Archiv der Kategorie: Lyrik

Der Tragödie Erster Teil, Nacht

Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor;
Heiße Magister, heiße Doktor gar
Und ziehe schon an die zehen Jahr
Herauf, herab und quer und krumm
Meine Schüler an der Nase herum –
Und sehe, daß wir nichts wissen können!
Das will mir schier das Herz verbrennen.

Dr. Faust, Der Tragödie Erster Teil Nacht. J.-W. v. Goethe

weiterlesen


Es ist endlich da…

…das Schmuddelwetter, das Novemberwetter, die von mir so herbei gesehnte Wetterlage mit einstelligen Temperaturen und Regen. Allerdings scheint es nur ein Appetithappen gewesen zu sein, ein Teaser, denn so richtig traue ich diesem Herbst nicht, auch der nahende Winter wird mich wahrscheinlich wieder enttäuschen. Dabei weiß ich gar nicht mehr wie Schneefall und Minusgrade sich bei Läufen in heimischen Gefilden anfühlen, denn im letzten Winter konnte ich nicht einen Lauf bei solchen Bedingungen erleben. weiterlesen


Dopamin vergeuden?

Seit nun mehr vielen Monaten steht auf YouTube ein Video mit einem sog. „Poetry-Slam“ von Julia E., ich nehme an, jeder wird es kennen. Die Meinungen waren überwiegend positiv, v.a. auch in der Läufergemeinde, auf Facebook wurde der Link sehr häufig geteilt, u.a. auch von erfahrenen Ultras. Was will uns das Video oder die Protagonistin sagen? Vordergründig geht es darum, seine Träume zu verwirklichen, etwas zu wagen, damit später eine Geschichte erzählt werden kann und nicht bereuen zu müssen, dass es nicht getan wurde. Denn dann gebe es keine Geschichte, die erzählt werden kann. Sprich, der Konjunktiv beherrscht das Leben, wenn man seine Träume nicht umsetzt. Ist das so? Wirklich? weiterlesen


Zeit zu lesen

Viel Zeit zum Lesen, damit meine ich nicht die notwendigerweise zu lesende Fachliteratur, habe ich normalerweise nicht, dennoch versuche ich jeden Abend ein Buch in die Hand zu nehmen. Manchmal, wenn mich ein Buch fesselt, lese ich auch mal eine Nacht durch, allerdings ist das die Ausnahme. In den letzten Monaten habe ich aber sehr viel gelesen, bedingt durch die Schlaflosigkeit und die enorme emotionale Belastung. Lesen lenkt mich mehr von der Realität und meinen Gedanken ab, als alles andere. Unter anderem habe ich auch wieder zu vermeintlichen Laufbüchern gegriffen. weiterlesen


Lyrischer Neubeginn

Lass regnen, wenn es regnen will, dem Wetter seinen Lauf;
denn wenn es nicht mehr regnen will, so hört’s von selber auf!

J.W.v. Goethe