Alternativlos

Lästig und für mich zunehmend schwieriger sind die Wiedereinstiege nach einer verletzungsbedingten erzwungenen Laufpause, diesmal wird es noch schwieriger, da ich gehadert habe, ob ich überhaupt nochmal „zurück“ kommen wollte. Mental war es für mich schwierig und teilweise erschien es mir nicht mehr denkbar.

Ich steckte in einem so tiefen Loch fest, dass ich nicht so richtig sehen konnte, ob ich einen erneuten Laufbeginn überhaupt noch will. Vor allem nachdem ein paar Tage nach Beginn der Laufpause klar war, dass ich auch auf das Radfahren verzichten musste, sprich kein tägliches Pendeln, kein Sport mehr. Ich war alternativlos, denn das empfohlene Aquajogging ist leider logistisch für mich unmöglich, da die Öffnungszeiten in den für mich erreichbaren öffentlichen Bädern überhaupt nicht zu meinen Arbeitszeiten passten.

Ich wusste daher nicht, wie ich mit dieser ungewissen Situation umgehen sollte, obwohl ich unabsehbar nicht laufen durfte, kreisten meine Gedanken nur um diesen einen Impuls: sollte ich überhaupt wieder beginnen oder sollte ich mich mit einmal die Woche 30 Minuten joggen zufrieden geben?

Jeder, der das liest wird denken, was soll das? Wie egoistisch ist das? Dazu muss man wissen, was mir das Laufen bedeutet. Ich laufe nicht wegen Bestzeiten oder Distanzen, ich laufe nicht um mir oder Anderen irgendetwas zu beweisen. Laufen ist für mich Bestandteil meines Lebens, es hilft mir mich zu fokussieren, den Kopf durchzulüften und frei zu bekommen, und es hat mir immer geholfen die richtigen Entscheidungen zu treffen und Kraft zu tanken. Ein für mich sehr wertvoller und von mir geliebter Mensch ist seit 2015 schwer erkrankt, beim Laufen kann ich die Kraft wieder gewinnen, um diesem Menschen beizustehen und meine Unterstützung zu sichern. Ich kann  dadurch Entspannung finden und meine Gefühle ordnen…

So, genau das habe ich nach einigen Wochen begriffen und mir in mein Gehirn eingebrannt. Ich muss wieder laufen, ich muss wieder beginnen sonst wird etwas passieren, was ich mir nicht ausmalen konnte. Der Entschluss war gefasst, jetzt hieß es warten. Warten bis die Schmerzen nicht mehr auftraten, warten bis ich die AirCast-Schiene los wurde. Die Gehstützen konnte ich nach Ostern endlich in den Keller räumen. Seit Mitte Mai war ich dann andauernd schmerzfrei, seit der vergangenen Woche darf und kann ich wieder Radfahren und die physiotherapeutische Übungsbehandlung konnte intensiviert werden, sprich Krafttraining ergänzt werden, was auch bitter nötig ist, da die Beinumfänge v.a. am rechten Bein schon deutlich abgenommen haben. Alle Maßnahmen werden sehr behutsam und vorsichtig hinzukommen, denn es wird noch ca. 3-4 Wochen dauern bis ich wieder laufen darf. Aber der Alltag ist nach 9 Wochen Laufabstinenz und 7 Wochen Sportabstinenz durch die Wiederaufnahme der Pendelfahrten und der spürbar schmerzfreien täglichen Belastung in der Fuß- und Unterschenkelmuskulatur wieder deutlich erträglicher bzw. müheloser. Auch die Stimmung bessert sich von Tag zu Tag und ich fühle mich wieder verträglicher oder sollte ich sagen menschlicher? Ich werde wohl geduldig sein müssen, um nichts zu riskieren, der Plan, wie der Wiedereinstieg aussieht steht bereits, von meinem Physio- und Sporttherapeuten ausbaldowert darf dieser dann angewandt werden, wenn es denn so weit ist. Ich werde dann das erste Mal in meinen 14 Laufjahren nach Plan trainieren, das hatte ich nicht erwartet… aber besser so, als gar nicht.

Guter Tausch, Krücke gegen Velomobil

Ich möchte mich an dieser Stelle bei all den Menschen bedanken, die mir Mut zugesprochen haben und mich auch für mein übermäßiges Selbstmitleid entschuldigen. Aber wer schon Ähnliches erleben durfte, kann vielleicht nachvollziehen, was es bedeutet… nein, wahrscheinlich nicht, denn da ist jeder anders, wie man auf den Blogs lesen kann. Ich kann da aber einfach nicht aus meiner Haut, ganz oder gar nicht bezieht sich bei mir (leider) auf fast alle Lebensbereiche. Nun ja, ich werde wohl lernen müssen, dass es auch noch etwas dazwischen gibt.

Salut

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Über DocRunner

Bin besessen von allem was ich anpacke: Beruf, Familie und natürlich vom Laufen. Besessenheit ist für mich Erholung und Genuss, Gleichgültigkeit bedeutet Stress und Langeweile. Mein Lebensmotto hört sich martialisch an, gründet aber auf täglicher Erfahrung und drückt meinen Wunsch aus: Stirb wenn es Zeit ist. Zeige alle Beiträge von DocRunner

46 responses to “Alternativlos

  • Gerd (diro1962)

    Ich freu mich über deinen Entschluss weiter zu kämpfen. Ich kann mir gar nicht vorstellen dass Du alles in die Ecke schmeißt, auch wenn manchmal einfach alles zu viel scheint. Ich drücke Dir alle Daumen und hoffe Du „überstehst“ deinen Trainingsplan.
    Es wird Zeit dass wir mal wieder ein paar Tage unterwegs sind!

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    • DocRunner

      Danke Gerd,
      ich weiß nicht, ob ich das noch oft machen will, aber einmal versuch ich es noch 😉
      Wie das mit dem Plan werden soll, weiß ich auch noch nicht, aber das hängt auch davon ab, wie es mir damit geht…wenn es sich nicht gut anfühlt, fliegt er in die Tonne.
      Ich freu mich schon auf Oktober!

      Salut

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  • midLAUFcrisis

    Lieber Volker,

    Du musst Dich nicht entschudigen. Ich habe oft an Euch gedacht …

    Es freut mich, dass Du nun wieder Licht am Ende des Tunnels siehst. Geduld zu haben ist nicht immer einfach. Und wenn nicht mal die Bewegung im Wasser möglich ist … Ich kann mir gut vorstellen, dass Du nicht unbedingt gut gelaunt warst.

    Aber natürlich hoffe ich auch sehr, dass es nicht nur in sportlicher Hinsicht wieder besser geht!!!!

    In jedem Fall freue ich mich, von Dir zu lesen. Du hast gefehlt.

    Liebe Grüße
    Rainer

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    • DocRunner

      Lieber Rainer,
      ich bin zwar nicht Volker, aber ich antworte Dir trotzdem :mrgreen:
      Geduld ist und war noch nie meine Stärke und es war anfänglich eher das Selbstmitleid und fast schon Verzweiflung, was mich vereinnahmt hat.
      Ich werde versuchen nicht mehr durch allzu lange Abwesenheit zu glänzen, aber vom Laufen konnte und wollte ich in den letzten zwei Monaten nichts lesen und hören, bin erst in den letzten zwei Wochen wieder auf einem normalen Level angekommen und motiviert…

      Salut und vielen Dank

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  • joggerin

    Ohje, Du Armer, hast aber einiges mitmachen müssen. Schön zu lesen, dass Du am Ende nicht den Mut verloren hast. War und ist sicher keine einfache Zeit. Aber Du wirst sicher danach jedes Radeln, jeden Laufschritt, alles was Du jetzt vermisst, sehr geniessen. Ich wünsche es Dir von Herzen. Pass gut auf Dich auf !
    Liebe Grüße und alles Gute wünscht Dir
    Kornelia

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    • DocRunner

      Liebe Kornelia,
      ich genieße schon seit einer Woche das tägliche radeln und freu mich aufs laufen, obwohl es wirklich schwer ist ohne Schmerzen die Füße still zu halten, aber bis zum nächsten MRT Ende nächster Woche werde ich noch aushalten, dann weiß ich wie es weitergeht…

      Salut und Danke

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  • Wolfgang

    Lieber Christian,

    schön dass du nicht aufgegeben hast, das Laufen als wichtigen Teil deines Lebens anzusehen und erhalten zu wollen.
    Vielleicht ist es wie bei lieben Freunden: auch wenn man sie mal längere Zeit nicht sieht, das Wiedersehen bestätigt doch immer, wie wertvoll eine Freundschaft ist.
    Ich denke, wer das Laufen mal als Leidenschaft entdeckt hat, kommt nur schwer davon los, und das ist auch gut so, denn es ist uns in die Gene geschrieben und hat so viele positive Folgen.

    Ich drück dir die Daumen, dass es bald wieder in einer Weise damit weitergeht, die dir Kraft, Ruhe, Stabilität und Erfüllung gibt.

    Liebe Grüße
    Wolfgang

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    • DocRunner

      Lieber Wolfgang,
      das Entscheidende war, dass ich mir mein Leben ohne Laufen nicht vorstellen kann und ich immer sehr leide, wenn ich nicht laufen kann. Auch falle ich dann immer in alte und ungesunde Verhaltensmuster zurück… und das ist definitiv nicht gut!
      Ich werde mir wohl oder übel ganz viel Zeit lassen und auf meinen Sport- und Physiotherapeuten vertrauen…allerdings muss erst das MRT laufen und auch der Orthopäde sein Okay geben.
      Vielen Dank für die Daumen

      Salut

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  • ultraistgut

    Mon cher Christian,

    ein gutes Zeichen, dass man von dir hört, von dir liest, das gibt Hoffnung, noch besser, dass deine Stimmung aufwärts geht, dass du wieder Hoffnung schöpfst, dass du wieder daran glaubst, dass du wieder LÄUFER sein wirst. Ja, ich habe es auch erlebt, allerdings bin ich mit einer großen Portion Optimismus und positivem Denken ausgestattet, dass ich immer daran geglaubt habe, dass der Tag kommen wird, an dem alles gut wird – und es wurde gut. Genauso wird es bei dir auch sein, ganz sicher.

    Das mit dem Plan ist auch nicht so nach meinem Gusto, das weißt du, aber man tut wohl alles, um irgendwann wieder der ALTE zu sein, und da wünsche ich dir von ganzem Herzen, aber das weißt du !

    Schön, dass du wieder da bist, Kopf hoch, Brust raus et en avant, mon cher copain – Salut !

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    • DocRunner

      Liebe Margitta,
      die Stimmung ist deutlich gebessert und das kommt sicher von der Aussicht wieder laufen zu wollen und auch bald wieder zu dürfen. Deinen Optimismus habe ich leider nicht oder sagen wir mal so, es sind so viele anstrengende Lebensbereiche vorhanden, dass es mir schwer fällt, optimistisch zu bleiben.
      Der Plan sieht nur das jeweilige Pensum vor, Tempoeinheiten und Intervalle sind da keine dabei. Mein Physiotherapeut will nur sicher gehen, dass ich nicht zu viel mache, was aber ganz sicher nicht passieren wird, denn noch eine Pause übersteh ich nicht 😎
      Merci beaucoup!
      Salut ma chère copine

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  • langeguido

    Ich kann das verstehen, wenn auch nicht nachempfinden. Das ist nicht zu selbstmitleidig, das paßt schon so. Ich wünsche Dir, daß das alles so funktioniert. Alles andere wäre echt blöd. Herzlicher Gruß und schreib, wenns läuft, wenn nicht, auch – es hilft.

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  • regenfrau

    Lieber Christian,
    schön, wieder von dir zu lesen!
    Diese Entscheidung ist dir sicher nicht leicht gefallen, umso mehr freut es mich, dass du das Laufen als einen so wichtigen Teil von dir erkannt hast und nun bereit bist, es langsam wieder zu versuchen, wenn dein Körper bereit dafür ist! 🙂
    Ich habe gerade vergangene Woche sehr intensiv an dich gedacht, als ich auf der Autobahn (Richtung Trier) zweimal nahe bei dir vorbeigefahren bin. Ich drücke dir beide Daumen, dass dein Wiedereinstieg gut gelingt und dir das Laufen wieder die Möglichkeit bietet Kraft und Ausgeglichenheit zu sammeln!

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    • DocRunner

      Liebe Doris,
      ja das Laufen ist und bleibt hoffentlich ein Teil meines Alltags, aber es ist schwer nach wiederholten Verletzungen…
      Vielen lieben Dank, dass Du mich so aus Deiner Nähe mit Deinen Gedanken unterstützt hast, hättest ruhig eine Pause machen dürfen 😉

      Salut

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  • Weinbergschnecke

    Lieber Christian,

    wie schön zu lesen, dass es bei dir physisch – und damit verbunden auch psychisch – endlich wieder aufwärts geht. Wer ehrgeizig ist und dieses „Ganz oder gar nicht“ ein Stück als Lebensmaxime verinnerlicht hat, tut sich natürlich schwer, wenn „ganz“ nicht mehr geht. Aber du spürst, dass „gar nicht“ auch der falsche Weg wäre, weil du dich dann freiwillig der Kraftquelle berauben würdest, die du für deinen an vielen Fronten kräftezehrenden Alltag brauchst. Um so besser, dass du innerlich den Schalter umgelegt hast und dir helfen lässt beim schonenden Wiedereinstieg. Einen Plan bekommst du … nun musst du ihn nur noch brav befolgen. Ich drück dir fest die Daumen, dass dir das gelingt – und hoffe, es geht auch sonst stückchenweise aufwärts.

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • DocRunner

      Liebe Anne,
      meiner Psyche geht es besser, seit ich weiß, dass ich wieder laufen will…eigentlich verrückt, aber ich freu mich selbst am Meisten darüber. Ich wollte nicht deprimiert wirken, aber es war einfach überhaupt nicht zu beeinflussen, erst als ich mir im Klaren war, wie es weitergehen soll, wurden die dunklen Wolken weniger, aber das ist ja Dein Metier…
      Ob das mit dem Plan hinhaut, weiß ich nicht, aber in den ersten Wochen werde ich mich sicher daran halten und dann schau´n mir mal 😉
      Übrigens machen mich Deine Zeiten, die DU momentan so auf den Asphalt zauberst sprachlos, Respekt!

      Salut

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  • flowrunner.de

    Lieber Christian,

    schön, dass Du wieder begonnen hast. Deine Geschichte erinnert mich mal wieder daran, wie schnell man die für einen ganz wichtigen Dinge als selbstverständlich betrachtet. Werde heute mal wieder etwas bewusster und dankbarer laufen gehen.

    Viel Spaß und Geduld beim Wiedereinstieg! Allein dass Du diesen in der lauffreien Zeit gedanklich in Frage gestellt hast, zeigt schon wie sehr Du aufs Laufen angewiesen bist 😉

    Beste Grüße
    Sebastian

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    • DocRunner

      Lieber Sebastian,
      ja genau das habe ich mir auch gesagt, wer so leidet, kann gar nicht ohne das Laufen bestehen. Vielen Dank.
      Ich hatte es schon früher in einem Beitrag erwähnt. wir müssen dankbar sein, dass wir so laufen können und dürfen.

      Salut

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  • helgeorlt

    Lieber Christian,
    ich freue mich, das wir wieder etwas lesen von dir. Jeder Mensch geht mit Krankheit, Alternativlosigkeit und Zweifel anders um. Da gibt es kein richtig und falsch. Du bist halt so, wie du bist und andere sind halt anders.
    Die Hauptsache ist doch das Ergebnis 🙂
    Und da bist du ja auf dem richtigen Weg.
    Ich wünsche dir viel Kraft für den Wiedereinstieg aber vor allem Geduld :-). Liebe Grüße
    Helge

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    • DocRunner

      Liebe Helge,
      mir wird das immer wieder gesagt, dass ich oft sehr lange brauch, wenn die Perspektive negativ verrückt wird, bis ich damit umgehen kann. Bei Krankheit ist es leider noch schlimmer, da ich dann das Laufen nicht mehr habe, was mir bislang meist geholfen hat…deshalb auch die lange notwendige Besinnungsphase 😉
      Vielen Dank, ich darf/muss ja noch etwas geduldig sein, aber ich denke spätestens im Herbst bin ich dann wieder ordentlich unterwegs…

      Salut

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  • Deichlaeufer

    Lieber Christian,

    mein Reader hat gerade erst Deinen Post aufgegabelt. Dabei hatte ich mich schon gewundert, dass Du in die Blogwelt zurückgekehrt bist, so ganz ohne von Dir selber etwas verlauten zu lassen.

    Eine sportliche Vollbremsung hinzulegen ist sicher das Schlimmste, was jemanden passieren kann, der für das Laufen lebt und noch viel mehr durch das Laufen lebt. Wenn dann noch sämtliche Alternativen flachfallen… Ohje.

    Die Bedeutung des Laufens in schweren Zeiten, sie ist mir nur zu gut bewußt. Wie sehr der Druck auf dem Kessel steigt, wenn das Ventil nicht mehr funktioniert, mag ich mir selber gar nicht vorstellen.

    In ein tiefes Tal zu fallen ist nichts wofür man sich entschuldigen muß. Auch weiß niemand wie breit die Talsohle ist, aber Du scheinst sie durchschritten zu haben. Es geht aufwärts. Und wenn ein Plan dabei hilft, so what… Es gibt schlimmeres. Ich wünsche Dir von Herzen einen erfolgrichen Wiedereinstieg jenseits vom „Ganz oder Gar nicht“ 🙂

    Moin Moin
    Volker

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    • DocRunner

      Danke für Deine Worte lieber Volker, gerade Du weißt, was das Laufen bewirken kann und deshalb auch Deine sehr mitfühlenden Worte. Ich musste mich erstmal ausgraben, denn irgendwie steckte ich nicht nur fest, sondern war auch unfähig mich mental zu bewegen, aber ich bin froh, dass ich das bewerkstelligt habe.
      Der Plan zum Wiedereinstieg macht mir auch noch etwas Sorgen, da ich mich selten an Vorgaben halten kann beim Laufen, aber ich denke ich werde mich auf jeden Fall in den ersten 4 Wochen daran halten und dann mal sehen, was der Körper sagt…aber was schreib ich denn da schon wieder, erstmal muss ich wieder können und dürfen. Wie sagt mein Physiotherapeut: ein Schritt nach dem anderen 😉
      Das Ganz oder gar nicht ist leider eine schlechte Angewohnheit und ich muss daran arbeiten, aber ich verspreche, dass ich geduldig und v.a. vernünftig sein werde.
      Nochmals vielen Dank für Deine Worte und Gedanken.

      Salut

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  • Jörg Schmid

    Ich wünsche dir gute Besserung. Meist geht es bei Sportlern dann doch wieder schneller bergauf als erwartet.

    Jörg

    Gefällt 1 Person

  • Bianca

    Lieber Christian,
    Du hast Dich zu Deinem eigenen Wohle entschieden, den Wiedereinstieg anzugehen, weil das Laufen für Dich so eine wichtige Quelle der Kraft ist. Das finde ich gut. Kann aber sehr gut verstehen, dass Du darüber nachgedacht hast, nicht wieder zu starten. Immer wieder neu anzufangen ist bei jedem Mal schwerer. Nun, wo Du weißt, was DU möchtest, drücke ich beide Daumen, dass es gelingt. Mit Plan oder ohne – Hauptsache mit Bedacht.
    Alles Gute in allen Lebensbereichen wünsche ich Dir.
    Liebe Grüße, Bianca

    Gefällt 1 Person

    • DocRunner

      Liebe Bianca,
      die Entscheidung war wichtig und hat mir geholfen aus meiner miesen Stimmungslage heraus zu kommen, war schon komisch…erst als ich begriffen habe, wie wichtig das Laufen in meinem Alltag ist, konnte ich mich motivieren, vorher habe ich mich nur bemitleidet, weil ich nicht laufen konnte.
      Ich hoffe Du hast auch wieder etwas Motivation und v.a. Gesundheit, um wieder zu laufen!?

      Salut

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  • Steve

    Hey Christian,

    ich kann mir nur zu gut vorstellen was du durchmachst.
    Auch wenn zwei Wochen Laufpause bisher meine längste Auszeit waren, die ich zum Glück noch mit dem Rad überbrücken konnte, so kann ich mir sehr wohl vorstellen, was die langen Wochen für dich bedeuten, da dass Laufen bei mir den gleichen Stellenwert einnimmt wie bei dir.

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass der Wiedereinstieg nach Plan verläuft und sich danach alles wieder einstellt, so wie du es gerne möchtest.

    Egal was kommt, ich bin mir sicher, du wirst es meistern und nichts kann und wird dir die Lust und den Spaß am laufen nehmen.
    Auch wenn sich längere Pausen manchmal leider nicht vermeiden lassen, wir Läufer haben die Angewohnheit, dass wir wieder zurück kommen; und das auch noch stärker als zuvor.

    Du schaffst das!

    Viele Grüße aus den Bergen

    Steve

    P.S.: Vielen Dank für deinen offenen und ehrlichen Blogbeitrag

    Gefällt 1 Person

    • DocRunner

      Lieber Steve,
      danke für Deine motivierenden Worte, das tut gut.
      V.a. am Anfang fand ich es schwierig, da überhaupt nicht absehbar war, wie lange ich nicht laufen und ab der 2. Woche auch nicht mehr Radfahren darf, ich war am Boden. Mit der schwindenden Beinmuskulatur verließ mich auch die Hoffnung…erst als mir klar wurde, dass ich ohne Sport, ohne Laufen meinem Alltag etwas ganz Substanzielles fehlt, konnte ich wieder planen und jetzt warte ich auf das Okay zum Wiedereinstieg…

      Salut und vielen Dank

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  • Jana

    Hallo Christian,

    ein Frustloch darf jeder mal haben und dabei ist es auch egal aus welchem Grund. Wie du selbst festgestellt hast – es kann nicht nur himmelhochjauchzend geben und das macht uns doch auch aus. Und selbst aus solchen Tiefs ziehen wir (im Idealfall) positives, reflektieren und können irgendwann wieder durchstarten. Ok, nicht immer wie vorher gewohnt, aber wer weiß was es bringt.

    Im Moment habe ich auch eine Baustelle am rechten Fuß, weiß nicht woher es kommt, weiß nicht was hilft und weiß nicht wie viel ich mir zumuten kann oder soll. 1 1/2 Woche Laufpause haben keine Änderung bewirkt, laufen bis 15 km auch nicht, also werde ich am Wochenende mal länger testen und schauen was passiert.

    Ich wünsche dir für die nächsten Wochen alles Gute, übertreib es nicht (medizinisch geschultes Fachpersonal neigt da manchmal zu 😉 ) und tanke Kraft für all das drumherum.

    Ach ja, die schönsten Sommerregen gibt es eh erst im August 😉

    Liebe Grüße
    Jana

    Gefällt 1 Person

    • DocRunner

      Liebe Jana,
      der Frust saß sehr tief, da ich nach der ersten Laufpause im Februar gleich nochmal die anhaltend unbestimmte draufstehen durfte, aber ich werde es mit Fassung tragen und versuchen mit Geduld und Vernunft den Wiedereinstieg laut Plan zu vollziehen. Ich bin gespannt, wie es wird 😉
      Deine Verletzung scheint auch nicht gerade von der einfachen Sorte, ich hoffe der Hunsrück ist nicht zuviel für den Fuß? Ich wünsch Dir dennoch viel Spass

      Salut

      PS: Regen im August? Den gibt es nicht hier im Süden :mrgreen:

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      • Jana

        Ich gehe den Hunsrück entspannt an. Zur Not muss ich vorzeitig beenden und biete mich für den zweiten Tag für einen VP an.
        Ich kann leider so gar nicht sagen was es sein könnte. Alles was mit Streckung und gleichzeitiger Stauchung oder Drehung zu tun hat verursacht Schmerzen. Deswegen habe ich auch den meisten Bammel vorm Autofahren, die gut 300 km sind da nicht ohne.

        Der Regen im August war zur Aufmunterung gedacht 😀

        LG

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  • Eva

    Lieber Christian, ich wünsche dir ganz viel Kraft und auch Geduld – für all deine Lebensbereiche (ich denke, du weißt, was ich meine?!) – ich wünsche dir so sehr, dass alles wieder gut wird/alles ins Lot kommt.
    Ich bin in Gedanken oft bei dir, denn ich werde nie vergessen, dass du mal in einer für mich schweren Lebenslage ein ‚offenes Ohr‘ für mich hattest.
    Von Herzen alles Gute
    Eva

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    • DocRunner

      Liebe Eva,
      ich tu mein Möglichstes, aber es ist schwer das alles auszuhalten. Das Laufen wird mir aber sicher helfen, wenn ich denn auch wieder darf. Anfänglich sind es eh nur kleine Runden mit 2-3 Kilometer…
      Ich habe das damals gern getan und würde es jederzeit wieder tun 🤗

      Salut

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      • Eva

        Das weiß ich und ich hoffe, dass du weißt, dass es umgekehrt genauso ist und ich jederzeit ein offenes Ohr habe?!
        Ich will mich aber nicht aufdrängen….es muss von dir kommen.
        Halt die Ohren steif und pass gut auf dich auf!!
        Herzlichst Eva

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        • DocRunner

          Danke Eva, und ja ich weiß, dass Du Dir meine Sorgen anhören würdest, aber ich bin diesbezüglich meist etwas introvertiert, was sonst eher nicht so der Fall ist. Aber gut, dass ich weiß, dass Du da bist…Danke

          Salut

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  • ulrichsblog

    Du bist ein Läuferda da gehört der Sport und die Freude am Laufen schlicht zum Leben dazu. So anders ticke ich auch nicht. Nein, es geht nicht um Bestzeiten, sondern viel mehr um die Veränderung. Die Veränderung um uns herum, die Veränderung in mir selber. Wie gehe ich damit um, dass der Weg vor mir weit ist?
    Wie mit dem Wetter?
    Laufen ist eine Lebenseinstellung. und
    Laufen ist schön!

    http://wp.me/p2AZMk-x8

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    • DocRunner

      Danke Ulrich für die lyrische Motivation.
      Jeder der läuft, hat andere Beweggründe es zu tun, ich brauchte schon lange keinen Grund mehr, es war und ist einfach nur ein Teil meines Lebens zu laufen. Gerade deshalb gebe ich nicht auf…

      Salut

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  • nido00

    Lieber Christian,
    deine letzten Antworten hier liessen ja schon vermuten wie schwer du zu kämpfen hattest mit der Verletzung. Ich freue mich, dass es im Kopf nun wieder aufwärts geht und drücke die Daumen das auch körperlich der Wiedereinsteig nach Plan verläuft. (Nicht übertreiben!)
    Ich freue mich wieder von Dir zu Lesen.
    Liebe Grüße

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    • DocRunner

      Liebe Roni,
      vielen Dank, aber ich freu mich sehr auf den Wiedereinstieg und werde gerade deshalb sehr vorsichtig sein. Auf keinen Fall will ich etwas riskieren, deshalb Geduld und Vernunft an erster Stelle 😉

      Salut

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