salut

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  • flowrunner.de

    Hallo Christian,

    Was für ein toller Start ins Jahr! Wer hat am 2. schon den ersten 50er in der Tasche? Mich motiviert Dein Bericht auf alle Fälle, es Dir möglichst bald gleich zu tun, d.h. ohne spezielles Training, aus dem Alltag heraus, einen besonderen Lauf zu machen. Ob es dann gleich 50km sein werden… Aber darauf kommt es wohl auch nicht an.

    Danke für die Motivation und auf dass das Jahr für Dich sportlich weitergeht wie es begonnen hat!

    Beste Grüße
    Sebastian

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    • DocRunner

      Lieber Sebastian,
      mir ging es nicht so sehr um die 53 Kilometer, sondern vielmehr darum, dass ich erleben wollte, wie es ist alleine für mehr als 2-3 Stunden in der Nacht unterwegs zu sein. Kann ich Spass haben? Reicht meine Motivation? Ja, es hat alles geklappt.
      Für mich ist inzwischen jeder Lauf etwas Besonderes, dafür bedarf es keiner Ultradistanz oder einem Lauf in der Nacht…versuch es doch einfach und Du wirst sehen, es funktioniert ganz gut 🙂
      Es freut mich, dass ich Dich motivieren konnte, ich wünsche Dir auch ein gesundes und sportlich erfolgreiches 2016

      Salut

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  • Jana

    Faszinierender Bericht, man fühlt sich beim Lesen fast wie dabei gewesen 🙂 und bekommt Lust auch mal sowas zu machen. Wobei ich meinen letzten spätabendlichen Lauf durch den dunklen Wald dank der Wildschweinberührung noch immer nicht ganz verdaut hab, obwohl schon zwei Jahre her.

    Ich wünsche Dir jedenfalls weiterhin so tolle Erlebnisse und Läufe und Dir und Deiner Familie alles Gute im neuen Jahr!

    Liebe Grüße Jana

    Gefällt 1 Person

    • DocRunner

      Liebe Jana,
      schön, wenn ich Dich mitnehmen konnte auf den Longrun. Ja, mit Wildschweinen habe ich ebenfalls gerechnet aufgrund doch vieler Begegnungen in den letzten 13 Jahren, aber ausser Rehen und immer wieder reflektierenden Augen im Dunkel des Waldes habe ich keine Tiere getroffen. Meines Erachtens ist man in der Nacht relativ sicher im Wald.
      Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Spass beim Laufen und Gesundheit im laufenden neuen Jahr.

      Salut

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  • Bianca

    Lieber Christian,
    danke für Dein Berichten. Es freut mich, dass Dein Nachtlauf so perfekt geklappt hat und für Dich ein schönes, berührendes Erlebniss war. Das stellt doch das Erlebte vom letzten Jahr in den Schatten.
    Die Batterie wieder ein wenig aufgeladen. Alles Gute auch für Dich im Jahr 2016.
    BTW: Hatte ich Dir schon bei meinem letzten Kommentar gewünscht. 😉 Nicht schlimm – mir sind auch schon welche durchgegangen. 🙂
    Liebe Grüße von der Weser
    Bianca

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    • DocRunner

      Liebe Bianca,
      es war wirklich toll und eine ganz besondere Erfahrung. Es lässt einen teilweise negative Dinge vergessen, aber leider nur während dessen 😦
      Meine Batterie ist momentan voll, so dass ich hoffe, etwas länger davon zehren zu können.
      Doppelt hält besser 😀

      Salut

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  • Blumenmond

    Lieber Christian,

    für mich klingt das sehr abenteuerlich. Ich kann mir gar nicht vorstellen, in der Nacht zu laufen. Der Zeitpunkt Deines Starts ist tief in meiner Schlafenszeit. Gerade deshalb find ich es aber interessant, dass es geht. Dann alleine durch Feld, Wald und Flur… neee, da bin ich zu schissig für.

    Also, großen Respekt für die physische und psychische Stärke, die Du unter Beweis stellst. Dass es Spaß machen kann, kann ich mir aber gut vorstellen. Es ist schon etwas Besonderes, wenn man solche „Abenteuer“ bestehen kann.

    Großartig.

    Anja

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    • DocRunner

      Liebe Anja,
      naja, unter Abenteuer versteh ich etwas anderes, aber Du hast Recht, es war auch für mich etwas außergewöhnliches, eine Herausforderung, die ich meistern konnte.
      Das Problem mit dem Schlaf ist eigentlich keines, denn wenn DU läufst kommt eine andere Art von Müdigkeit, sie kriecht eher in die Glieder und weniger in den Kopf. Nur phasenweise ist es etwas schwer und ich war auch versucht einfach abzubrechen, ein Taxi zu rufen von der nächsten Ortschaft, aber recht schnell kommt es einem albern vor 😉
      Spass hatte ich genug, aber das versteht man wahrscheinlich nur, wenn man es erleben durfte…

      Salut

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  • midLAUFcrisis

    Lieber Christian,

    zunächst: Alles Gute im neuen Jahr, das für Dich so begonnen hat, wie Du es Dir erhofft hast.

    Du bist schon ein wilder Hund. Anders kann ich mir Deinen Genuss am nächtlichen Schlamm nicht erklären 😉 Es freut mich, dass es so gut geklappt hat. Ob ich alleine so etwas genießen könnte, weiß ich nicht. Bei solch langen Strecken schätze ich angenehme Gesellschaft sehr.

    Ich hoffe natürlich auch, dass wir uns in diesem Jahr sehen. Da gibt es zum Beispiel am 4. Juni wieder unseren Freundschaftslauf. Der Hospizlauf am 8./9. Juli ist als Laufblogstaffel geplant. Und im Spätsommer planen wir auch wieder einen Zweitageslauf als Doppelmarathon. 😉

    In jedem Fall bist Du und Deine Familie jederzeit herzlich bei uns willkommen!

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • DocRunner

      Lieber Rainer,
      ich wünsche Dir und Deiner Familie auch alles Gute fürs neue Jahr.
      Der Lauf hätte Dir auch gefallen, ich wollte es genau so haben, alleine und ohne Ablenkung. Nur die Distanz, die Nacht und ich. Ich habe es genossen und bin mir sicher, aus der Erfahrung von Januar 2015, ein Mitläufer hätte mir nur mehr Stress bereitet. Aber wahrscheinlich hängt es von der Begleitung ab 😉
      Ich würde mich auch sehr freuen, wenn es in diesem Jahr mal wieder klappt, allerdings ist der Termin im Juli bei mir nicht möglich, aber vielleicht schaff ich es zum Freundschaftslauf. Dein Angebot für die Begleitung im Schwarzwald steht auch noch aus, oder hast Du das vergessen? Evtl. wäre das ja was für Dich und vielleicht noch für einen Dritten aus dem Norden?

      Salut und vielen Dank für das Angebot

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  • LocalZero

    Hallo Christian,

    ich staune wirklich über die Begeisterung, die so ein Lauf nachts im stockdunklen Wald mit sich bringen kann:

    „Der nächtliche Wald gab mir das Gefühl von Sicherheit und in Gedanken malte ich mir aus, wie er mich beschützte.“

    Das klingt zum Einen zweifelsfrei herrlich erfrischend und zum Anderen sehr interessant. Ich würde von der Tendenz her eher zum Gegenteil neigen, da mir vermutlich die Orientierung fehlen würde 😉

    Wie auch immer, ein gelungener Start ins neue Laufjahr!

    Alles Gute &
    Bis die Tage mal wieder!

    Lars

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    • DocRunner

      Lieber Lars,
      für die notwendige Orientierung hat meine Kenntnis der Strecke und auch das Navi gesorgt, sonst wäre ich wohl auch an der einen oder anderen Stelle verzweifelt 😉
      Für mich war es eine Herausforderung und im Nachhinein eine Genugtuung, das Ganze so durchgezogen zu haben, ist doch klar, dass da Begeisterung aufkommt.
      Ich wünsch Dir auch ein sportlich erfolgreiches Laufjahr.

      Salut

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  • Steve

    Geiler Start ins neue Jahr…super!
    Ich drücke dir die Daumen, dass es genauso und noch besser weiter geht.

    Übrigens: Ich hätte Interesse an dem Bild 😉

    Viele Grüße aus den verschneiten Bergen

    Steve

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  • das lauferei

    Lieber Christian,

    klasse, das liest sich nach einer genussreichen Nacht. Ich glaube, ich werde mich mal ein Beispiel an dir nehmen – Nachts zu laufen macht Laune!

    Ciao,
    Harald

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    • DocRunner

      Lieber Harald,
      in der Nacht zu laufen ist wirklich etwas ganz anderes als am Tag, die Sinne sind viel schärfer und es macht einen Heidenspass, mir auf jeden Fall. Und wenn dann auch noch das Gelände stimmt, einfach herrlich.

      Salut

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  • Markus

    Hallo Christian,
    sehr, sehr geile Tour. Wobei ich erstmal ne Karte brauchte um zu erahnen wo es losging. Und als ich Ebnisee gelesen habe wurde mir klar, dass es eine sehr lange Tour werden würde. Respekt. Von da muss man erstmal heimlaufen!
    Ein gutes und zufriedenes Jahr 2016 dir

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    • DocRunner

      Hey Markus,
      die Route war sehr ähnlich wie die Tour im Januar 2014, nur das Ende und ein paar kurze Abschnitte habe ich modifiziert um einfach mehr zu laufen und weniger zu klettern 😉
      Sehr lange? Naja, in meinem Tempo schon 🙂

      Salut

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  • Kullerbein

    Hallo,

    das war sehr faszinierend und spannend zu lesen. Ich freue mich, dass es Dr soviel Spass gemacht hat!

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  • Helge Orlt

    Lieber Christian,
    dir auch ein gesundes neues Jahr. Und viel Gesundheit und viele viele viele tolle Läufe.
    Du bist ja schon ein ganz Verrückter, so ganz alleine Nachts durch den tiefen Wald zu laufen. Ich würde vor lauter Angst auf der Stelle erstarren glaube ich.
    Es ist bestimmt ein wirklich tolles Erlebnis so eine Strecke in der Nacht alleine zurück zu legen. Ich hätte ja gerne Mäuschen gespielt bei deinen Selbstgesprächen :-)))
    Und so so, eitel ist der Herr auch noch. Tsss, enthält seinen Lesern einfach das Beweisfoto, nur weil er da nicht mehr frisch drauf aus sieht ;-D
    Männer!
    Ein echt toller Jahresanfang.
    🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    • DocRunner

      Liebe Helge,
      Danke für das Kompliment („Verrückter“), ich habe immer den Eindruck ich sei ganz normal, aber meine Familie bestätigt mit gegenüber Deinen verbalisierten Verdacht 😉
      Anlass für Angst gibt es m.E. nachts im Wald keinen, denn wer ist denn schon nachts im Wald unterwegs? Das Risiko einem Überfall zum Opfer zu fallen, ist sicher in einer Großstadt wesentlich größer. Auch gibt es bei uns keine wilden oder gefährlichen Tiere, so dass nur ein Unfall zum Verhängnis werden kann.
      Was im Wald gesprochen wird, bleibt auch dort, deshalb keine Chance den Inhalt der Selbstgespräche zu erfahren 😉
      Eitelkeit? Ja sicher, es soll sich ja niemand gruseln :mrgreen:

      Salut und Merci

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  • Anna

    Lieber Christian,

    nachdem Du uns in deinem letzten Beitrag Dein Laufumfang im letzten Jahr und in den letzten Monaten verraten hast, habe ich mir schon gedacht, dass Du Dein Nacht-Ultra gut überstehen würdest! Deinen Zeilen nach, hast Du ihn sogar sehr gut überstanden – ganz ohne irgendwelche Problemchen geht sowas doch gar nicht, und bei Dir haben sich die Problemchen ja wirklich im Rahmen gehalten 😉

    Ich freue mich sehr für Dich, dass Du den Lauf so sehr genießen konntest und ich danke Dir dafür, dass Du Dein Erlebnis mit uns geteilt hast! Ich habe jedes Wort genossen! 🙂

    Auch Dir wünsche ich nochmals ein gesundes und gutes Neues Jahr! Schön hattest Du so einen guten Start!! 🙂

    Ganz liebe Grüße Anna

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    • DocRunner

      Liebe Anna,
      zuerst möchte ich Dir nochmals alles Gute und v.a. gute Besserung und hoffentlich baldige Schmerzfreiheit wünschen, komm wieder ordentlich auf die Beine 🙂
      Der Lauf gehört wirklich zu den Eindrucksvollsten, die ich bisher durchgeführt habe, v.a. bemerke ich immer noch das leichte Ziehen in den Oberschenkeln, obwohl ich schon seither 3 x gelaufen bin. Echte Problem hatte ich glücklicherweise gar keine, aber meine Einstellung bestand auch darin, im Zweifel das Ding nach Hause zu wandern, was ich sicher auch getan hätte, wäre es brenzlig geworden.

      Salut und nochmals gute Besserung

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  • soulrunner74

    Moin Christian,

    ein sehr schöner Bericht den ich absolut nachempfinden kann.
    Meine Frau bekommt immer eine Gänsehaut wenn ich ihr erzähle das ich wieder Nachts im dunklen Wald unterwegs war. Ich sage dann immer das die Wahrscheinlichkeit mitten in der Pampa von jemanden angegriffen zu werden weitaus geringer ist als mitten in der Stadt oder an einer Straße. Wer kann uns schon gefährlich werden? Wölfe gibt es bei uns „noch“ nicht, Fuchs und Reh bekommt man eher zufällig vor die Linse und schon sind sie auch wieder weg. Wildschweine vielleicht noch, aber da gibt es eine Reihe an Verhaltensregeln die man beachten kann.
    Ich fühle mich genau wie Du im Wald sicher. Die Dunkelheit ist dann immer mein Freund. Ich laufe stets dunkel gekleidet im Wald rum. Also wäre ich für eventuelle Täter auch überhaupt nicht zu erkennen, außer sie haben ein Nachtsichtgerät dabei. 😉

    Ich werde in den nächsten Wochen wohl auch einen meiner noch 99 Marathons als Nacht-Marathon einbauen. Was gibt es schöneres für die Familie wenn morgens um kurz nach sieben schon frische Brötchen uffen Tisch stehen? 🙂

    liebe Grüße
    Marco

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    • DocRunner

      Lieber Marco,
      ja, ich kenne das, meine Frau malt sich auch immer die schlimmsten Szenarien aus, wenn ich in der Nacht durch die Gegend spurte, allerdings laufe ich gerade 4 x in der Woche abends von der Praxis nach Hause, was Distanzen von 15-20 Kilometerhausmacht, je nach Lust und Laune. Und um 19.00 Uhr ist es dann eh dunkel, so dass es für mich keinen Unterschied macht, aber meine Frau sieht das anders 😉
      Deine Argumentation ist vollkommen kongruent mit meiner.
      Wenn ich alleine in einsamer Umgebung unterwegs bin, habe ich immer das Gefühl, dass ich vollkommen sicher bin, deshalb bin ich da auch sehr sorglos.
      Ja mach mal, so ein langer Lauf in der Nacht ist was sehr feines und die Familie freut sich, wenn Du das Frühstück mitbringst.

      Salut

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  • chriba76

    Bonjour!
    Auch wenn ich etwas verspätet kommentiere: Eine total irre und tolle Aktion. Ich konnte voll mitleben. 🙂 Auch wenn ich selbst allein zu ängstlich dafür wäre… aber… haaach… macht schon irgendwie neidisch. Aber ich springe bei Dunkelheit schon auf die nächste Tanne, wenn ich irgendwo nur einen Ast knacken höre, auch wenn mir der Verstand sagt, dass potentielle Axtmörder vermutlich weniger in einer gottverlassenen Gegend lauern als in den Stadtparks der Großstädte dieser Welt, ist mein Fluchtinstinkt einfach stärker.
    Mach weiter mit so tollen Sachen!
    A plus!

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    • DocRunner

      Liebe Christiane,
      ich lese immer wieder von Angst…allerdings hatte ich in dieser Nacht nicht einmal Angst oder ein mulmiges Gefühl, naja, die Autolichter im Wald von hinten hatten mich kurz erschreckt und auch die Rehe die ich aufgeschreckt habe, haben kurz das Adrenalin steigen lassen. Aber Angst, ne…die habe ich eher in der Großstadt 🙂

      Ich hoffe, dass ich noch ähnliche Aktionen machen kann und darf.

      Salut

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  • 98, 99, 100….fertig | DocRunners Laufblog

    […] ziemlich genau 1200 Kilometer zusammen und auch im Januar lief es so weiter, obwohl ich nach dem Nacht-Ultra die Distanzen für eine Woche etwas heruntergefahren habe. In den vergangenen zwei Wochen musste […]

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  • Ab dafür…2016 | DocRunners Laufblog

    […] mich hat das Jahr sportlich sehr gut begonnen mit einem gelungenen Nacht-Ultra, der im Rahmen meiner Täglichlauferei eine besondere Stellung in meinem Lauftagebuch eingenommen […]

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