Archiv der Kategorie: Medizin

Nicht ganz wie erwartet…

Nachdem in der letzten Woche der kardiologische und sportmedizinische/leistungsdiagnostische Check erfolgt waren, hatte sich meine (fast) erwartungsfreie Vorstellung, wie das Ergebnis aussehen könnte, nicht ganz so bestätigt…nichts gravierendes, aber ich bin von einem anderen Ergebnis ausgegangen, v.a. nachdem 2015 die Leistungsdiagnostik absolut top gewesen war. weiterlesen

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Laufjubiläum und Laufpause

Nein, das wird kein Jammerpost, denn eigentlich habe ich ja Grund zum Feiern. Im März 2003 begannen meine Laufjahre mit einem desolaten Lauf über 2-3 Kilometer. Zu schnell und untrainiert bei einem unerhörten Nikotinkonsum. Der Lauf wurde mehrfach unterbrochen von Phasen der totalen Erschöpfung, brennenden Schmerzen in den Oberschenkeln, Kurzatmigkeit, Brechreiz und einem Engegefühl im Brustbereich…was war ich für ein Wrack 🤪🤮 weiterlesen


Ausgebremst

Nein, ich bin nicht verletzt, auch nicht wirklich krank, aber am Sonntag durfte ich nach vielen Jahren mal wieder eine ganz unschöne Episode meiner Vergangenheit erleben. Eigentlich dachte ich, ich bin geheilt oder zumindest gefeit vor solchen fiesen und perfiden Angriffen aus dem eigenen Körper, aber es scheint nur eine Utopie gewesen zu sein. weiterlesen


Ist Sport überhaupt gesund?

Etwas reisserischer Titel, aber immer wieder werden Daten oder eine Zusammenfassung von Einzelerfahrungen veröffentlicht, die zusammen mit eigenen Erlebnissen und Informationen von Kollegen und anderen Sportlern mir diese Frage aufdrängen. Ist Sport gesund? Und wenn ja, wieviel Sport?

Zu diesem Beitrag, der allerdings schon Jahre in meinem Hinterkopf herumspukt, hat mich ein Beitrag von Sebastian vom vergangenen Wochenende inspiriert. Sebastian hat aufgrund eigener Erfahrungen und einem wirklich auch für Laien sehr gut geschrieben Buch „The Haywire Heart“ einen umfassenden Beitrag verfasst, der sich v.a. mit möglichen Schäden am Herzen beschäftigt. Sehr lesenswert!!! weiterlesen


Ich habe es versucht…

Ich war ja bis vor einigen Jahren so ein „Ganz-oder-gar-nicht-Typ“, es gab nur schwarz oder weiß, was mich selbst betraf, bei meinen Mitmenschen konnte ich Nuancen und Schattierungen unterscheiden, aber nicht wenn es um mich selbst ging. Diese Einstellung und Lebensweise setzte mich immer massiv unter Druck und verlangte einiges von mir ab, ich stand immer unter Hochspannung und hatte viel „Stress“. weiterlesen


Was ich anders mache

Ich hatte lange mit meinem Physio- und Sporttherapeuten überlegt, was ich anders machen muss, da ich in den letzten Jahren trotz der minimalistischen Schuhe und dem barfuß laufen, relativ häufig mit orthopädischen Problemen zu kämpfen hatte. Das zusätzliche Faszientraining und die Stabi-Übungen alleine reichen wohl nicht aus, wie sich gezeigt hat.  weiterlesen


Mein Körper, mein Tempel?

Zuerst muss ich mal feststellen: ich mag meinen Körper und seit Jahrzehnten fasziniert mich die Komplexität und auch wieder die Einfachheit dieses Systems, was unsere Körperhülle mit all seinen Funktionen ausmacht. Wir bestehen aus vielen chemischen Elementen, die für sich allein keine relevante Funktion bedingen, aber in dieser Zusammensetzung, diese Wundermaschine ausmachen. Was für ein Zufall und welche Entwicklung dazu geführt hat, ist schon bewundernswert.

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Ganz viele „T“s

Der heutige Lauf hatte sehr viele Attribute, die mit „T“ beginnen, allerdings leider nicht nur angenehme und schöne, dazu später mehr. In der vergangenen Woche hatte ich einen sportmedizinischen Check-up (Körperliche Untersuchung, Anthropometrie, Laborchemische Untersuchung, Elektrokardiogramm, Echokardiographie, Belastungs-EKG) und eine Leistungsdiagnostik (Laktat-Leistungsdiagnostik, Spiroergometrie) am Sportmedizinischen Institut der Universität. Es war seit vielen Jahren wieder mal fällig, einfach nur so zum Spass. Und was soll ich sagen? Ich war noch nie so fit wie im Moment, alle Werte super in Ordnung. Und genau so fühle ich mich auch, also fast 10 Jahre jünger 🙂

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Einige Läufermythen des 3. Jahrtausends

Ich war ja schon länger auf keinem Laufevent, was mich früher immer am meisten begeistert hat, waren die Gespräche vor dem Start in der Aufstellung oder noch besser die Gespräche nach der Ziellinie. Dabei wurden Läuferweisheiten und auch heroische Lauftaten ausgetauscht, die mich oft genug in Erstaunen versetzt haben. Allerdings wurde dabei auch viel Unsinn verzapft, was sich meist nicht sofort aufklären hat lassen. Ich will einige solche hartnäckigen Mythen aufgreifen und bitte nicht alles Geschriebene Ernst nehmen 😉 weiterlesen


Schlussstrich 2012

Da ich frühestens an Silvester oder Neujahr wieder laufen kann nach einem längst fälligen operativen Eingriff, kann ich mir schon heute ein Fazit erlauben für das Laufjahr 2012. Keine Statistik, denn dafür taugen die Zahlen in diesem Jahr nicht und ehrlich gesagt, interessiert es mich auch nicht. Nachdem im Januar beim Laufen massive Schmerzen am rechten Vorfuß aufgetreten waren, stand schnell die Diagnose fest: Stressfraktur am 3. Mittelfußknochen. Es folgte eine Beinahe-Depression, da ich mich sonst überaus fit und leistungsstark empfunden habe. Dennoch konnte ich mich mit Hilfe meines Orthopäden und eines ausgezeichneten Sport- und Physiotherapeuten über Wasser halten, sprich ich war motiviert, das Beste aus der Misere zu machen. Gymnastik, Ergometertraining sowie allgemeines Kraft- und Gleichgewichtstraining an 5 Tagen die Woche für die folgenden 3 Monate sollten mich läutern und mir die Bedeutung des ergänzenden Trainings lehren. Teilweise machte es sogar Spass, v.a. als die Laufpause zu Ende ging und die ersten vorsichtigen und langsamen Ausflüge stattfanden.

Aufgrund gesundheitlicher Probleme innerhalb meiner Familie kamen dann neue Belastungen, die mir den Schlaf raubten und mich in Angst und Sorge versetzten. Zusätzlich traten dann noch Schmerzen in der linken Leiste auf, immer beim Laufen und immer bei Anstrengung. Bei manchen Läufen war es dann auch nicht so schlimm und selten waren die Schmerzen auch gar nicht vorhanden. Konsultierte Kollegen konnten sich anfangs keinen Reim darauf machen, erst als es tastbar wurde, kam ich dem Rätsel auf die Spur: eine Varikozele, sprich eine Krampfader der Vene zum linken Hoden entlang des Samenleiters. Einen Urologen den ich zu Rate zog, hat mir dringend zur Operation geraten, da die Symptome eher zunehmen werden. Die eventuell resultierende Infertilität hat mich als Vater von drei Kindern nicht so sehr geschreckt, hingegen war die Aussicht auf die möglichen bleibenden Schmerzen beim Laufen nicht so rosig. Nur an eine Operation war vorerst nicht zu denken, weshalb ich mir beim Laufen mit einem Trick geholfen habe, den ich hier aber nicht breit treten werde :mrgreen:

Als es dann wieder bergauf ging, kam dann der unsägliche Hundeangriff Ende September über den ich hier auch nicht viele Worte verlieren möchte. Eine Entschuldigung habe ich bis heute nicht erhalten und auch das Strafverfahren hat noch nicht stattgefunden. Meine zerbissene Laufkleidung und der entstandene Verdienstausfall sowie die Arztrechnungen und das Schmerzensgeld wurden durch die Haftpflichtversicherung des Halters inzwischen beglichen, allerdings erst nach Einschalten eines Rechtsbeistandes. Soviel zu dem bisher dunkelsten Kapitel in meiner Läuferkarriere, was leider mental Wunden hinterlassen hat.

Nachdem sich dann die gesundheitlichen Probleme in der Familie beruhigt hatten, war dann ich dran, Operation per Endoskop oder Sklerosierung (Verklebung) der Vene mittels eines Kathetereingriffs? Nach vielem Hin und Her hatte ich mich für die mir sicherer erscheinende Methode des endoskopischen Eingriffs entschieden und habe auch einen sehr guten Operateur gefunden. Ganz ehrlich, das mit entscheidendste Kriterium war die Dauer der Laufpause 😉 Denn so kann ich spätestens an Neujahr wieder auf die Piste, wenn alles gut abheilt.

So, genug Leid verzapft, es gab auch die guten Momente 2012. Die Erfahrung wie gut ein langsameres Tempo beim Laufen sein kann, die vielen regenerativen Läufe mit meiner Frau, die Bergläufe im Berchtesgadener Land, im Salzburger Land und im Schwarzwald sowie die wiederum als entspannend und erholend empfundenen Läufe von der Praxis nach Hause. Auch die Laufblogger haben mich aufs angenehmste überrascht, trotz der nicht enden wollenden gesundheitlichen Rückschläge und dem ganzen Gejammer, was ich hier niedergeschrieben habe, kamen Emails und Kommentare, die echtes Mitgefühl und Verständnis ausgedrückt haben. Dafür möchte ich einfach nur Danke sagen und hoffe im nächsten Jahr einige Personen auch wieder im echten Leben zu treffen oder kennen zu lernen. Ansonsten wünsche ich allen Lesern ein ruhiges und friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Jahresbeginn 2013. Bei mir kann es nur besser werden….

Salut

Christian