Archiv der Kategorie: Frühling

Nach A kommt B und nicht U

Manchmal soll es einfach nicht sein und ich trage den Großteil der Schuld an meiner momentanen Laufmisere selbst. Seit heute Morgen habe ich die Gewissheit, dass ich vorerst auf meine liebste Beschäftigung für längere Zeit verzichten darf/muss. weiterlesen


Spontaner Trailporn

Der große Vorteil, wenn man ohne ein Ziel läuft, keine Vorbereitung für irgendein Event durchziehen muss, ist die Spontanität mit der man einen begonnen Lauf gestalten kann. Ich liebe genau das und würde für kein Event der Welt tauschen wollen, auch wenn ich immer wieder gefragt werde, ob das nicht öde und langweilig sei. Genau das ist es nämlich für mich nicht, so zu laufen ist für mich Motivation und Antrieb genug.

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Frühlingsgefühle? 😂

Ab wann spricht man denn von sexueller Belästigung beim Laufen? Gelten schon Kommentare bezüglich eines Körperteils? Oder darf man es noch als Kompliment verstehen? Dazu gleich mehr im Beitrag, zuerst muss ich aber meinen (fast) gelungenen Wiedereinstieg nach dem penetranten Infekt würdigen. weiterlesen


Wengert-Wetz

Puh, es ist für den Läufer im südlichen Deutschland momentan sehr schwer und eine wahre Herausforderung mit den Wetterbedingungen klar zu kommen. Nein, ich will mich nicht beklagen, aber von Tag zu Tag wechseln die Bedingungen zwischen nasskaltem Aprilwetter (im Mai) und schwül-warmen Augustbedingungen (im Mai) mit Gewitterregen und angemessenem Maiwetter. Der Mai ist wohl der neue Aprust 😉

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Ganz viele „T“s

Der heutige Lauf hatte sehr viele Attribute, die mit „T“ beginnen, allerdings leider nicht nur angenehme und schöne, dazu später mehr. In der vergangenen Woche hatte ich einen sportmedizinischen Check-up (Körperliche Untersuchung, Anthropometrie, Laborchemische Untersuchung, Elektrokardiogramm, Echokardiographie, Belastungs-EKG) und eine Leistungsdiagnostik (Laktat-Leistungsdiagnostik, Spiroergometrie) am Sportmedizinischen Institut der Universität. Es war seit vielen Jahren wieder mal fällig, einfach nur so zum Spass. Und was soll ich sagen? Ich war noch nie so fit wie im Moment, alle Werte super in Ordnung. Und genau so fühle ich mich auch, also fast 10 Jahre jünger 🙂

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Dankbarkeit

Es ist ein ganz normaler Samstag, keine besonderen Ereignisse, keine Katastrophen in meinem familiär geprägten, wochenendlichen Mikrokosmos. Und dennoch beschäftigt mich so viel, was mich eigentlich gar nicht berühren müsste, Schicksale von mir vollkommen fremden Menschen bzw. ganzen Völkern, die Not von Menschen in Krisengebieten, aber v.a. das Unverständnis gegenüber Gewalt gegen Menschen überall auf der Welt.

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Die Sprache des Waldes verstehen

Es gelingt nicht immer bzw. oft höre ich auch nicht hin, weil ich andere Dinge im Kopf habe. Manchmal verstehe ich die Sprache aber auch nicht, denn manchmal ist mein Geist nicht offen genug, auch die äußeren Umstände sind immens wichtig. Bei meinem Lauf am Samstag hat einfach alles gepasst: das Wetter, die Einsamkeit, die Strecke, die Form und die Gelassenheit. Doch erstmal der Reihe nach. Am Samstagmorgen strahlte die Sonne vom Himmel, beim Weg zum Bäcker kurz nach Sieben kündigte sich ein heller Tag an, doch schon bald türmten sich schwarze Wolken auf, die allerdings durch den auffrischenden Wind immer wieder vertrieben wurden. Doch ich hatte Zeit, ich konnte warten, die ersten zaghaften Sprüher kamen dann um kurz nach zwei Uhr, so dass ich mich dann recht schnell entschieden habe mich umzuziehen und los zu laufen. weiterlesen


Intervall am Sonntag

Leider habe ich die letzten zwei Wochen kaum noch Zeit gefunden meine Freizeit zu strukturieren, weil sie de facto nicht existiert hat, sprich Laufen nur maximal 45 Minuten und andere Blogs lesen war gar nicht drin. 14-15 Stunden pro Tag mit Arbeit zugeschüttet und selbst am Wochenende sah es nicht besser aus. Manches muss leider erledigt werden, nur ist es fast schon selbstverständlich, dass gleich mehrere solche zeitnah zu erledigenden Dinge auf einmal aufschlagen. Aber es ist ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen und mir scheint, dass gerade heute ich sogar den Tunnel ganz verlassen habe, auf jeden Fall was das Laufen betrifft 😎 weiterlesen


Ärgernis

Am Wochenende konnte ich endlich wieder stundenlang meine gewohnten Trails belaufen, sie waren fast alle noch da, allerdings wurde einer meiner Lieblingstrails durch Forstarbeiter fast komplett zerstört. Seither war es ein gut versteckter und sehr schmaler Trail, der sich über einen Kilometer sanft den Hang hinauf zog, es gab sogar ein paar steinige und mit kleinen Findlingen gespickte Abschnitte. Der Pfad war oder ist noch ein Teil eines regionalen Wanderweges, der aber nicht sonderlich gut ausgeschildert ist, weshalb er auch nur wenig belaufen wird und auch nur selten – wie die Spuren bisher zeugten – von Mountainbikern befahren wurde. Seit dem letzten Wochenende hat er aber definitiv jedes dieser Attribute verloren. Bereits am Einstieg an einer Forstautobahn zeugten heftige Fahrspuren von schwerem Gerät, die sich aufgrund des feuchten Bodens tief eingegraben haben und den schmalen Single-Trail auf das vier- bis fünffache verbreitert haben.

Das war einmal ein versteckter schmaler Trail

Die umgebende Abholzung macht das Bild noch wüster

Am Hang selbst wurden viele gestandene Bäume abgeholzt und viele Baumstümpfe erzählen von einer vergangenen Pracht. Ich kann es leider nicht nachvollziehen, da die Bäume hier eher weit auseinander standen, ich kann hier nur wirtschaftliche Interessen vermuten. Leider musste hier ein Stück unberührten Waldes weichen und ganz nebenbei wurde auch ein einsamer Pfad und Wanderweg zerstört. Ich bin einfach nur fassungslos ob den Eindrücken 😦

Dennoch konnte ich viele Kilometer auf einsamen Waldwegen laufen und mich grenzenlos entspannen, am Samstag war das Wetter zwar unentschlossen und überwiegend konnte ich unter dicht bewölktem Himmel meine Bahnen ziehen, jedoch begann der Lauf im leichten Nieselregen was mich schon mal heiter gestimmt hatte. Am Sonntag dann am späten Vormittag zeigte sich die Sonne und ich durfte den einen oder anderen Strahl auf meinem Lauf erhaschen. Die Temperaturen schwankten zwischen 5 und 9°C und der kalte Nordostwind drehte während meines Laufs auf Nordwest, was mir nahezu durchgehend Gegenwind bescherte, was im Wald zwar nicht ins Gewicht fiel, aber auf der Höhe dann schon unangenehm war. Aber wenigstens konnte ich auf die bislang unentbehrlichen Handschuhe während des gesamten Laufs verzichten.

Wirkt fast herbstlich…

Der Waldboden ist immer noch übersät vom Herbstlaub, was den nassen und teilweise tückisch matschigen Untergrund zu einem überraschend anspruchsvollen Terrain hat werden lassen. Das erste zaghafte Grün an den Büschen und Bäumen lässt sich langsam blicken, aber man muss schon ganz genau hinschauen, überwiegen tut noch das Graubraun des Winters. Am Sonntag durfte ich dann auch den Abstieg durch die Weinberge mit vielen Spaziergängern teilen und auch die ersten Familienausflügler mit Fahrrädern waren unterwegs. Es scheint, als ob ich mich auf publikumsreiche Läufe in den nächsten Wochen einstellen muss. Jedoch spätestens bei Temperaturen über 25°C und schwül warmer Wetterlage bin ich dann wieder (fast) alleine unterwegs. Ein letztes Ärgernis war dann noch ein Rudel – ca. sechs – Königspudel auf einem eingezäunten Gartengrundstück, die neben mir hersetzten mit lautem Gebell und Geknurre, was per se nicht gefährlich war, aber mir dennoch etwas Unbehagen bereitete und alte Erlebnisse und Ängste wieder hochkommen hat lassen. Schon seltsam, wie einem so etwas zusetzen kann 😎

Endlich etwas wärmer

Genug geärgert, ich geh jetzt laufen….

Salut

Christian


Pappsatt

Ja, pappsatt bin ich jetzt nach dem  nahrhaften und überaus gesunden Abendessen, dazu später mehr. Pappsatt bin ich aber auch was das Laufen an diesem Wochenende angeht. Für jeden Geschmack war etwas dabei und der scheidende Winter hat sich mir nochmal von seiner unangenehmen Seite gezeigt. Aber dennoch hege ich keinen Groll und freue mich auf den nächsten Winter.

Am Samstag hatte ich den halben Tag mit Fortbildung verbracht, so dass ich am Nachmittag erst zum Laufen gekommen bin. Die Bekleidungsfrage war schwierig und die Entscheidung konnte nur falsch sein. Das Thermometer zeigte 11°C aber es hat ein scharfer und kühler Wind geblasen, so dass durch den sog. „windchill“ die gefühlte Temperatur bei 5-6°C lag, wohlgemerkt im Tal. Auf den Höhenlagen war es teilweise noch kälter und der Wind noch stärker. Dennoch lief ich mit kurzer Tight los, allerdings Mütze und Handschuhe von Anfang an am Mann. Zum Warmlaufen durch die Weinberge auf 5 Kilometer die 250 Höhenmeter überwinden sorgt für eine konstante Wohlfühltemperatur, im Wald dann über matschige und teilweise mit Schnee bedeckten und sogar vereisten Trails kreuz und quer und schön wellig. Die Sonne schien die ganze Zeit etwas verhalten, aber der angekündigte regen war ausgeblieben, was mich etwas misslaunig gemacht hatte. Aber die teilweise herrlichen Geländepassagen entschädigten für den nicht gelieferten Regen. Die nackigen Waden wurden glücklicherweise nicht so kalt, wie ich befürchtet hatte aufgrund der immer wieder knackigen und kurzen Rampen, die ich hoch musste. Der Salomon Sense machte einen guten Job, allerdings habe ich auch seine Schwächen kennen lernen dürfen, bergab auf glitschig schlammigem Untergrund ist der Grip weg, keine Chance. In Situationen, in denen der Salomon FellCross noch etwas Spielraum für Tempokontrolle lässt, ist der Sense bereits aus dem Spiel und der damit beschuhte Läufer muss mit viel Vorsicht und Gefühl das Tempo verringern um nicht unkontrolliert dahin zu rutschen, dennoch hat es Spass gemacht 😉

Das Höhenprofil vom Samstag

Nach knapp zehn Kilometern auf Waldpfaden und durch matschige Wiesen war es dann auch gut und ich wandte mich wieder asphaltierten Wegen zu, leider führt kein Trail zu meiner Haustür. Der „Einsau-Faktor“ war mal wieder extrem hoch und lag bei einer glatten Zwölf auf der Skala von Null bis Zehn, so dass ich gezwungenermaßen die Kleidung bei den eisigen Temperaturen an der Haustür ablegen musste, hoffentlich hat mich keiner der Nachbarn gesehen 😛

Heute war ich dann versucht mal wieder einen Impuls zu setzen, so wie es auch Margitta in der vergangenen Woche aufgegriffen hat. Bereits im Februar hatte ich Lust auf Tempo und hatte mich dem Rausch der Geschwindigkeit hingegeben. Heute wollte ich etwas strukturierter vorgehen und eher Tempohärte trainieren. Beschuht mit den FiveFingers, startete ich zum Warmlaufen, nach knappen drei Kilometern im moderaten Herzfrequenzbereich, sollten dann die ersten fünf Kilometer in einer Pace von 5:00 Minuten pro Kilometer folgen. Anfänglich musste ich noch durch den Blick auf die Ambit die Pace kontrollieren, nach zwei Kilometern hatte ich ein Gefühl für das Tempo entwickelt und in der Auswertung standen dann 4:55 bis 5:04 Minuten pro Kilometer zu Buche. Die nächsten fünf Kilometer sollten dann mit 4:30 Minuten pro Kilometer erledigt werden, was hart war, insbesondere auf den letzten zwei Kilometern war dann eine lang gezogenen Steigung mit 80 Höhenmeter zu bewältigen, so dass hier die Pace schnell auf 4:40 zurückging, aber ich konnte einfach nicht mehr forcieren. Dennoch hat es wahnsinnig Spass gemacht und ich wurde von einem leichten Nieselregen bei 9°C begleitet. Aufgrund des Regens war der Radweg an der Rems entlang auch ziemlich verlassen und ich konnte mich vollkommen der Geschwindigkeit hingeben. Für manch schnellen Läufer ist das zwar Pille-Palle, aber für mich war das schon „flott“. Die Oberschenkel haben beim Auslaufen richtig schön gekocht und gebrannt, nettes Gefühl 🙂

Kaum zu Hause und nach der obligatorischen Dusche habe ich mich dann an den Herd gestellt und ein gesundes Abendessen für die Familie und mich gezaubert, Räuchertofu in Chilli-Olivenöl anbraten, Gemüse, Knoblauch und Zwiebel sowie Gewürze zugeben und dann mit Quinoa, der in einer Gemüsebrühe gekocht wurde aufgefüllt, je nach Geschmack mit Parmesan Flocken und/oder gerösteten Pinienkernen serviert. Ich habe fast die halbe Pfanne alleine gegessen. Zum Nachtisch dann noch Obstsalat mit einem herrlich aromatischen Granatapfel als Highlight, hmmmmmmmmm, lecker.

Tofu-Gemüsepfanne mit Quinoa

In diesem Sinne, noch einen schönen Sonntagabend.

Salut

Christian