Archiv der Kategorie: Schnee

Natur? Gehört abgeschafft!

Harte Worte, die ich unlängst während einer Einladung bei einer großen Geburtstagsfeier von einem jungen Mann, Anfang 30, etwas übergewichtig, der an meinem Tisch saß, vernehmen durfte. Anfangs versuchte ich die Reden des Herren zu ignorieren, was mir aber nicht gelang, da er in einer Trumpschen Weise Unwahrheiten und inhaltlich falsche Fakten vom Stapel liess. Zwei meiner Freunde machten sich nass vor Lachen, weil sie bemerkten, wie ich versuchte die Contenance zu wahren. Besagter junger Mann beschwerte sich, dass man aufgrund des nassen und ständig wechselnden Wetters nicht trockenen und sauberen Schuhes durch den Wald spazieren könne, ja selbst in den Weinbergen seien die asphaltierten Wege verschmutzt. Er berichtete auch voller Stolz, dass er mit seinem SUV durch die Weinberge an den Waldrand fahre, um dort „joggen“ zu gehen, was ihm natürlich nicht erlaubt ist, da es sich ja um landwirtschaftlich freigegebene Wege handelt. Und die Radfahrer seien ja das schlimmste Völkchen… weiterlesen


Sport und Parkinson

Aus vielen Gründen liegen mir zwei Dinge sehr am Herzen, zum Einen ist es der Ausdauersport und zum Anderen mein Beruf und hier v.a. die Patienten mit Bewegungsstörungen insbesondere der Parkinson-Erkrankung. Da ich häufig schon die Erfahrung machen durfte, wie wichtig Bewegung für chronisch Kranke sein kann, fühle ich mich durch zwei neuere Publikationen in meinem Denken und meiner Erfahrung bestätigt. weiterlesen


Privileg II

Bereits 2017 hatte ich einen Beitrag verfasst, der sich mit den Privilegien meiner Lebenssituation beschäftigt hat, allerdings bin ich da im Einzelnen v.a. auf die Dinge eingegangen, die mich eher stören an der nahe gelegenen Großstadt. Die direkt positiven Umstände und wie sich diese auf meine Freizeit und Erholung auswirken hatte ich gar nicht beschrieben.

Das für mich größte Privileg ist mein abwechslungsreiches und immer anpassbares Laufrevier. Egal bei welcher Wetter, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, egal zu welchem Zweck und egal mit welcher Intention findet sich eine Strecke, die ich direkt von der Haustür weg laufen kann und Ruhe finden kann. weiterlesen


Ist Sport überhaupt gesund?

Etwas reisserischer Titel, aber immer wieder werden Daten oder eine Zusammenfassung von Einzelerfahrungen veröffentlicht, die zusammen mit eigenen Erlebnissen und Informationen von Kollegen und anderen Sportlern mir diese Frage aufdrängen. Ist Sport gesund? Und wenn ja, wieviel Sport?

Zu diesem Beitrag, der allerdings schon Jahre in meinem Hinterkopf herumspukt, hat mich ein Beitrag von Sebastian vom vergangenen Wochenende inspiriert. Sebastian hat aufgrund eigener Erfahrungen und einem wirklich auch für Laien sehr gut geschrieben Buch „The Haywire Heart“ einen umfassenden Beitrag verfasst, der sich v.a. mit möglichen Schäden am Herzen beschäftigt. Sehr lesenswert!!! weiterlesen


Versöhnung am Montag

Dieses Wochenende hatte es in sich, nichts lief wirklich wie ich es geplant hatte und das ist schon etwas sehr Ungewöhnliches für mich 😈 denn Strukturierung ist mein zweiter Vorname bzw. ich versuche meinen Alltag etwas (zu) strukturiert zu gestalten. Dann sollte doch wenigstens das Laufen funktionieren…oder? weiterlesen


Zum kotzen…

Am 2.01.2017 habe ich den ganzen Tag fast kontinuierlich neben der Kloschüssel verbracht, zum Glück gab es dort Fussbodenheizung, draussen schneite es und ich war nicht in der Lage auch nur einen Schritt vor die Tür zu setzen, also war auch die Täglichlauf-Serie beendet. Mein Kreislauf gönnte mir maximal den Weg vom Bett zur Kloschüssel und am Abend dann einmal die Treppen nach unten und später wieder nach oben, so eine Schxxxe 😦 weiterlesen


98, 99, 100….fertig

So, ich werde mal ein Resümee meiner Täglichlauferei ziehen. Ich hatte nie damit gerechnet, dass ich irgendwann täglich laufe und auch Spass daran habe, auch hatte ich Sorge, dass ich unter Druck gerate, da ich ja eher zu einer gewissen Zwanghaftigkeit neige. Als ich realisiert habe, dass ich schon mehr als 2 Wochen und dann sogar mehr als 4 Wochen täglich gelaufen bin und ich immer noch sehr locker damit umgehen konnte, habe ich entschieden, so lange täglich zu laufen, bis ich keinen Spass mehr daran habe oder ich eine Erholung nötig habe.

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Granate

Nein, nicht ich bin eine Granate, nur manchmal ist es ein Lauf und v.a. dann wenn ausnahmsweise sich die Welt in ein, wenn auch eher zurückhaltendes, weißes Kleid gehüllt hat. Aber immerhin gibt es auf den Höhen eine fast geschlossene Schneedecke und so durfte ich nach März 2013 endlich mal wieder durch den Schnee trailen. weiterlesen


Genug ist nicht genug

Ich mag diese Übergangszeit vom Herbst zum Winter sehr, das ist mein Wetter. Temperaturen unter 10°C, häufiger auch mal um den Gefrierpunkt. Nebel, Nieselregen und dieses Grau, was manche Menschen in die Depression stürzt, sind für mich die Motivatoren, der Antrieb raus zu gehen und meine Runden zu drehen. Neue Pfade tun sich auf, das fallende Laub gibt sie frei, die bislang verborgenen Wege im Unterholz. Ja, ich kann sagen, dass ich diese Jahreszeit ganz besonders mag. Besonders liebe ich die Vorfreude auf den ersten Schnee… weiterlesen


Pappsatt

Ja, pappsatt bin ich jetzt nach dem  nahrhaften und überaus gesunden Abendessen, dazu später mehr. Pappsatt bin ich aber auch was das Laufen an diesem Wochenende angeht. Für jeden Geschmack war etwas dabei und der scheidende Winter hat sich mir nochmal von seiner unangenehmen Seite gezeigt. Aber dennoch hege ich keinen Groll und freue mich auf den nächsten Winter.

Am Samstag hatte ich den halben Tag mit Fortbildung verbracht, so dass ich am Nachmittag erst zum Laufen gekommen bin. Die Bekleidungsfrage war schwierig und die Entscheidung konnte nur falsch sein. Das Thermometer zeigte 11°C aber es hat ein scharfer und kühler Wind geblasen, so dass durch den sog. „windchill“ die gefühlte Temperatur bei 5-6°C lag, wohlgemerkt im Tal. Auf den Höhenlagen war es teilweise noch kälter und der Wind noch stärker. Dennoch lief ich mit kurzer Tight los, allerdings Mütze und Handschuhe von Anfang an am Mann. Zum Warmlaufen durch die Weinberge auf 5 Kilometer die 250 Höhenmeter überwinden sorgt für eine konstante Wohlfühltemperatur, im Wald dann über matschige und teilweise mit Schnee bedeckten und sogar vereisten Trails kreuz und quer und schön wellig. Die Sonne schien die ganze Zeit etwas verhalten, aber der angekündigte regen war ausgeblieben, was mich etwas misslaunig gemacht hatte. Aber die teilweise herrlichen Geländepassagen entschädigten für den nicht gelieferten Regen. Die nackigen Waden wurden glücklicherweise nicht so kalt, wie ich befürchtet hatte aufgrund der immer wieder knackigen und kurzen Rampen, die ich hoch musste. Der Salomon Sense machte einen guten Job, allerdings habe ich auch seine Schwächen kennen lernen dürfen, bergab auf glitschig schlammigem Untergrund ist der Grip weg, keine Chance. In Situationen, in denen der Salomon FellCross noch etwas Spielraum für Tempokontrolle lässt, ist der Sense bereits aus dem Spiel und der damit beschuhte Läufer muss mit viel Vorsicht und Gefühl das Tempo verringern um nicht unkontrolliert dahin zu rutschen, dennoch hat es Spass gemacht 😉

Das Höhenprofil vom Samstag

Nach knapp zehn Kilometern auf Waldpfaden und durch matschige Wiesen war es dann auch gut und ich wandte mich wieder asphaltierten Wegen zu, leider führt kein Trail zu meiner Haustür. Der „Einsau-Faktor“ war mal wieder extrem hoch und lag bei einer glatten Zwölf auf der Skala von Null bis Zehn, so dass ich gezwungenermaßen die Kleidung bei den eisigen Temperaturen an der Haustür ablegen musste, hoffentlich hat mich keiner der Nachbarn gesehen 😛

Heute war ich dann versucht mal wieder einen Impuls zu setzen, so wie es auch Margitta in der vergangenen Woche aufgegriffen hat. Bereits im Februar hatte ich Lust auf Tempo und hatte mich dem Rausch der Geschwindigkeit hingegeben. Heute wollte ich etwas strukturierter vorgehen und eher Tempohärte trainieren. Beschuht mit den FiveFingers, startete ich zum Warmlaufen, nach knappen drei Kilometern im moderaten Herzfrequenzbereich, sollten dann die ersten fünf Kilometer in einer Pace von 5:00 Minuten pro Kilometer folgen. Anfänglich musste ich noch durch den Blick auf die Ambit die Pace kontrollieren, nach zwei Kilometern hatte ich ein Gefühl für das Tempo entwickelt und in der Auswertung standen dann 4:55 bis 5:04 Minuten pro Kilometer zu Buche. Die nächsten fünf Kilometer sollten dann mit 4:30 Minuten pro Kilometer erledigt werden, was hart war, insbesondere auf den letzten zwei Kilometern war dann eine lang gezogenen Steigung mit 80 Höhenmeter zu bewältigen, so dass hier die Pace schnell auf 4:40 zurückging, aber ich konnte einfach nicht mehr forcieren. Dennoch hat es wahnsinnig Spass gemacht und ich wurde von einem leichten Nieselregen bei 9°C begleitet. Aufgrund des Regens war der Radweg an der Rems entlang auch ziemlich verlassen und ich konnte mich vollkommen der Geschwindigkeit hingeben. Für manch schnellen Läufer ist das zwar Pille-Palle, aber für mich war das schon „flott“. Die Oberschenkel haben beim Auslaufen richtig schön gekocht und gebrannt, nettes Gefühl 🙂

Kaum zu Hause und nach der obligatorischen Dusche habe ich mich dann an den Herd gestellt und ein gesundes Abendessen für die Familie und mich gezaubert, Räuchertofu in Chilli-Olivenöl anbraten, Gemüse, Knoblauch und Zwiebel sowie Gewürze zugeben und dann mit Quinoa, der in einer Gemüsebrühe gekocht wurde aufgefüllt, je nach Geschmack mit Parmesan Flocken und/oder gerösteten Pinienkernen serviert. Ich habe fast die halbe Pfanne alleine gegessen. Zum Nachtisch dann noch Obstsalat mit einem herrlich aromatischen Granatapfel als Highlight, hmmmmmmmmm, lecker.

Tofu-Gemüsepfanne mit Quinoa

In diesem Sinne, noch einen schönen Sonntagabend.

Salut

Christian